Der Schweizer Leitindex SMI hat die Handelswoche am Freitag mit einem leichten Plus von 0,28 Prozent bei 13.660,92 Punkten beendet, nachdem er zuvor vier Tage in Folge Verluste verzeichnet hatte. Getragen wurde die moderate Erholung vor den US-Arbeitsmarktdaten vor allem von ABB und Swiss Re, während Pharmaschwergewichte bremsten.
SMI schliesst nach verlustreicher Woche im Plus
Am Ende stand ein schmales Plus auf der Kurstafel. Der SMI tendierte im SIX-Handel zum Handelsende um 0,28 Prozent stärker bei 13.660,92 Punkten, wie Daten der Börse zeigen. Im Tagesverlauf bewegte sich der Index zwischen einem Tiefststand von 13.578,54 Punkten und einem Höchststand von 13.751,67 Einheiten. Die Gesamtkapitalisierung der im Leitindex enthaltenen Unternehmen belief sich auf 1,580 Billionen Euro, wie die Berichterstattung aus Zürich belegt.
Trotz des versöhnlichen Abschlusses am Freitag stand auf Wochensicht ein Minus von 2,66 Prozent zu Buche. Vier Verlusttage in Serie hatten den Markt zuvor stark unter Druck gesetzt. Ausgelöst wurde die Nervosität zu Wochenbeginn unter anderem durch steigende Anleiherenditen, Inflationssorgen und geopolitische Spannungen, die den Ölpreis zeitweise über 103 US-Dollar trieben, bevor dieser sich wieder knapp unter die Marke von 100 Dollar zurückzog.

ABB und Swiss Re treiben den Schweizer Leitindex an
Unter den 20 SMI-Einzeltiteln schlossen am Freitag 15 Unternehmen mit Kursgewinnen, während fünf im Minus landeten. An der Spitze der Gewinnerliste standen ABB mit einem Plus von 2,86 Prozent auf 81,90 CHF sowie Sika, die um 2,60 Prozent auf 183,80 CHF zulegten. Auch Swiss Re verzeichnete einen starken Tag und stieg um 1,76 Prozent auf 141,45 CHF.
Analysten hoben zudem hervor, dass Swiss Re im laufenden Jahr 2026 laut FactSet-Schätzungen das niedrigste Kurs-Gewinn-Verhältnis im Index aufweist. Auf der anderen Seite der Bilanz büsste die Partners Group-Aktie zwar keine Kursgewinne ein, lockt Anleger 2026 laut denselben Schätzungen jedoch mit einer voraussichtlich höchsten Dividendenrendite von 7,67 Prozent im Vergleich zu den übrigen Indexmitgliedern.
Pharmaschwergewichte und Roche als Bremsklotz
Grössere Avancen des Gesamtmarktes wurden vor allem von den defensiven Pharmagewichten verhindert. Novartis gab um 1,46 Prozent auf 116,34 CHF nach, während Roche um 0,95 Prozent auf 345,70 CHF absackte. Die Aktien von Roche weisen im SMI nach wie vor den höchsten Börsenwert auf.
Zusätzlich sorgte Novartis mit strategischen Schritten für Gesprächsstoff im Markt. Der Pharmakonzern hat ein Lizenzabkommen zum RNA-Portfolio mit Abogen erweitert. Die Basler lassen sich diesen Schritt 575 Millionen US-Dollar im Voraus sowie mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu 7,2 Milliarden US-Dollar kosten. In Marktkreisen wurde diese Transaktion jedoch durchaus kritisch beurteilt, da das Unternehmen zuletzt sehr aktiv bei Zukäufen agierte und die hohe Taktfrequenz nicht durchweg auf positive Resonanz stösst.
Bewegungen im breiten Markt und Julius Bär mit Aktienrückkauf
Ausserhalb des Leitindex gab es beim breiten Markt und dem SMIM ebenfalls nennenswerte Kursbewegungen. Der SMIM schloss 0,45 Prozent höher bei 3.051,53 Punkten, und der SPI gewann 0,34 Prozent auf 19.397,24 Zähler hinzu. Im Fokus stand dabei Julius Bär: Die Privatbank kündigte an, innerhalb einer Frist von einem Jahr eigene Aktien im Wert von bis zu 600 Millionen Franken zurückzukaufen. Während einige Marktbeobachter damit ihre Erwartungen erfüllt sahen, hatten andere Analysten noch grössere Volumen erwartet.
Deutliche Abgaben musste hingegen Gurit hinnehmen, deren Aktie nach einer Herabstufung durch die UBS um 16 Prozent einbrach, wenngleich das Papier damit im Vergleich zu Ende 2025 immer noch knapp das Fünffache seines Wertes hält. Aufs Gesamtjahr 2026 gesehen verzeichnet der SMI trotz der schwachen Woche seither ein Plus von 3,12 Prozent.
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