Mit mehr als 53 Millionen abgegebenen Stimmen verzeichnet die US-Frühwahl vor den Zwischenwahlen am 3. November 2026 einen historischen Rekord. Wähler strömen in umkämpften Staaten wie Texas, Georgia und North Carolina zu den Urnen, wobei insbesondere demokratische Wähler und weniger regelmäßige Teilnehmer ein deutlich gestiegenes Engagement zeigen.
Die Vorbereitungen auf die US-Zwischenwahlen am Dienstag haben eine historische Welle der vorzeitigen Stimmabgabe ausgelöst. Bis zum Montagmorgen (Ortszeit) überstieg die Zahl der Frühwähler im gesamten Land nach aggregierten Berichten großer Medien und dem Election Lab der University of Florida die Marke von 53,14 Millionen. Damit ist die Gesamtzahl von 46 Millionen Frühwählern bei den Zwischenwahlen 2022 bereits zwei Tage vor dem eigentlichen Wahltag deutlich übertroffen worden.
Historische Rekorde und veränderte Stimmgewohnheiten in Texas und North Carolina
Besonders in traditionell republikanischen Hochburgen treiben Inflation, wirtschaftliche Sorgen und politische Auseinandersetzungen die Wähler an die Urnen.
Der republikanische Staatssenator Paul Bettencourt erklärte dazu gegenüber der Washington Post:.
„Die solide republikanische Basis ist nicht so stark zur Frühwahl erschienen wie die demokratische Basis; demokratische Unterstützer schaffen in Texas neue Trends und Benchmarks, die wir so noch nicht gesehen haben, sagte Paul Bettencourt.

Auch in North Carolina brachen die Bewohner den Rekord für die meisten abgegebenen Stimmen bei einer Frühwahl für Zwischenwahlen berichtet The Guardian unter Berufung auf WRAL. Dort stimmten mehr als eine Million Demokraten vorzeitig ab, verglichen mit 679.000 Republikanern. In South Carolina kletterte die Zahl der vorzeitigen Stimmabgaben auf fast 1 Million, während Georgia mit über 2,8 Millionen abgegebenen Stimmen das Niveau des Jahres 2022 übertraf.
Demokratische Mobilisierung und der Wandel weg von der Briefwahl
Landesweit zeigt sich eine deutliche Verschiebung im Wahlverhalten. Während während der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 die Briefwahl stark dominierte, registrieren politische Strategen in diesem Jahr einen massiven Anstieg der persönlichen Stimmabgabe vor dem Wahltag.
Zwar wies der Oberste Gerichtshof im vergangenen Monat den Versuch des Lagers von Donald Trump zurück, die Briefwahl einzuschränken, doch die Verunsicherung unter Wählern blieb bestehen wie Berichte analysierten.
Zudem belegen Analysen des Election Lab an der University of Florida, dass Demokraten rund 43 Prozent der frühen Stimmen ausmachten, während Republikaner 31 Prozent und parteiunabhängige Bürger 25 Prozent stellten erläutert The Guardian. Der Politikwissenschaftler Michael McDonald erklärte gegenüber Axios, dass diese stärkere Beteiligung der Demokraten als direkter Referendum auf Trump gewertet werden könne.
Analysen zum Wählerverhalten und verbleibende Unbekannte vor dem Wahltag
Eine Analyse von ABC News zeigt, dass in Schlüsselstaaten wie Texas und Georgia insbesondere weniger regelmäßige Wähler, die den Demokraten zugeneigt sind, in höherem Maße an die Urnen gegangen sind als in früheren Jahren berichtet ABC News. Dennoch betonen Experten, dass historische Vergleiche und Frühwahldaten mit Vorsicht zu genießen sind.
Bernard Fraga, Politikwissenschaftler an der Emory University, erklärte gegenüber Time:.

Republikaner setzen traditionell auf eine starke Mobilisierung ihrer Basis am eigentlichen Wahltag, um das Ruder in den umkämpften Kongresswahlen noch herumzureißen.