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Sport

FC Basel: Sandro Wagner gilt als Favorit auf Lichtsteiner-Nachfolge

Nach der Trennung von Stephan Lichtsteiner steht Sandro Wagner beim FC Basel ganz oben auf der Liste für den Cheftrainerposten. Der 38-Jährige soll den Interimscoach Luigi Nocentini zeitnah ablösen. Für den ehemaligen deutschen Nationalspieler wäre die Aufgabe in der Super League die erste Auslandsstation seiner Trainerlaufbahn. Die Trennung von Stephan Lichtsteiner kam überraschend, aber im Nachhinein nicht unerwartet, nachdem der Verein zuletzt zwei Heimniederlagen hinnehmen musste.

Sportliche Talfahrt führt zur Entlassung von Stephan Lichtsteiner

Beim FC Basel hat eine sportliche Talfahrt das Aus für Stephan Lichtsteiner besiegelt. Nach sieben Spieltagen in der Super League standen für den Traditionsverein lediglich zehn Punkte auf dem Konto. Aus den jüngsten drei Partien innerhalb von nur acht Tagen holte die Mannschaft magere einen Zähler. Die Entscheidung der Verantwortlichen folgte unmittelbar auf eine 1:3-Niederlage gegen den FC Lugano am vergangenen Sonntag, die schließlich den Ausschlag für die sofortige Freistellung gab. Acht Monate stand Lichtsteiner im Amt, bevor er und sein Co-Trainer Mario Cantaluppi ihre Posten räumen mussten. Unter der Leitung des Duos holte das Team in 27 Partien im Schnitt magere 1,22 Punkte pro Partie. Laut Berichten war dies die schlechteste Bilanz seit Jörg Berger, der 1997 nur zwei von 14 Spielen gewinnen konnte und damals einen Schnitt von 0,57 Zählern aufwies. Nocentini führt das Team bis zu einer Neubesetzung interimistisch.

Hinter den Kulissen wogen die sportlichen Probleme schwerer als reine Resultate. In einem Statement erklärte der Klub, dass angestrebte Entwicklungen und Verbesserungen in der täglichen Führung und Weiterentwicklung der Mannschaft nicht wie erwartet eingetreten seien.

Sandro Wagner als Wunschkandidat für die Nachfolge

Die Suche nach einem Nachfolger läuft unter Hochdruck, und die Spur führt direkt nach Deutschland. Nach Informationen des „Kicker“ hat der 21-fache Schweizer Meister Sandro Wagner ins Visier genommen, und Rotblau zählt den meinungsstarken Ex-Profi zu den Wunschkandidaten. Der 38-Jährige könnte den aktuellen Interimstrainer Luigi Nocentini zeitnah beerben. Nocentini übernimmt die Betreuung der Mannschaft vorerst interimsweise, da ein Nachfolger händeringend gesucht wird.”

FC Basel: Sandro Wagner gilt als Favorit auf Lichtsteiner-Nachfolge
Photo: bazonline.ch

Für Wagner wäre ein Engagement in der Schweiz die erste Auslandsstation als Trainer. Zuvor stand er im Nachwuchsbereich des DFB an der Seitenlinie, dann bei der U19 der SpVgg Unterhaching und schließlich auch im Seniorenbereich der SpVgg. Er führte die SpVgg Unterhaching zwischen 2021 und 2023 in die 3. Liga, ehe er im Sommer 2023 zunächst Co-Trainer der deutschen U20 und wenig später Assistent von Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der A-Nationalmannschaft wurde – nachdem er zuvor nach zwei Monaten unter dem damaligen Interims-Bundestrainer Rudi Völler als Assistent begonnen hatte. Nach zwei Jahren beendete Wagner seine Arbeit beim DFB und ging sein erstes Bundesliga-Engagement beim FC Augsburg ein. Dort hatte er im Juli 2025 mit großen Vorschusslorbeeren und als Nachfolger von Jess Thorup die Saison 2025/26 mit einem 3:1-Auswärtssieg begonnen, zog einen medialen Ansturm an, musste den Verein nach nur 14 Spielen und einem Punkteschnitt von 0,93 im Dezember 2025 jedoch bereits wieder verlassen. Der FCA entschied sich für getrennte Wege mit dem einstigen Mittelstürmer und setzte auf Manuel Baum, der für Stabilität sorgte und eine Vertragsverlängerung vorgelegt bekam.

FC Basel: Sandro Wagner gilt als Favorit auf Lichtsteiner-Nachfolge
Photo: fussballdaten.de

In den vergangenen Monaten hat sich Wagner eine Auszeit genommen, nachdem er im Januar bereits mit Basel in Verbindung gebracht worden war, woraus bekanntlich nichts wurde. Auch gab es Interesse aus England von Ipswich Town, die im Juni einen Nachfolger für Kieran McKenna suchten. Nun könnte Wagner wirklich beim FC Basel anheuern. Zu seiner beruflichen Zukunft hatte sich Wagner im Sommer gegenüber dem „Kicker“ geäußert: „Die nächste Entscheidung möchte ich so treffen, dass sie für beide Seiten passt. Ich bin jung, ich bin 38, ich mache diesen Job aus Überzeugung. Und ich möchte, dass die nächste Situation passt. Wenn etwas Spannendes, Richtiges dabei ist, das für beide passt, dann findet man zusammen. Und wenn nicht, dann warte ich.”

Verbindungen an den Rhein und Valentin Stocker

Verbindungen an den Rhein gibt es bereits im Management. Valentin Stocker, der heutige sportliche Leiter des FC Basel, war während seiner Zeit bei Hertha BSC einer von Wagners Mitspielern, als der ehemalige Nationalspieler dort unter anderem neben dem FC Bayern München, Hoffenheim und Werder Bremen auflief.

Sandro Wagner über die Bayern-Rückkehr & seinen steinigen Weg ganz nach oben | Phrasenmäher (2/2)

Übergangsphase und Zeitplan in der Super League

Da der FC Basel im Rahmen der achten Runde am Sonntag in Luzern gefordert ist, streben die Basler Verantwortlichen eine zeitnahe Lösung an. Bei dieser Auswärtspartie in der Zentralschweiz wird Luigi Nocentini die Mannschaft coachen. Der Italiener wird Basel so lange ad interim führen, bis die Nachfolge des am Mittwoch entlassenen Stephan Lichtsteiner geregelt ist. Nach dem Spiel in Luzern trifft der FCB am 20. September auf den FC St. Gallen. Danach ruht die Super League für drei Wochen, und in dieser Zeit wird der neue Trainer des FC Basel intensiv mit seiner Mannschaft arbeiten können.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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