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MA 48 entfernt über 400 illegale E-Mopeds von Wiener Straßen

Seit einer Straßenverkehrsordnung-Novelle im Oktober 2025 sind E-Mopeds in Wien von Radwegen verbannt und kennzeichenpflichtig. Seit Inkrafttreten der StVO-Novelle hat die MA 48 in Simmering 429 zurückgelassene E-Mopeds von Wiener Straßen entfernt und weitere 31 auf Mistplätzen entgegengenommen. Fast ausnahmslos fehlten dabei die Akkus.

Die Endstation für viele Wiener E-Mopeds liegt auf dem Abschlepplatz der MA 48 in Simmering. Hier landen die Gefährte, die in der ganzen Stadt verteilt einfach stehen gelassen wurden, wie Andreas Tesar, Leiter der Abschleppgruppe, im Interview mit Wien heute berichtete. Seit Inkrafttreten der Novelle der Straßenverkehrsordnung wurden von der MA 48-Abschleppgruppe 429 E-Mopeds von der Straße entfernt, während weitere 31 Fahrzeuge auf den Mistplätzen abgegeben wurden.

Ausgebaute Akkus und volle Händlerlager in Wien

Auffällig an den eingesammelten Fahrzeugen ist der Zustand der Energiespeicher. Laut Tesar waren bei den 429 entfernten E-Mopeds nur vier Fahrzeuge mit Akku bestückt; auch bei den 31 auf dem Mistplatz abgegebenen Gefährten wiesen lediglich vier einen Akku auf. Milad Iranpur, Betreiber des Fadu Bike Store im vierten Bezirk, erklärte dies damit, dass ein Akku bei einem Anschaffungswert von 2,000 Euro etwa die Hälfte des Preises ausmacht und viele Lieferanten ihn für andere Zwecke behielten.

Händler bleiben derweil auf ihrer Ware sitzen. Iranpur hat derzeit rund 40 neue E-Mopeds im Lager, die er seit dem 1. Oktober nicht mehr verkaufen kann, sowie 40 gebrauchte Modelle, die er zuvor an Essenslieferanten verliehen hatte. Der Händler beziffert seinen Schaden auf 80,000 bis 100,000 Euro, wobei die Entsorgungskosten noch gar nicht eingerechnet sind. Er versucht, die Fahrzeuge ins Ausland zu verkaufen, zieht andernfalls jedoch eine Entsorgung bis Dezember in Betracht.

Zustand der E-Moped-Nutzung und Verwertung durch die Stadt

Nach Angaben der Wiener Polizei werden E-Mopeds im Stadtgebiet praktisch nicht mehr genutzt. Seit der Gesetzesnovelle hat die Polizei lediglich elf E-Mopeds beanstandet, was fast ausschließlich wegen fehlender Zulassung geschah. Fahrzeuge, die von der MA 48 abgeschleppt werden, gehen nach zwei Monaten in das Eigentum der Stadt über. Beschädigte oder defekte E-Mopeds werden direkt entsorgt, während intakte Exemplare nach dem Übergang in das städtische Eigentum im Shredderbetrieb verwertet werden.

Unterdessen verlief der Umstieg bei großen Essenszustelldiensten nach Angaben der Unternehmen reibungslos. Lieferando bietet aktive freie Dienstnehmern über ein gebrandetes Cycle-E-Bike-Abo einen monatlichen Rabatt von 40 Euro an, was nach Unternehmensangaben stark nachgefragt wurde. Auch Foodora verwies auf eine frühzeitige Vorbereitung und gezielte Unterstützungsmaßnahmen, um den Lieferbetrieb ohne Beeinträchtigungen umzustellen.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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