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Unternehmen

Wall Street schließt höher bei steigenden Zinswetten nach Inflationsdaten

Die Wall Street hat die Handelswoche am Freitag, den 11. September 2026, mit Kursgewinnen beendet. Starke Verbraucherpreisdaten und robuste Arbeitsmarktzahlen schürten die Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche anheben wird, während geopolitische Spannungen die Ölpreise stützten.

Inflationsdaten und Zinserwartungen treiben die Indizes an

Inflationsdaten und Zinserwartungen treiben

Die Wall Street schloss die Sitzung am Freitag höher, da rückläufige Ölpreise und solide Inflationskennzahlen die Wahrscheinlichkeit einer anstehenden Zinserhöhung durch die Federal Reserve erhöhten. Laut den von Reuters gemeldeten Marktdaten stiegen die Verbraucherpreise im August um 0,4 Prozent, nachdem sie im Juli um 0,1 Prozent zugelegt hatten. Vor allem der Wiederanstieg der Benzinkosten nach zuvor zwei monatlichen Rückgängen setzte die Notenbank unter Druck, die Geldpolitik weiter zu straffen. Die Labor Department teilte am Freitag mit, dass die Inflationsrate im August bei 3,4 Prozent stabil blieb, was den Erwartungen der Analysten entsprach und dem Niveau des Juli glich. Die US-Arbeitsmarktdaten der Woche zeigten zudem ein unerwartetes Beschäftigungswachstum. Amerikanische Arbeitgeber fügten im August 162.000 Arbeiter zu den Lohnlisten hinzu, was etwa der dreifachen Menge der von Ökonomen prognostizierten Zahlen entsprach, wie MarketWatch berichtete. Ökonomen hatten zuvor mit 56,000 neuen Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote verharrte stabil bei 4,1 Prozent, während die Erwerbsquote (labor-force participation) auf 61,6 Prozent kletterte. Zudem wurden die Beschäftigungszuwächse für Juni und Juli um insgesamt 55,000 nach oben revidiert. Ökonomen bei der Brokerage BNP Paribas erklärten in einer Notiz an Kunden, dass der unerwartete Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt den Ausblick für das Wirtschaftswachstum aufhelle, aber auch den Druck auf die Fed erhöhe, Maßnahmen gegen die Inflation zu ergreifen, und merkten an, dass die US-Wirtschaft sich in einem zyklischen Aufschwung befände, angetrieben durch stimulierende Politik und den KI-Ausbau. Reaktionen an den Terminmärkten und im Rentenhandel

Wall Street schließt höher bei steigenden Zinswetten nach Inflationsdaten
Photo: econotimes.com

Reaktionen an den Terminmärkten und im Rentenhandel

Die Zinsterminkontrakte reagierten prompt auf diese Veröffentlichungen. Nach Angaben des CME-FedWatch-Tools preisten Händler eine Wahrscheinlichkeit von fast 90 Prozent ein, dass die US-Notenbank auf ihrer Zinssitzung am Mittwoch die Zinsen anheben wird, wie Reuters analysierte. Tags zuvor hatte dieser Wert noch bei 72 Prozent gelegen, während Zinsterminkontrakte zeitweise eine Wahrscheinlichkeit von rund 60 Prozent für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte anzeigten (nach rund 49 Prozent vor dem Beschäftigungsbericht). Im Rentenbereich kletterte die Rendite der richtungsweisenden zweijährigen US-Staatsanleihe um mehrere Basispunkte, während die Rendite der zehnjährigen Anleihe um Basispunkte stieg. Thomas Martin, leitender Portfoliomanager bei GLOBALT Investments in Atlanta

Wall Street schließt höher bei steigenden Zinswetten nach Inflationsdaten
Photo: upstox.com

Thomas Martin, leitender Portfoliomanager bei GLOBALT Investments in Atlanta

Ergänzend dazu kommentierte der Experte Thomas Martin, leitender Portfoliomanager bei GLOBALT Investments in Atlanta, laut Reuters, dies komme einer sicheren Sache praktisch so nah, wie man es nur bekommen könne. Er fügte hinzu: The Fed will do the right thi[ng]. Der S&P 500 kletterte zum Handelsschluss um 0,86 Prozent, während der Nasdaq um 0,96 Prozent und der Dow Jones Industrial Average um 0,98 Prozent zulegten. Der S&P-500-Index war zuvor bei 7,716 Punkten gehandelt worden, verglichen mit 7,666.60 beim vorherigen Börsenschluss. Der Dow Jones Industrial Average war am Donnerstag auf 53,534 gestiegen, verglichen mit 53,061.95 Punkten am vorherigen US-Aktienmarkt-Schluss. Der Nasdaq-100-Index notierte bei rund 29,312 Punkten im Vergleich zu 29,143.33 um 9:50 Uhr (ET) laut Börsendaten. Unternehmensmeldungen, Hardware-Aktien und der Ölmarkt

Traders work on the floor at the New York Stock Exchange (NYSE) in New York City, U.S., September 8, 2026. REUTERS/Brendan
Photo: Reuters

Unternehmensmeldungen, Hardware-Aktien und der Ölmarkt

Abseits der Makrodaten sorgten starke Quartalszahlen aus dem Technologiesektor für deutliche Ausschläge. Gestützt auf überzeugende Ergebnisse von Oracle, deren Quartalszahlen die Schätzungen übertrafen (wobei die Oracle-Aktie um 1,8 Prozent nachgab), berichtete Reuters, schoss der KI-Server-Hersteller Dell um 12 Prozent auf einen neuen Rekordwert. Auch Hewlett Packard Enterprise sprang um 12 Prozent nach oben, während HP um 8,4 Prozent kletterte. Cisco und Cerebras teilten ebenfalls besser als erwartete Quartalsergebnisse und Ausblicke mit, wobei ihre Aktien im nachbörslichen Handel fielen. Applied Materials meldete Ergebnisse nach einem Kursgewinn von 190 Prozent im vergangenen Jahr. Am Rohstoffmarkt blieben die Ölpreise trotz tagesinterner Verluste auf hohem Niveau. Brent-Rohöl-Futures gaben zwar um 2,8 Prozent auf 104,61 Dollar je Barrel nach, notierten jedoch zuvor volatil nach Störungen einer wichtigen saudi-arabischen Pipeline, wobei sie über Nacht auf fast 110 Dollar je Barrel gestiegen waren. Gleichzeitig erreichten die Kosten für Diesel in den Vereinigten Staaten erstmals die Marke von 6 Dollar pro Gallone.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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