Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton geht rechtlich gegen die American Academy of Pediatrics vor. Die Behörde wirft dem größten Berufsverband für Kinder- und Jugendmedizin in den USA vor, Kinderschutzimpfungen aus finanziellen Motiven für die Pharmaindustrie beworben zu haben.
Ermittlungen gegen die American Academy of Pediatrics in Texas
Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton hat eine Untersuchung gegen die American Academy of Pediatrics eingeleitet. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht der Verdacht, dass der einflussreiche Verband Impfempfehlungen für Kinder und Jugendliche ausspricht, um finanzielle Vorteile für Pharmaunternehmen zu erzielen. Die Vereinigung vertritt den Berufsstand der Kinderärzte in den Vereinigten Staaten.
Die Behörden prüfen nun die Hintergründe der langjährigen Empfehlungspraxis. Die Organisation gibt bereits seit den frühen 1930er Jahren unverbindliche Impfhinweise heraus. Ab 1995 wirkte sie maßgeblich am offiziellen Impfkalender für Kinder der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC mit, um ein einheitliches Vorgehen für medizinisches Personal zu gewährleisten.
Der Streit um den US-Impfkalender und die Neuausrichtung unter Robert F. Kennedy Jr.
Die aktuellen Spannungen zwischen den Bundesbehörden und dem Verband verschärften sich im Jahr 2025. Nach dem Amtsantritt von HHS-Sekretär Robert F. Kennedy Jr. begann das Department of Health and Human Services mit strukturellen Anpassungen am CDC-Kinderimpfkalender. Im Zuge dieser Reformen wurde auch das Beratergremium für Immunisierungsfragen, die Advisory Committee on Immunization Practices, neu besetzt.
Finanzielle Verflechtungen und die Rolle der Pharmasponsoren
Die Ermittlungsbehörden in Texas stützen ihre Untersuchung unter anderem auf die wirtschaftlichen Verbindungen des Verbandes. Zu den wichtigsten finanziellen Unterstützern der Organisation zählen große Pharmaunternehmen. Diese Konzerne würden erhebliche Umsatzeinbußen verzeichnen, falls der offizielle staatliche Impfplan dauerhaft reduziert wird.
Zur Klärung der Sachverhalte hat die Staatsanwaltschaft eine formelle zivilrechtliche Auskunftsklage in Form eines Civil Investigative Demand an die Leitung des Verbandes übermittelt. Damit soll offengelegt werden, welche wissenschaftlichen Kriterien den Empfehlungen zugrunde liegen und welchen Einfluss kommerzielle Interessen auf die medizinischen Richtlinien ausüben.
Ergänzend betonte die Behörde in ihrer offiziellen Bekanntmachung die Notwendigkeit von Transparenz und Integrität im medizinischen Sektor. Die Ermittlungen reihen sich in eine breiter angelegte Überprüfung ein, die im Januar 2026 auf pädiatrische Anbieter, Versicherer und Impfstoffhersteller ausgeweitet wurde.
Ken Paxton erklärte: „Mein Büro wird gemeinsam mit Präsident Trump und Minister Kennedy dafür kämpfen, die Gesundheit von Kindern zu schützen und die Transparenz in der Medizinbranche zu wahren. Wenn die American Academy of Pediatrics medizinische Empfehlungen ausspricht, die durch finanzielle Anreize angetrieben werden, werden wir dieses ungesetzliche Verhalten aufdecken und beenden.
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