[block type=“core/paragraph“ {„className“: „lead“} /] Der Schweizer Telekommunikationsanbieter Salt hat am 11. September 2026 einen potenziellen Sicherheitsvorfall bestätigt. Zwar bleiben die genauen Auswirkungen unklar, doch Kunden berichten in Foren bereits von ungewollten Anrufen. Branchenberichte verweisen auf im Darkweb vermarktete Datensätze, während das Unternehmen betroffene Zugänge umgehend sicherte.
Salt bestätigt Vorfall vom 11. September 2026
[block type=“core/paragraph“ /] Der Schweizer Telekommunikationsdienstleister Salt hat einen potenziellen Sicherheitsvorfall eingeräumt und seine Kundinnen und Kunden am Freitag über die Vorkommnisse informiert, nachdem im Internet Online-Meldungen über ein mögliches Kundendatenleck aufgetaucht waren. Das Ereignis steht im Zusammenhang mit der missbräuchlichen Nutzung eines bestehenden Zugangs zu einem peripheren System, wie aus Mitteilungen des Unternehmens hervorgeht. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich bei dem Vorfall ausdrücklich nicht um den Hackerangriff im herkömmlichen Sinne. Ein Eindringen in die zentralen Systeme des Mobilfunkanbieters habe demnach nicht stattgefunden, der Fokus der Untersuchung liegt stattdessen auf dem Zugriff zu einem Randsystem, über das unbefugte Aktivitäten verzeichnet wurden.
[block type=“core/heading“ {„level“: 2} /] Betroffene Kundendaten und Art des Zugriffs bei Salt
[block type=“core/paragraph“ /] Nach offiziellen Angaben des Unternehmens sind bei dem Vorfall ausschließlich bestimmte persönliche Angaben kompromittiert worden. Dazu gehören Vor- und Nachname, die Postadresse, Mobiltelefonnummer, das Geburtsdatum sowie die E-Mail-Adresse. Besonders sensible Informationen wie Passwörter, Bankdaten oder Verlaufsdaten zur Kundennutzung sind nach aktuellem Kenntnisstand jedoch nicht betroffen und blieben sicher.
[block type=“core/paragraph“ /] Das Unternehmen erklärte in der an die Kundschaft verschickten E-Mail, den Sachverhalt umfassend geprüft zu haben und versicherte, dass in den eigenen Systemen kein unbefugter Zugriff festgestellt wurde. Stattdessen gibt Salt an, einen Missbrauch eines bestehenden Zugriffs auf ein Peripheriesystem festgestellt zu haben. Die betroffenen Zugänge wurden umgehend gesichert und die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.
[block type=“core/heading“ {„level“: 2} /] Reaktionen der Kundschaft und Berichte über verdächtige Anrufe
[block type=“core/paragraph“ /] Trotz der offiziellen Mitteilungen zeigen sich Kundinnen und Kunden verärgert. Auf Reddit berichten Nutzerinnen und Nutzer von ungewollten Anrufen und Vorfällen in den letzten Tagen. Ein User schreibt: «Kein Wunder, dass ich seit letzter Woche täglich zwei bis vier Betrugsanrufe bekomme.» Ein weiterer berichtet, er oder sie habe erst vor zwei Tagen mehrere Betrugsanrufe erhalten und sich gefragt, wie das möglich sei: «Jetzt weiss ich es».
[block type=“core/paragraph“ /] Zudem gab es Kritik an der Kommunikation des drittgrößten Telekommunikationsanbieters in der Schweiz. Einige hätten gar keine E-Mails gekriegt, andere hätten geglaubt, es handle sich auch dort um Spam – die E-Mail mache einen «amateurhaften Eindruck», so ein User. Ein weiterer erzählt: «Ich habe die E-Mail gerade erst erhalten und habe den Link dann selbst in die Adressleiste meines Browsers eingegeben, weil mir das Ganze verdächtig vorkam.» In Online-Foren diskutieren Kundinnen und Kunden zudem über rechtliche Schritte gegen Salt, zum Beispiel mit einer Klage wegen Fahrlässigkeit und Anzeige beim Bundesamt für Cybersicherheit BACS. Ein User schreibt: «Jemand muss vor Gericht gehen und all diesen Firmen klarmachen, dass sie dafür bezahlen müssen, wenn sie diesen Mist nicht in den Griff bekommen.»
[block type=“core/heading“ {„level“: 2} /] Darkweb-Kampagne und offene Fragen zum Ausmaß des Datenabflusses
[block type=“core/paragraph“ /] Über das genaue Ausmaß des Vorfalls herrscht weiterhin Unklarheit. In seiner Mitteilung gibt Salt nicht an, wie viele Kundinnen und Kunden davon betroffen sein könnten und ob die Daten tatsächlich gestohlen wurden. Bereits Ende August berichtete das Portal Brinztech über Akteure aus dem Darkweb, die eine illegale Verkaufskampagne gestartet hätten, in deren Rahmen ein riesiger Datensatz mit mehr als 1,09 Millionen Kundendatensätzen vermarktet würde, die dem Schweizer Telekommunikationsanbieter Salt Mobile zugeschrieben werden.
Salt-Sicherheitsvorfall: 1,09 Millionen Kundendaten gefährdet
[block type=“core/paragraph“ /] Diese Zahl wurde von Salt bisher weder bestätigt noch ausdrücklich dementiert. Das Unternehmen blieb bei der Linie, die Anzahl der betroffenen Kundinnen und Kunden vorerst nicht näher zu spezifizieren. Auf Anfrage von watson gibt Salt keine weiteren Informationen heraus: Da die Untersuchungen weiterhin liefen, könne das Unternehmen derzeit keine weiteren Angaben machen, weshalb es noch immer unklar ist, wie viele Kundendaten genau betroffen sind und wann genau der Vorfall geschah.

[block type=“core/heading“ {„level“: 2} /] Vorsichtsmaßnahmen für Betroffene
[block type=“core/paragraph“ /] Angesichts der potenziellen Datenkompromittierung rät das Unternehmen zu erhöhter Wachsamkeit. Salt schreibt: «Seien Sie vorsorglich besonders aufmerksam bei verdächtigen E-Mails, SMS oder Anrufen, in denen diese Angaben verwendet werden.» Gleichzeitig betonte der Anbieter, dass Salt oder seine Partner die Kundinnen und Kunden niemals per E-Mail, SMS oder Telefon dazu auffordern würden, ein Passwort, Bankdaten oder andere vertrauliche Informationen bekannt zu geben.
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