Ab dem 3. November 2026 müssen sämtliche internationalen Flugpassagiere vor dem Abflug in die USA eine neue Gesundheitserklärung abgeben. Die Maßnahme der Gesundheitsbehörde CDC soll das Risiko einer Einschleppung des Ebola-Virus verhindern, gilt unabhängig von der Staatsangehörigkeit und betrifft selbst Reisende, die den Kongo nie besucht haben.
Das neue Formular für alle Flugreisenden in die USA
Reisende aus der Schweiz, Deutschland und der übrigen Welt müssen sich bei Flügen in die Vereinigten Staaten auf eine zusätzliche Formalität einstellen. Die U.S. Centers for Disease Control and Prevention haben eine verbindliche Gesundheitserklärung erlassen, die für sämtliche internationalen Passagiere an Bord greift. Das Dokument trägt den Titel Passenger Disclosure and Attestation to the United States of America und verlangt die schriftliche oder elektronische Bestätigung, dass die betroffene Person in den vergangenen 21 Tagen nicht in der Demokratischen Republik Kongo anwesend war.
Die Vorschrift greift ab dem 3. November 2026 um 23.59 Uhr nach der Ortszeit der US-Ostküste. Maßgeblich ist der Abflugzeitpunkt des jeweiligen internationalen Fluges. Vorerst bleibt die Regelung bis zum 18. Dezember 2026 in Kraft, wobei die US-Behörden je nach Entwicklung der epidemiologischen Lage eine Verlängerung oder eine frühere Aufhebung prüfen können.
Warum die US-Behörden die Gesundheitserklärung anordnen
Auslöser für die neue Verpflichtung ist ein schwerer Ebola-Ausbruch in Zentralafrika. Seit dem Ausbruch des Virus im Mai sind in der Demokratischen Republik Kongo mehr als 10.000 Menschen erkrankt. Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC will mit der systematischen Prüfung verhindern, dass sich der spezifische Erreger in den Vereinigten Staaten ausbreitet.

Bislang konzentrierten sich die Einreisebeschränkungen vor allem auf Personen mit direkter Reisehistorie in betroffene afrikanische Staaten wie den Kongo, Uganda oder den Südsudan. Mit dem neuen Attest wird nun die gesamte Passagierkabine überprüft, um unbemerkte Risiken auszuschließen.
Wer von der Regelung betroffen ist und welche Ausnahmen gelten
Die Pflicht betrifft ausnahmslos jeden Passagier auf einem internationalen Flug in die USA, unabhängig von der eigenen Staatsangehörigkeit oder dem Abflugort. Auch US-Staatsbürger sowie Reisende aus Ländern wie der Schweiz, Kanada, Großbritannien oder Australien müssen das Formular ausfüllen, selbst wenn sie ihren Fuß nie auf den afrikanischen Kontinent gesetzt haben.
Besonders zu beachten ist die Regelung für Transitreisende: Wer lediglich auf einem US-Flughafen umsteigt, fällt ebenfalls unter die Anordnung. Als Aufenthalt im Risikogebiet gilt zudem jeder Zwischenstopp an einem kongolesischen Flughafen, selbst wenn die Reisenden das Flugzeug während des Stopps nicht verlassen haben. Ein reiner Überflug ohne Landung zählt hingegen nicht als Aufenthalt.
Wie Fluggesellschaften die Vorgabe kontrollieren
Die Airlines übernehmen die praktische Umsetzung der Anordnung. Sie sind verpflichtet, die ausgefüllte und unterschriebene Erklärung vor dem Einstieg einzuholen. Fluggesellschaften können das Dokument im Rahmen des Online-Check-ins digital integrieren oder Papierformulare ausgeben. Für jedes Kind unter 18 Jahren können Eltern oder andere Sorgeberechtigte unterschreiben.
Wer das Dokument verweigert oder nicht vorlegt, erhält kein Ticket und wird von der Beförderung ausgeschlossen. Zudem müssen die Fluggesellschaften alle gesammelten Erklärungen für die Dauer von mindestens 42 Tagen nach der Ankunft im Zielland aufbewahren. Die neue Gesundheitserklärung ersetzt dabei keine bestehenden Formalitäten und tritt als zusätzlicher Schritt neben das ESTA-Verfahren oder ein reguläres Visum.
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