Zum Saisonstart erhöhen die Schweizer Skigebiete ihre Tageskartenpreise um durchschnittlich 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut dem Branchenverband Seilbahnen Schweiz hat sich eine Tageskarte in den letzten 20 Jahren um fast 50 Prozent verteuert, während Resorts mit steigenden Personal-, Energie- und Investitionskosten kämpfen.
Der Winter kündigt sich an, und mit ihm steigen die Kosten für Wintersportler auf den Pisten. Nach Angaben des Branchenverbands Seilbahnen Schweiz müssen Gäste in der neuen Saison tiefer in die Tasche greifen, wie 20Min berichtet. Der durchschnittliche Preisanstieg für Tageskarten liegt demnach bei 2,3 Prozent und knüpft nahtlos an das Niveau des Vorjahres an.
Preisanstieg im 20-Jahres-Vergleich und die Saison 2026
In der vergangenen Wintersaison kostete eine Tageskarte für Erwachsene im Durchschnitt von 39 untersuchten Skigebieten noch 75,85 Franken. Vor zwei Jahrzehnten sah die finanzielle Lage der Skigebiete noch ganz anders aus: Damals lag der Preis für eine Tageskarte bei rund 51,80 Franken. Das bedeutet einen massiven Aufschlag von fast 50 Prozent über einen Zeitraum von 20 Jahren.
Für die laufenden Preisanpassungen führt der Verband Seilbahnen Schweiz konkrete Gründe an. Hauptursachen seien gestiegene Ausgaben für Personal und Energie sowie fortlaufende Investitionen, da viele Skigebiete ihre Anlagen modernisiert hätten.
Frühe Saisoneröffnung und variierende Preismodelle bei den Bergbahnen
Einige Regionen wie Titlis–Engelberg und Tschentenalp–Adelboden haben ihren Skibetrieb für die Saison bereits gestartet. Die frühe Öffnung auf der Tschentenalp zog dabei Kritik nach sich, doch von Woche zu Woche nehmen weitere Resorts den Betrieb auf. Zudem könnte der Winter in diesem Jahr aufgrund der Entwicklung des Polarwirbels besonders früh eintreffen.
Wie stark die Ticketpreise tatsächlich steigen, variiert je nach Skigebiet stark. Reisende können bei frühzeitiger Buchung oder durch den Kauf vor Ort Einfluss auf den Preis nehmen. Immer mehr Skigebiete setzen zudem auf Dynamic Pricing, bei dem die Ticketpreise je nach aktueller Nachfrage steigen oder fallen. Allerdings hat dieser Trend Grenzen: Nach anhaltender Kritik schaffte beispielsweise das Skigebiet Andermatt das dynamische Preismodell wieder ab.
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