Apple hat ein kostenloses Software-Update für sein Kreativ-Abo Creator Studio angekündigt, das im November erscheint. Die Aktualisierung bringt erweiterte KI-Assistenten von OpenAI und Apple in Logic Pro, Pages, Numbers und Keynote sowie die direkte Integration von MotionVFX-Effekten in Final Cut Pro und generative Bildbearbeitung in Pixelmator Pro.
Kostenloses November-Update erweitert Apple Creator Studio
Kreative auf Mac, iPad und iPhone erhalten im November zahlreiche neue Werkzeuge für Video-, Audio- und Bildbearbeitung. Apple hat wegweisende Neuerungen für Apple Creator Studio vorgestellt, die für bestehende Abonnenten als kostenloses Update im App Store bereitstehen. Die Anpassungen umfassen fast alle Programme des Pakets und bringen tiefe KI-Integrationen sowie professionelle visuelle Effekte direkt in die Anwendungen.
Das Abonnement kostet regulär 12,99 Euro pro Monat beziehungsweise 129 Euro im Jahr und lässt sich über die Familienfreigabe mit bis zu sechs Personen nutzen, wie weitere Einzelheiten zum Software-Abo zeigen. Während die Basisversionen von Programmen wie Pages, Numbers und Keynote weiterhin kostenlos bleiben, richten sich die neuen Premiumfunktionen und KI-Werkzeuge an die Abonnenten des Creator Studios. Neue Abonnenten können den Dienst einen Monat lang kostenlos testen, und beim Kauf eines qualifizierten Mac oder iPad sind unter bestimmten Voraussetzungen drei kostenlose Monate enthalten.

MotionVFX-Integration und erweiterte Bildbearbeitung in Final Cut Pro
Eine der umfangreichsten Neuerungen betrifft die Videoschnittsoftware auf dem Mac. Apple integriert Inhalte von MotionVFX direkt in die Videoschnittsoftware, wodurch Editoren ohne separate Installation auf Tausende Vorlagen, Titel, Übergänge und Grafikelemente zugreifen können. Zum Funktionsumfang gehören zudem Werkzeuge für Rotoscoping, Tracking und Farbkorrektur.
Zusätzlich können Anwender direkt aus der Timeline auf den Content Hub zugreifen, der von Apple kuratierte Stock-Videos bereitstellt. Die Zusammenarbeit mit Pixelmator Pro wird ebenfalls deutlich vereinfacht: Jedes Bild aus der Timeline lässt sich direkt in Pixelmator Pro öffnen, dort bearbeiten und automatisch im Projekt speichern, ohne dass ein erneuter Import nötig ist.
Generatives Füllen und KI-Assistenz für Logic Pro und Büroanwendungen
Mit der Funktion Generate Fill
hält eine generative Bildbearbeitung Einzug in Pixelmator Pro. Nutzer wählen einen Bereich aus und beschreiben per Texteingabe die gewünschte Änderung, während die Software Beleuchtung, Perspektive und Textur der Umgebung automatisch berücksichtigt. Im Dezember ergänzt Apple das Programm um die direkte Bearbeitung von Bildern sowie die Erzeugung bearbeitbarer Formen anhand von Textbeschreibungen.
Auch die Musikproduktion profitiert von neuen Werkzeugen. Für Logic Pro steht eine Betaversion eines intelligenten Helfers bereit, der auf Apple-Modellen und OpenAI basiert und bei Produktionsabläufen, beim Start eines neuen Songs, bei der Einrichtung einer Gesangsspur anhand einer einzigen Eingabe oder bei der Überarbeitung eines laufenden Projekts unterstützt. Vorausgesetzt werden hierfür ein Mac mit Apple-Intelligence-Unterstützung und macOS 27; zu Beginn wird ausschließlich US-Englisch unterstützt. Zudem kann der Stem Splitter von Logic Pros nun Schlagzeugspuren isolieren, ohne dass die ursprünglichen Mehrspuraufnahmen benötigt werden.

Für die Nutzung der Assistenten sind ein Apple-Intelligence-kompatibles Endgerät mit iOS 27, iPadOS 27 oder macOS 27 sowie vorerst US-Englisch als Sprache erforderlich. Die neu integrierte Unterstützung für das Model Context Protocol (MCP) ermöglicht es externen KI-Agenten und Tools, über bereitgestellte Schnittstellen auf Funktionen anderer Anwendungen zuzugreifen. Keynote unterstützt künftig zudem das offene, JSON-basierte Format .keyx
zur leichteren Verarbeitung durch externe Anwendungen.