Die Wiener Netze haben ein neues Umspannwerk in Achau im Bezirk Mödling in Betrieb genommen. Das 50 Millionen Euro teure Projekt dient als zentrale Stromdrehscheibe, stärkt die Versorgungssicherheit im Süden Wiens mit einer Zuverlässigkeit von 99,99 Prozent und schafft zusätzliche Kapazitäten für erneuerbare Energien.
Mit der offiziellen Inbetriebnahme der Anlage wurde ein wichtiger Meilenstein für die regionale Strominfrastruktur erreicht. Das Projekt kostete rund 50 Millionen Euro und bindet das Umspannwerk direkt in die bestehenden Netzknoten Süd-Ost und Moosbrunn ein.
Millioneninvestition für die Netzknoten Süd-Ost und Moosbrunn
Das neue Werk in Achau im Bezirk Mödling arbeitet als zentrale Stromdrehscheibe für die Region. Zur technischen Ausstattung gehören eine 110-kV-Schaltanlage, Mittelspannungsanlagen sowie drei Transformatoren. Die Anlage ist bereits für künftige Erweiterungen ausgelegt. Alle relevanten Räume und Bereiche wurden größer dimensioniert, als es der aktuelle Bedarf erfordern würde.
Bei der Umsetzung gab es eine besondere Premiere. Wie das Unternehmen bei der Eröffnung mitteilte, handelt es sich um das erste von einer Frau geplante Umspannwerk in Österreich. Der Spatenstich lag 30 Monate zurück.
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Gerhard Fida, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wiener Netze
Infrastruktur und Umweltschutz am Standort Achau
Rund um den neuen Standort modernisierten die Techniker auch die bestehende Infrastruktur. Zwölf Kilometer Hochspannungsleitungen wurden für höhere Leistungsanforderungen ausgebaut. Zudem setzen die Betreiber auf ökologische Maßnahmen. Eine Photovoltaikanlage sowie Begrünungen von Dach und Fassade tragen zum umweltfreundlicheren Betrieb der Anlage bei.

Die Wiener Netze betreiben nun insgesamt 48 Umspannwerke und rund 11.000 Trafostationen. Das gesamte Leitungsnetz umfasst rund 21.100 Kilometer. Umspannwerke wandeln Strom von der Hochspannungsebene auf die Mittelspannungsebene um und ermöglichen so die Verteilung an Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
Langfristiger Netzausbau bis 2040
Das Projekt in Achau ist Teil einer umfassenderen Strategie. Bis zum Jahr 2040 wollen die Wiener Netze 13 weitere Umspannwerke in Betrieb nehmen. Ergänzend dazu sind 4.000 Kilometer neue Kabel und Freileitungen geplant. Der Netzbetreiber investiert jährlich mehr als 490 Millionen Euro in die Instandhaltung und den Ausbau der Netze.

Von den Investitionen profitieren mehr als 2 Millionen Kundinnen und Kunden in Wien, Teilen Niederösterreichs und des Burgenlands. Die Wiener Netze sind ein Unternehmen der Wiener Stadtwerke-Gruppe.