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Wiener Sicherheitsmitarbeiter spritzt Pfefferspray auf Menschenmenge

Rund 40 Menschen sind in der Nacht auf Sonntag, den 1. November 2026, vor einer ausverkauften Halloween-Veranstaltung in der Wiener Leopoldstadt durch Pfefferspray verletzt worden. Ein 23-jähriger Sicherheitsmitarbeiter setzte das Reizgas unvorhergesehen gegen eine wartende Menschenmenge ein. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung.

Großeinsatz vor dem Club in der Leopoldstadt

Der Vorfall ereignete sich im Bereich der Waldsteingartenstraße am Rande des Praters, wo der Club die restlos ausverkaufte Hip-Hop- und R&B-Veranstaltung mit dem Titel Trapped in Hell ausrichtete. Trotz des bereits geschlossenen Einlasses drängten in der Nacht auf Sonntag zahlreiche feiernde Gäste mit erheblicher Vehemenz in Richtung des Eingangsbereichs. Wegen des massiven Menschenandrangs und tumultartiger Szenen rückte die alarmierten Kräfte der Polizei zu einem größeren Einsatz aus.

Als die Beamten vor Ort eintrafen, standen sie einer dichten Menschenmenge gegenüber. Die Kontaktaufnahme mit dem anwesenden Sicherheitspersonal gestaltete sich aufgrund des enormen Andrangs zunächst äußerst schwierig. Während sich die Einsatzkräfte einen Überblick verschaffen wollten, um die Situation zu beruhigen, eskaliierte das Geschehen unerwartet.

Wiener Sicherheitsmitarbeiter spritzt Pfefferspray auf Menschenmenge
Foto: oe24

In der Nacht auf Sonntag kam es vor einem Lokal zu einem enormen Personenandrang. Als die alarmierten Beamten eintrafen, konnten diese eine große Menschenmenge im Eingangsbereich wahrnehmen. Die Kontaktaufnahme mit dem Sicherheitspersonal, welches sich ebenso beim Eingangsbereich befand, gestaltete sich vorerst schwierig.

Wiener Polizei, via oe24

Pfeffersprayeinsatz löst medizinischen Großeinsatz aus

Mitten in die unübersichtliche Lage hinein griff einer der Türsteher zu einem Reizstoff. Der 23-jährige Sicherheitsmitarbeiter sprühte unvermittelt in Richtung der wartenden und kostümierten Menge. Zahlreiche Anwesende bekamen den Reizstoff direkt ab und klagten über massive Atemwegsreizungen sowie brennende Augen.

Die Berufsrettung Wien musste vor Ort insgesamt 40 betroffene Personen medizinisch versorgen. Drei junge Erwachsene traf der Vorfall so schwer, dass sie ins Spital transportiert werden mussten. Dabei handelte es sich um zwei 18-Jährige und eine 19-Jährige. Auch ein Beamter der alarmierten Exekutive erlitt Verletzungen durch den Sprühnebel, konnte seinen Dienst nach einer Erstversorgung vor Ort jedoch fortsetzen.

Wiener Sicherheitsmitarbeiter spritzt Pfefferspray auf Menschenmenge
Foto: KOSMO

Ermittlungen gegen den 23-jährigen Sicherheitsmann

Gegen den mutmaßlichen Täter wurden umgehend strafrechtliche Schritte eingeleitet. Die Wiener Polizei gab am Sonntagnachmittag bekannt, dass der 23-jährige Österreicher wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung sowie der Gemeingefährdung angezeigt wurde.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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