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Sport

Wien erwartet Davis Cup und Erste Bank Open mit Jannik Sinner

Der Wiener Tennisherbst bringt im Herbst 2026 hochkarätige Matches in die Bundeshauptstadt. Innerhalb von sechs Wochen steigen in Wien zwei Tennishighlights. Am 18. und 19. September geht es für das KURIER Austria Davis Cup Team im Wiener Athletiksport Club (WAC) im Duell mit Belgien um einen Platz im Final 8 der besten Tennisnationen der Welt. Von 24. Oktober bis 1. November sind die Blicke dann auf die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle und der Marx Halle gerichtet – umso mehr, als dass der Weltranglistenerste Jannik Sinner bei dem mit 2.797.985 Euro dotierten ATP-500-Turnier seinen Vorjahrestitel verteidigen wird.

Wien rüstet sich für ein sportliches Großaufgebot im Spätherbst. Das ATP-Turnier in der Wiener Stadthalle zieht in diesem Jahr zahlreiche internationale Spitzenspieler an. Insgesamt schlagen zehn Profis aus den Top 20 der Weltrangliste in der österreichischen Metropole auf, darunter gleich fünf Akteure aus den Top Acht. Die Planungen für die Erste Bank Open gehen langsam aber sicher in die Zielgerade, und die Teilnahme von gleich mehreren Stars des Tennissports wurde am Montag verkündet. Allen voran will Jannik Sinner seinen Vorjahrestitel verteidigen, wogegen Alexander Zverev und das weitere Spitzenfeld natürlich etwas haben.

Jannik Sinner und Alexander Zverev führen das Teilnehmerfeld an

Angeführt wird die Nennliste von dem Weltranglistenersten Jannik Sinner. Der 25-jährige Superstar aus Italien hat bei seinen letzten beiden Auftritten bei den Erste Bank Open 2023 und 2025 jeweils den Siegespokal geholt und wird somit in diesem Jahr das „Unternehmen Titelhattrick in Wien“ in Angriff nehmen. Sinner hat in der Vergangenheit immer wieder betont, wie wohl er sich in Wien fühlt und wie sehr er die Erste Bank Open schätzt. Das hat auch mit dem Umstand zu tun, dass er in den Jahren 2019 (als damaliger Weltranglisten-119.) und 2020 jeweils eine Wildcard von Turnierdirektor Herwig Straka bekommen hatte. „Wien ist ein sehr spezielles Turnier für mich, und mir gefällt auch die Stadt. Man hat hier immer gut auf mich geschaut. Wenn ich in dieser Woche ein Turnier spiele, dann ist es in Wien, verabschiedete sich der aktuelle Weltranglistenleader im Vorjahr nach seinem Turniertriumph in Wien, den er mit einem Dreisatz-Erfolg in einem ebenso dramatischen wie hochklassigen Endspiel gegen Zverev perfekt machte.

Harte Konkurrenz droht durch den diesjährigen French-Open- und US-Open-Champion sowie aktuellen Weltranglistenzweiten Alexander Zverev, der heuer erneut nach Wien kommt. Die beiden Wien-Finalisten des Vorjahres standen einander zuletzt im Endspiel des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon gegenüber, das Sinner in vier Sätzen für sich entschied. Mit Sinner und Zverev kommen die Nummer eins und die Nummer zwei der aktuellen Weltrangliste zu den Erste Bank Open 2026. Das gab es in Wien zuletzt im Jahr 1998 (Pete Sampras und Patrick Rafter). Sinner führt zweieinhalb Wochen vor dem offiziellen Nennschluss am 30. September ein Teilnehmerfeld an, das jeden Tennisfan mit der Zunge schnalzen lässt. Der Russe Daniil Medvedev (ATP 6), der Italiener Flavio Cobolli (ATP 7) und der zuletzt bei seinem Heimspiel bei den US Open groß aufspielende Publikumsliebling Frances Tiafoe (ATP 8) haben ebenfalls gemeldet, womit nicht weniger als fünf Stars aus den Top Acht des ATP-Rankings auf der Nennliste für Wien stehen. Dazu feiert der US-Amerikaner Learner Tien (ATP 13) in diesem Jahr seine Österreich-Premiere. Der erst 20-jährige Gewinner der Next Gen ATP Finals 2025 hat mit Metz (2025) und Genf (2026) bereits zwei Turniersiege auf der Tour verbucht und ist der nächste Youngster, für den das Turnier in Wien – ähnlich wie bei Sinner – der Startschuss für eine ganz große Karriere sein könnte. Mit dem aufstrebenden Tschechen Jakub Mensik (ATP 15), dem US-Duo Brandon Nakashima (ATP 16) und Tommy Paul (ATP 19) sowie dem Italiener Lorenzo Musetti (ATP 20) erhöht sich die „Wiener Starparadeauf zehn Asse aus den Top 20 der Weltrangliste. Neben Zverev und Tiafoe ist mit dem Russen Karen Khachanov (Rang 26) der dritte Halbfinalist der diesjährigen US Open ebenfalls am Start.””

Erweiterte Kulisse und Top-Besetzung in der Marx Halle

Neben dem traditionsreichen Hauptschauplatz in der Wiener Stadthalle, die bereits seit Jahrzehnten Austragungsort für das Turnier ist, steht auch in diesem Jahr wieder die Marx Halle im 3. Bezirk zum Aufschlag bereit. Die Halle in der Karl-Farkas-Gasse war im Vorjahr erstmals mit im Programm. Heuer werden hier neben zwei Matchcourts auch zwei Trainingsplätze, und damit ein Platz mehr als 2025, untergebracht. „Die Spieler haben die Bedingungen in der Marx Halle bereits im vergangenen Jahr sehr geschätzt, daher war es ein logischer Schritt, die Trainingsmöglichkeiten an diesem Standort mit einem zusätzlichen Platz weiter auszubauen, erklärt Turnierdirektor Herwig Straka.

Wien erwartet Davis Cup und Erste Bank Open mit Jannik Sinner
Photo: laola1.at

Vom Davis Cup zum Schauplatz in der Stadthalle

„Mit der Bekanntgabe des Antretens von Jannik Sinner bei den Erste Bank Open starten wir in einen spannenden Tennis-Herbst in Wien, der in dieser Woche mit dem Davis Cup zwischen Österreich und Belgien beginnt. Der Länderkampf spielt auch in die Erste Bank Open hinein, denn die heimischen Spieler können mit starken Leistungen gegen das belgische Team eine Wildcard-Empfehlung für das Wiener Turnier abgeben, betont Herwig Straka. Im Vorjahr kamen mehr als 80.000 Zuschauer zu den Spielen.

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Photo: meinbezirk.at

Und noch etwas aus den vergangenen Jahren feiert heuer sein erfolgreiches Comeback: Die Red Bull BassLine. Sie gastiert als Auftakt bereits am Freitag, 23. Oktober, in der Stadthalle. Dabei soll es sich um die Tennis-Party des Jahres halten. Um 19 Uhr schlagen sechs Topspieler im kurzweiligen Tie-Break-Format auf, begleitet von DJ-Sounds. Die ersten beiden Namen sind hier schon bekannt: Neben Menšik wird auch der Spanier Daniel Mérida (Rang 41) bei BassLine antreten. „Red Bull BassLine ist eine tolle Gelegenheit auch für uns Spieler, Tennis einmal auf eine andere Art zu erleben, so die Perspektive auf das Event.

Red Bull BassLine ist eine tolle Gelegenheit auch für uns Spieler, Tennis einmal auf eine andere Art zu erleben.

Jakub Menšik

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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