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Welt

Scheibtisch: Schwertangriff in Fagersta tötet 17-jähriges Mädchen

Ein 18-jähriger Mann hat am Freitag an einer Schule im schwedischen Fagersta mehrere Menschen mit einem Schwert attackiert. Dabei starb ein 17-jähriges Mädchen, drei weitere Jugendliche wurden verletzt. Die Polizei nahm den Verdächtigen kurz nach dem Alarm fest. Schweden steht nach der Bluttat tief unter Schock.

August 2026, erschüttert. Um 14.06 Uhr ging der Alarm bei den Einsatzkräften ein. Nur zehn Minuten später, um 14.16 Uhr, hatten die alarmierten Beamten den mutmasslichen Täter überwältigt und festgenommen.

Das Opfer und die Verletzten in Fagersta

Bei dem getöteten Menschen handelt es sich um ein 17 Jahre altes Mädchen, wie die Zeitung «Fagersta-Posten» am Samstagmorgen unter Berufung auf die Familie des Opfers berichtete. Weitere schwedische Medien, darunter die Nachrichtenagentur TT sowie der schwedische Rundfunk, übernahmen die Meldung. Bei dem Angriff am Freitag in Fagersta nordwestlich von Stockholm waren drei weitere Jugendliche verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Ein Jugendlicher konnte mittlerweile aus dem Spital entlassen werden, wie Behörden am Samstag berichteten. Zwei Buben im Alter zwischen 12 und 17 Jahren, von denen einer notoperiert werden musste, werden weiterhin im Spital behandelt. Ihr Zustand sei stabil. Zu dem Vorfall kam es in der Stadt Fagersta nordwestlich von Stockholm.

Scheibtisch: Schwertangriff in Fagersta tötet 17-jähriges Mädchen
Photo: Grenchnertagblatt

Der mutmassliche Täter – ein 18-jähriger Mann – wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen und befindet sich in Polizeigewahrsam beziehungsweise Untersuchungshaft. Informationen des schwedischen Rundfunks zufolge soll es sich um einen früheren Schüler der weiterführenden Schule handeln, und er soll sich deshalb Zutritt verschaffen können. Die Polizei fand eine tote Person im Gebäude, wie ein Sprecher bei einer Pressekonferenz am Freitagabend sagte. Zu dem Vorfall kam es in der Stadt Fagersta nordwestlich von Stockholm. Der mutmaßliche Täter hat Verbindungen zu zwei Adressen in Fagersta, sagte ein Polizeisprecher, und dort hätten Durchsuchungen stattgefunden. «Wir haben momentan keinen Anlass zu der Annahme, dass es weitere Täter gibt», sagte der Sprecher. Mit weiteren Informationen hielt sich die Polizei zunächst zurück, da es sehr viele Zeugen in dem Fall gebe. «Wir wollen keine Zeugen beeinflussen, die noch nicht befragt wurden.» Ein Schüler erzählte dem schwedischen Fernsehen, er habe dramatische Szenen gesehen, als der Angreifer auf mehrere Menschen losging.

Ermittlungen und offene Fragen zum Motiv

Zum Motiv ist noch nichts beziehungsweise bislang nichts bekannt. «Es ist zu früh, um etwas zu einem möglichen Motiv zu sagen», so ein Polizeisprecher. Dem schwedischen Rundfunk zufolge soll es sich bei den Verletzten um minderjährige Jungen handeln. Das 17 alte Mädchen scheint ein Zufallsopfer gewesen zu sein, wie der örtliche Polizeichef Tommy Alriksson der Nachrichtenagentur TT zufolge sagte. Bislang werde nicht davon ausgegangen, dass die Tat angekündigt wurde. Erste Berichte, denen zufolge der Täter angeschossen wurde – laut Boulevardmedien wurde dem Angreifer ins Bein geschossen und die Polizei gab Schüsse ab –, dementierte die Polizei in Teilen beziehungsweise berichtete die Mitteilung, dass die Polizei Schüsse abgab. Ermittelt wird nach Angaben aus Berichten wegen Mordes und versuchten Mordes.

Nach dem tödlichen Angriff auf ein 17-jähriges Mädchen in einer Kleinstadt nordwestlich von Stockholm steht Schweden unter
Photo: Watson

Reaktionen in Schweden und historische Erinnerungen

An den Abenden nach dem erschreckenden Angriff mit einem Schwert auf Schülerinnen und Schüler verwandelte sich die Wiese vor dem unscheinbaren Gebäude im schwedischen Fagersta in ein Lichtermeer. Mit Hunderten Kerzen und Blumen gedachten die Menschen in der Kleinstadt nordwestlich von Stockholm der Opfer, wie am Samstag, dem 22. August 2026, dokumentiert wurde. Am Wochenende legten Menschen Blumen und Kerzen an einer provisorischen Gedenkstätte nieder.

Schweden: 17-Jährige stirbt bei Schwert-Angriff in Schule

«Unsere Gedanken sind bei all den Familien, die davon so schrecklich getroffen wurden»

Ulf Kristersson, schwedischer Regierungschef

Dies sagte der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson, nachdem auch er am Wochenende einen Blumenstrauss beziehungsweise Blumenstrauß niedergelegt hatte. «Was nicht geschehen darf, ist erneut geschehen.» Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson und die Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei, Magdalena Andersson, besuchten die provisorische Gedenkstätte vor der Schule in Fagersta. Vergleichbare Angriffe auf Bildungseinrichtungen, 2025 in Örebro und 2015 in Trollhättan, hatten Schweden in einen Schockzustand versetzt.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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