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Donald Trump tourt für Wahlkampf durch US-Bundesstaaten

Mit nur noch zwei Wochen bis zu den US-Kongresswahlen am 3. November 2026 tourt US-Präsident Donald Trump im Rahmen einer ungewöhnlichen Wahlkampftour durch traditionell republikanisch geprägte US-Bundesstaaten, um gefährdete Kandidaten der Partei zu unterstützen und die Wählerbasis zu mobilisieren.

Präsident Donald Trump treibt seine intensive Wahlkampfreise voran, obwohl führende Republikaner in einigen Regionen bereits in den Verteidigungsmodus übergegangen sind. Während die Umfragen landesweit auf schwierige Rahmenbedingungen hinweisen – darunter gestiegene Verbraucherpreise mit einer Teuerungsrate von 3,7 Prozent im September im Vergleich zum September 2025 sowie schwächere Arbeitsmarktdaten, bei denen im Vormonat lediglich 29.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden – setzt der 80-jährige Präsident auf eine persönliche Tournee durch das ganze Land.

Wahlkampf in gesicherten Bastionen und überraschende Stopps

Im September hatte der Präsident bei einem Abendessen im Rosengarten des Weißen Hauses angekündigt, für rund 30 anwesende republikanische Kandidaten in umkämpften Regionen zu werben, wobei er von 35 Orten sprach, die er besuchen wolle. Bei diesem Treffen wurden Prime-Aged-Beef-Burger serviert, und der Präsident erklärte den Teilnehmern selbstbewusst, er werde zu jedem einzelnen dieser Plätze reisen. Das Weiße Haus klärte in der Folge jedoch nicht auf, welche spezifischen 35 Orte gemeint waren.

Donald Trump tourt für Wahlkampf durch US-Bundesstaaten
Foto: NPR

In der Praxis hat sich der Reiseplan stark ausgedehnt, und Trump betonte auf dem Tarmac zwischen Stationen in Arizona und Montana, dass er Besuche in Bundesstaaten, die er vor zwei Jahren deutlich gewonnen hatte, auch als Ausdruck der Dankbarkeit und zur Unterstützung großartiger Kandidaten begreift. In Tennessee rief Trump von der Bühne aus in die Menge: Was zum Teufel mache ich eigentlich in Tennessee? Die Reise führte ihn zudem nach Alaska, wo er acht Stunden Flugzeit auf sich nahm, um den Senator Dan Sullivan und den Abgeordneten Nick Begich zu unterstützen. Beide stehen in dem Staat vor unerwartet engen Rennen, obwohl Trump den Staat zuvor mit einem Vorsprung von 13 Punkten gewonnen hatte. Vor jubelnden Anhängern erklärte US-Präsident Donald Trump laut Berichten über den Flugaufwand, dass sich diese Mühe gelohnt habe:

US-Präsident Donald Trump erklärte: Das sind die acht Stunden im Flugzeug wert.

Neben Alaska und Tennessee führten ihn die Reisen im Rahmen seiner westlichen Tournee auch nach Bullhead City in Arizona, wo er unter anderem den Abgeordneten des Repräsentantenhauses von Arizona, Alex Kolodin, unterstützte, sowie nach Kalispell in Montana, wo eine Kundgebung in der Majestic Valley Arena stattfand. Während der Auftritte präsentierte er sich in gewohnter Manier mit seinen bekanntesten Programmpunkten, zu denen seine früheren Wahlerfolge, die Gesetzgebung zu seinem großen Gesetzespaket sowie Vergleiche mit früheren Energiepreisen vor dem Konflikt mit Iran gehören.

Youngstown, Ohio. Tuesday

Strategische Kontraste und finanzielle Schwerpunkte im Endspurt

Demokratische Kandidaten und deren Verbündete haben seit dem 1. September mehr als 163 Millionen US-Dollar für Fernsehwerbung ausgegeben, die den republikanischen Präsidenten erwähnt, wie eine Auswertung von AdImpact-Daten belegt. Demnach wurden Spots mit Bezug zu Trump rund 180.000 Mal im Rundfunk, Kabelfernsehen und Streaming ausgestrahlt. Republikanische Kräfte schalteten im gleichen Zeitraum dagegen nur etwa 16.000 Werbespots zum Preis von geschätzten 11 Millionen US-Dollar.

Republikanische Vertreter wie die Sprecherin des Republican National Committee, Natalie Baldassarre, kritisierten die demokratischen Ausgaben als inhaltsleer und warfen der Partei vor, keinerlei eigene Agenda abgesehen von Untersuchungen, Behinderungen und Impeachments zu verfolgen. Strategen der Demokraten entgegneten hingegen, dass Umfragen und Fokusgruppen die Frage der Bezahlbarkeit als zentrales Anliegen der Wähler ausweisen.

Donald Trump tourt für Wahlkampf durch US-Bundesstaaten
Foto: Yahoo

Forderung nach persönlicher Präsenz und offene Fragen vor dem 3. November

Bei seinen Auftritten betont Trump immer wieder die Bedeutung seiner eigenen Person für die Mobilisierung der Wählerschaft. In Arizona erklärte er vor Anhängern mit der Aufforderung: Ich bin also hier, um zu sagen: Bitte tut so, als würde ich auf dem Stimmzettel stehen, dass die Wähler so tun sollten, als stünde er selbst direkt zur Wahl. Kritiker wie die Landesvorsitzende der Demokraten in North Carolina, Anderson Clayton, warnen hingegen vor einem politischen Bumerangeffekt in North Carolina, das mittlerweile als offenes Rennen eingestuft wird.

November ungewiss.

In einigen Bundesstaaten wie Georgia reisten Parteigrößen an, um Unterstützung zu organisieren, während Wahlkämpfer in Regionen wie Montana ebenfalls auf den direkten Kontakt mit den von wirtschaftlichen Sorgen geplagten Wählern setzen. Republikanische Planer versuchen derweil, sich auf eine Zukunft der Partei nach dem Anführer der letzten Dekade einzustellen.

Donald Trump tourt für Wahlkampf durch US-Bundesstaaten
Foto: AOL.com

Die landesweiten Ausgaben im Endspurt der Wahlen erreichen laut Branchenzahlen insgesamt rund 1,8 Milliarden US-Dollar von Seiten der Demokraten und etwa 2,2 Milliarden US-Dollar von Seiten der Republikaner über alle föderalen, staatlichen und lokalen Ebenen hinweg. Damit bleibt der Ausgang der Kongresswahlen bis zum Wahltag völlig offen.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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