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Nachrichten

Weißes Haus schließt Politico von Air Force One aus

Die US-Regierung hat das Medienunternehmen Politico von einer Reise an Bord der Air Force One nach Nebraska ausgeschlossen. Der Schritt am 5. Oktober 2026 vertieft den heftigen Streit über die Pressefreiheit, nachdem das Weiße Haus zuvor bereits mehreren Journalisten den Zugang entzogen hatte.

Ausschluss von Politico bei Flug nach Nebraska

Präsident Donald Trump ist zu einer Kundgebung nach Nebraska gereist, ohne dass ein primärer Printjournalist den Flug begleitete. Das Weiße Haus sperrte Politico von der Reise an Bord der Air Force One aus, obwohl das Medienunternehmen als feste Vertretung für den Print-Reisepool eingeteilt war. Ein Sprecher des Mediums bestätigte die Maßnahme gegenüber Nachrichtenquellen. Das Weiße Haus wandte sich laut der Washington Post an zahlreiche andere Medien, um einen Ersatz für den Außenpool zu finden, doch alle kontaktierten Redaktionen lehnten ab.

Der Vorfall markiert eine Premiere in jüngster Zeit. Es ist das erste Mal, dass eine Präsidentenreise ohne einen regulären Hauptberichterstatter der Zeitungen stattfindet. Da keine andere Publikation den Platz übernahm, gab es an Bord keinen primären Print-Pooler, der Berichte für Nachrichtenagenturen und Tageszeitungen verschickte. Der Nachrichtensender CNN berichtete zuerst über den Ausschluss, den Vertreter der Regierung unter anderem damit begründeten, dass das Mitfliegen an Bord kein Recht, sondern ein Privileg darstelle.

Trump's Press Pool Purge Expands as Politico Faces New Air Force One Ban - Newsweek
Foto: newsweek.com

Reaktionen im Pressekorps und Haltung der Regierung

Nachdem das Weiße Haus vergeblich versucht hatte, andere Medienhäuser als Ersatz zu finden, arrangierten sich the verbliebenen Berichterstatter neu. Die Washington Post schickte eine sekundäre Print-Journalistin mit, die gelegentlich Notizen versendete, während CBS News die TV-Pool-Notizen über die White House Correspondents’ Association an die Kolleginnen und Kollegen weiterleitete. Ein CBS-Produzent namens Josh Gross hielt in einem Bericht fest, dass wegen des fehlenden primären Vertreters die TV-Notizen gleichzeitig geteilt würden und das Weiße Haus keinen Ersatz beschaffen konnte.

„Präsident Trump ist der zugänglichste Präsident in der amerikanischen Geschichte […] und er wird der Presse weiterhin ein beispielloses Maß an Zugang gewähren.

Weißes Haus, offizielle Stellungnahme

Die Regierung betonte zudem in einem Statement, dass der Präsident offene Presseereignisse abhalte, ungefilterte Fragen direkt entgegennehme und direkt auf seinem Konto bei Truth Social poste. Die Betroffenen verweisen hingegen auf laufende juristische Auseinandersetzungen. Die White House Correspondents’ Association, das Reporters Committee for Freedom of the Press sowie eine Gruppe von 49 Medienorganisationen hatten im Vormonat einen juristischen Schriftsatz zur Unterstützung eingereicht. Eine Anhörung vor Richter Kelly ist für Donnerstag angesetzt, während eine einstweilige Verfügung am 8. Oktober ausläuft.

Afternoon headlines: Trump bans Politico from Air Force One, escalating battle over media access

Aktueller Stand des Rechtsstreits um den Zugang zum Weißen Haus

Der Vorfall steht in direktem Zusammenhang mit einem schwelenden Konflikt. Am 18. September 2026 hatte die Regierung Politico, CNN und MS NOW von den Presseräumlichkeiten ausgeschlossen und dies mit angeblichen Falschberichten begründet. Trump warf den Organisationen auf Truth Social vor, konstante Falschmeldungen sowie Fiktion und Lügen zu verbreiten. Ein Bundesrichter ordnete daraufhin eine vorübergehende Wiederherstellung der Akkreditierungen an, doch strittig blieb, ob diese Verfügung auch für begrenzte Bereiche wie die Air Force One oder das Oval Office gilt.

Kommunikationsdirektor Steven Cheung erklärte, das Gericht habe den Zugang zum Weißen Haus erneuert, was sich jedoch von der Zulassung zu Veranstaltungen im Oval Office oder an Bord der Air Force One unterscheide. Korrespondenten wie Betsy Klein von CNN und Akayla Gardner von MS NOW waren in diesem Zuge der Gebäude verwiesen worden. In einem separaten Verfahren ficht auch die Nachrichtenagentur Associated Press Einschränkungen als unzulässige Form der Weltanschauungsdiskriminierung an. Reuters, HuffPost und andere Outlets sahen sich ebenfalls mit Einschränkungen konfrontiert, während Reuters betonte, weiterhin unabhängig und akkurat über das Weiße Haus berichten zu wollen.

Weißes Haus schließt Politico von Air Force One aus
Foto: nbcnews.com
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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