Automobilhersteller wie Rivian Automotive, Ford Motor und General Motors setzen zunehmend auf 3D-Druck, um die Produktion von Fahrzeugteilen und Montage-Werkzeugen zu beschleunigen sowie Kosten zu senken, während Analysten die tatsächliche Auswirkung auf die Automobilaktien als gering bewerten.
Millioneninvestitionen in der Produktion bei Rivian und Ford
Bei Rivian Automotive hat das Unternehmen nach Angaben von Jared Beck, dem Leiter der additiven Fertigung, mehr als 5 Millionen US-Dollar in 3D-Druckmaschinen investiert. Die jährlichen Materialkosten für diese Operationen belaufen sich auf rund 1,7 Millionen US-Dollar.
Auf einer Tour durch die Fertigungsanlagen im vorstädtischen Detroit betonte Beck, dass sich die Maschinen in der Regel innerhalb eines Jahres amortisieren. Das Verfahren senke die Werkzeugkosten bei Zulieferern, vereinfache die Logistik und verkürze die Produktionszeiten von Teilen von Wochen auf Tage oder gar Stunden.

Rivian dehnt den Einsatz der Technologie weiter aus. Das Unternehmen installiert eine Reihe von Druckern im Werk im US-amerikanischen Normal im US-Bundesstaat Illinois, damit Mitarbeiter Teile bei Bedarf direkt abrufen können. Rivian has also used the technology for electric-motor models, wie das Unternehmen während der Werksbesichtigung erläuterte. Ziel sei es, die Technologie im gesamten Unternehmen zugänglich zu machen, so Beck.
Wir werden den 3D-Druck für das gesamte Unternehmen demokratisieren.
Jared Beck, Leiter der additiven Fertigung bei Rivian, via Cnbc
Rivian betreibt in einem Vorort von Detroit mehr als 200 solcher Druckgeräte und fertigt damit auch flexible Silikonteile. Bei einem jährlichen Materialaufwand von etwa 1,7 Millionen US-Dollar betragen die Kosten umgerechnet auf die für 2026 angepeilten 67.000 bis 70.000 ausgelieferten Fahrzeuge rund 25 US-Dollar je Wagen.
Automatisierte Ersatzteil-Automaten und Cadillac-Präzision
Ähnliche Initiativen laufen bei etablierten Herstellern wie Ford Motor und General Motors. Ford setzt auf dezentrale additive Fertigungsabteilungen in seinen Werken.
In bestimmten Fällen half der 3D-Druck, Produktionsausfälle zu verhindern.
Wir können das Ding gefüllt halten, anstatt dass im Labor eine Menge Teile herumliegen. Das ist also eine ziemliche Erleichterung gewesen.
Gregory Foresi, mechanischer Ingenieur bei Ford, via Cnbc
Bilanzen und der Einfluss auf Aktienkurse
Bei Rivian belaufen sich die Materialkosten für das geplante Auslieferungsvolumen von 67.000 bis 70.000 Fahrzeugen im Jahr 2026 auf etwa 25 US-Dollar pro Fahrzeug.
Rechnet man die Amortisation der 5-Millionen-Dollar-Maschinen hinzu, entstehen Kosten von rund 70 US-Dollar je Auto, wie Marktrecherchen zeigen. Demgegenüber steht ein Quartalsverlust im Automobilsegment von 80 Millionen US-Dollar im dritten Quartal sowie ein jährlicher Cash-Burn von nahezu 4 Milliarden US-Dollar.
| Unternehmen | Investition / Programmumfang | Hauptanwendung |
|---|---|---|
| Rivian Automotive | Mehr als 5 Mio. USD; über 200 Maschinen | Prototypen, flexible Silikonteile, Werkzeuge, On-Demand-Teile |
| Ford Motor | Über 200 Maschinen in über 23 geplanten Werken | Montagewerkzeuge, F-150-Produktionshelfer, Überbrückung von Lieferengpässen |
| General Motors | 135 Komponenten für Cadillac Celestiq | Kleinserienfahrzeuge, Performance-Modelle wie Cadillac Blackwing |
Für Anleger bleibt die entscheidende Messgröße jedoch die Bruttomarge im Automobilgeschäft sowie die Geschwindigkeit, mit der die Unternehmen ihren Barmittelverbrauch senken, während die Produktionszahlen steigen.
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