Henry Bernet und Dominic Stricker verloren am Sonntag den Doppel-Final der Swiss Indoors gegen Théo Arribagé und Albano Olivetti mit 6:7, 6:7. Trotz der knappen Niederlage in Basel sicherten sich die beiden Schweizer ein Preisgeld von jeweils über 39.000 Franken, bevor sie am Montagmorgen ihren Dienst in der Spitzensport-RS antreten.
Final-Niederlage in der St. Jakobshalle
Für das Schweizer Duo Henry Bernet und Dominic Stricker endete der überraschende Lauf bei den Swiss Indoors in Basel am Sonntag mit einer knappen Niederlage. In einem umkämpften Endspiel unterlagen der 19-jährige Basler und der 24-jährige Berner dem französischen Doppel Théo Arribagé und Albano Olivetti in zwei Sätzen, jeweils mit 6:7 und 6:8 im Tiebreak. Die Franzosen, die an Nummer drei gesetzt waren, sicherten sich damit den Titel, während die Schweizer nach einer starken Turnierwoche als Finalisten vom Platz gingen.
Bernet und Stricker, die mit einer Wildcard ins Turnier gestartet waren, zeigten sich laut den Berichten in der Anfangsphase nervenstark. Sie ließen keine Breakchance zu und konnten im ersten Satz drei Satzbälle abwehren, bevor sie sich im Tiebreak geschlagen geben mussten. Im zweiten Satz gelang ihnen nach einem frühen Breakrückstand das Rebreak zum 4:4, doch auch der zweite Durchgang entschied sich in der Kurzentscheidung zugunsten der französischen Doppelspezialisten.

Finanzielle Bilanz und der Weg in die Spitzensport-RS
Beide Spieler erhalten ein Preisgeld von jeweils über 39.000 Franken. Henry Bernet zeigte sich von dieser Summe überrascht, da sie mehr als die Hälfte seiner bisherigen Jahreseinnahmen ausmache. Er plane, das Geld in seine Karriere zu investieren, insbesondere für die Teilnahme an Future-Turnieren im kommenden Jahr, bei denen es finanziell oft schwierig sei, profitabel zu wirtschaften. Dominic Stricker, der in den vergangenen Jahren einen Rückfall in der Weltrangliste erlebte, betonte ebenfalls den Wert des Preisgeldes für die unterste Profistufe des Tennissports.
Die Zeit zum Feiern bleibt jedoch kurz. Bereits am Montagmorgen um 9 Uhr müssen sich beide Athleten zum Dienst in der Spitzensport-Rekrutenschule (RS) in Magglingen einfinden. Stricker kommentierte den unmittelbaren Übergang vom Turnieralltag in den Militärdienst mit Humor: Am Montagmorgen aber müssen wir um 9 Uhr parat stehen. Und es wäre sicher gut, wenn wir nicht zu spät kämen
, scherzte er gegenüber Medienvertretern.

Sieg gegen Topgesetzte als Höhepunkt
Der Finaleinzug der beiden Schweizer wurde im Vorfeld als Sensation gewertet. Im Halbfinal hatten Bernet und Stricker das an Nummer eins gesetzte deutsche Duo Kevin Krawietz und Tim Pütz in zwei Sätzen mit 6:4, 6:4 geschlagen. Der Erfolg gegen Krawietz, einen zweifachen French-Open-Sieger, unterstrich das Potenzial des neu formierten Schweizer Doppels. Für Dominic Stricker war es bereits der dritte ATP-Final in der Schweiz, nachdem er zuvor in Gstaad 2021 mit Marc-Andrea Hüsler und 2023 mit Stan Wawrinka Titel gewonnen hatte.
Während Bernet und Stricker im Doppel-Final antraten, endete das Turnier im Einzel mit einem Sieg des Monegassen Valentin Vacherot. Vacherot setzte sich in einem Final-Comeback gegen Jiri Lehecka mit 2:6, 6:3, 6:3 durch und sicherte sich damit seinen zweiten ATP-Titel.
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