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Sven Schulze räumt handwerklichen Fehler bei CDU-Wahlplakaten ein

Nach heftigem Internet-Spott über identische Personen auf CDU-Wahlplakaten in Sachsen-Anhalt hat Spitzenkandidat Sven Schulze einen handwerklichen Fehler eingeräumt. Auf den Motiven zur Landtagswahl war dieselbe Frau einmal im Rollstuhl und einmal stehend neben dem Politiker zu sehen, was in sozialen Medien scharfe Kritik und Häme auslöste.

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze verteidigt sich gegen die Häme in den sozialen Netzwerken. Auf einem Plakat der CDU in Sachsen-Anhalt saß eine Frau im Rollstuhl, während auf einem direkt folgenden Motiv genau dieselbe Person stehend an der Seite des CDU-Spitzenkandidaten Sven Schulze abgebildet war unter dem Slogan „Gute Medizin überall im Land“. Dreieinhalb Wochen vor der Landtagswahl zeigte sich der CDU-Spitzenkandidat auf Wahlplakaten seiner Partei mit der vermeintlichen Rollstuhlfahrerin. Die optische Dopplung rief umgehend Internetnutzer auf den Plan, die dem Politiker daraufhin sarkastisch übersinnliche Fähigkeiten unterstellten.”

Häme im Netz und Reaktionen aus der Politik

Auf der Plattform X reagierten User mit scharfer Ironie auf die Plakatmotive und bezeichneten den CDU-Politiker hämisch als „Jesus“ und „Wunderheiler“ in „Messias-Pose“. Auch prominente Stimmen schalteten sich ein; so kommentierte der AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah das Geschehen mit den Worten: „Mit Schulze kann man nur noch Mitleid haben: Losers gonna lose!“. Andere Accounts stellten Fragen wie: „Scheuen sie die Öffentlichkeit so sehr und umgeben sich nur noch mit Statisten?“ und ergänzten: „Ob er auch über Wasser gehen kann?“. Wie das wiederum aussehen könnte, hat jemand per Künstlicher Intelligenz visualisiert, wobei Schulze mit einem Brot und einem Fisch unter den Armen über einen See läuft und verspricht, „Wasser zu Weinzu verwandeln.””””””

CDU

In der CDU hält sich das Verständnis für die Aufregung in Grenzen. Eine Sprecherin der Partei erklärte gegenüber „Bild“: „Auf unseren Plakaten sind Menschen aus Sachsen-Anhalt zu sehen, die uns von ihren Erfahrungen und aus ihrem Alltag erzählt haben. So auch diese Frau auf diesen beiden Motiven. Die Parteisprecherin fügte hinzu: „Wer nach einer ärztlichen Behandlung oder einem Krankenhausaufenthalt zeitweise im Rollstuhl sitzt oder auf Unterstützung angewiesen ist, kann selbstverständlich trotzdem laufen.

Sven Schulze räumt handwerklichen Fehler ein

Angesichts der anhaltenden Online-Debatte meldete sich der sachsen-anhaltische Ministerpräsident schließlich selbst zu Wort. In einem auf der Plattform X sowie auf Instagram veröffentlichten Video wies er die spöttischen Vergleiche zurück. „Ich habe in dieser Woche im Internet gelernt, dass ich heilen kann, schilderte Schulze in dem Instagram-Video. Nach Diskussionen um seine Wahlplakate räumte der CDU-Spitzenkandidat einen Fehler ein.

Sven Schulze räumt handwerklichen Fehler bei CDU-Wahlplakaten ein

„Dieselbe Frau an einem Tag in zwei Situationen zu fotografieren, war handwerklich vielleicht nicht klug. Das stimmt – machen wir beim nächsten Mal besser, sagte Schulze in einem Video bei X.

Zugleich grenzte sich der Politiker von den Heilsversprechen ab, die ihm im Netz scherzhaft angedichtet wurden. „Nun stimmt es leider nicht: Wunder, die kann ich Ihnen nicht versprechen“, erklärte der Regierungschef. Er trete jedoch dafür ein, dass jeder Mensch in Sachsen-Anhalt einen Arzt in seiner Nähe erreichen könne, und sagte: „Aber dass ein Arzt in erreichbarer Nähe ist, wenn Sie ihn brauchen, dafür trete ich als Ministerpräsident an.”

Bürgerinteressen im Wahlkampf: Ärztemangel im Fokus

Sven Schulze

Während sich die Debatte im Internet dynamisch drehte, betonte der CDU-Politiker, dass er im Land unterwegs sei. In seinem Video tat Schulze die Kritik als reine Online-Debatte ab. Auf die Plakate sei er dabei kein einziges Mal angesprochen worden, während die Bevölkerung sich vielmehr für den Ärztemangel und die Pflegesituation im Land interessiere, wie es ihm bei Wahlkampfveranstaltungen vermittelt werde.

Sven Schulze räumt handwerklichen Fehler bei CDU-Wahlplakaten ein

Die tatsächlichen Fragen der Bürger drehten sich um andere Themen. „Gefragt worden bin ich etwas anderes. Haben wir in der Zukunft noch genügend Ärzte im Land und wenn ja, wo sollen die herkommen? Wer hilft mir eigentlich, wenn ich älter werde und Pflege brauche?, so der Ministerpräsident zu den Fragen um die Zukunft. Um diese Fragen gehe es, weshalb Schulze vorschlug: „Ich würde also vorschlagen, wir reden jetzt einfach wieder über Sachsen-Anhalt.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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