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Sport

Scottie Scheffler gewinnt zweiten FedEx Cup in Atlanta

Scottie Scheffler hat am 30. August 2026 im East Lake Golf Club in Atlanta zum zweiten Mal den FedEx Cup gewonnen. Mit einer finalen Vier-unter-Par-Runde von 66 Schlägen fing er den Führenden Viktor Hovland ab und sicherte sich eine Siegprämie von 10 Millionen US-Dollar sowie den alleinigen ersten Platz in der ewigen Geldrangliste der PGA Tour.

Im professionellen Golfsport gibt es Spielphasen, in denen ein Erfolg fast unvermeidlich wirkt. Genau diesen Eindruck hinterließ der Weltranglistenerste am Schlusstag des finalen Play-off-Turniers in Atlanta. Mit einem Rückstand von drei Schlägen auf den Norweger Viktor Hovland gestartet, spielte der Amerikaner eine saubere und fehlerfreie Runde, während die Konkurrenz auf dem anspruchsvollen Kurs unter Druck Fehler einstreute.

Aufholjagd am Finaltag im East Lake Golf Club

Die Voraussetzungen vor der letzten Runde sprachen zunächst für den Führenden. Hovland ging mit einem Vorsprung von drei Schlägen an den Start, verspielte diesen jedoch im Laufe des Tages durch unpräzise Abschläge und schwankende Putt-Leistungen. Am Ende signierte der Norweger eine Runde von zwei über Par (72 Schläge) und beendete das Turnier mit insgesamt 13 unter Par auf dem alleinigen zweiten Platz, was ihm ein Preisgeld von 5 Millionen US-Dollar einbrachte, wie Sports Yahoo berichtete.

Scottie Scheffler gewinnt zweiten FedEx Cup in Atlanta
Photo: golfmagic.com

Scheffler hingegen bewies Konstanz. Sein Score von 66 Schlägen war das einzige Unter-Par-Ergebnis unter den Spielern der letzten drei Flights. Ein entscheidender Moment gelang ihm auf dem 13. Loch, wo er aus fünf Fuß Entfernung lochte und zum ersten Mal die alleinige Führung übernahm. Eine späte Schrecksekunde auf Bahn 14 – ein verzogener Drive im rauen Gelände, der ein Bogey zur Folge hatte – brachte ihn nicht mehr aus dem Konzept. Auf dem 16. Loch setzte er den Ball aus einem Fairwaybunker elf Fuß an die Fahne und verwandelte zum rettenden Birdie.

Hinter den beiden Führenden sicherte sich der amerikanische Debütant Ryan Gerard mit einer Schlussrunde von 72 Schlägen und insgesamt zwölf unter Par den dritten Platz.

Rekorde bei Preisgeld und Rekordeinnahmen auf der PGA Tour

Der Gewinn des Turniers bringt dem Weltranglistenersten nicht nur die Trophäe, sondern auch einen historischen Meilenstein in der finanziellen Statistik des Sports ein. Da das gesamte Preisgeld des Tour Championship in Höhe von 40 Millionen US-Dollar als offizielles Preisgeld gewertet wird, spült der Hauptgewinn von 10 Millionen US-Dollar frisches Kapital in seine Kassen. Damit beläuft sich sein Karriere-Gesamteinkommen auf der PGA Tour nun auf exakt 130.390,661 US-Dollar.

Scottie Scheffler gewinnt zweiten FedEx Cup in Atlanta
Photo: golfpost.de

Mit dieser Summe verdrängt er Tiger Woods von der Spitze der ewigen Karriere-Geldrangliste. Woods, der seine Rekordsumme von 120.999,166 US-Dollar über eine lange Ära aufgebaut hatte, hielt den ersten Platz fast 26 Jahre lang inne. Zwar ist dieser Vergleich angesichts der stark gestiegenen Preisgelder im modernen Profigolfsport mit einem wirtschaftlichen Wandel verbunden, doch der statistische Wechsel an der Spitze markiert eine neue Ära im Herrengolf, wie Golfmagic analysierte.

Platzierung Golfer Ergebnis Preisgeld
1 Scottie Scheffler -16 $10,000,000
2 Viktor Hovland -13 $5,000,000
3 Ryan Gerard -12
Geteilter 4. Platz Rory McIlroy (u.a.) -11

Starke Konkurrenz und prominente Verfolger im Klassement

Hinter dem Spitzenduo gab es auf den vorderen Rängen einige bemerkenswerte Leistungen. Rory McIlroy, der nach einer hervorragenden Runde am Vortag noch auf eine Aufholjagd gehofft hatte, erwisch einen schwierigen Start mit drei bogeys auf den ersten fünf Löchern. Zwar fing er sich mit einem sehenswerten Eagle auf dem Par-5-Loch sechs wieder auf, kam am Ende jedoch nicht über eine 69er-Runde hinaus. Mit einem Gesamtergebnis von elf unter Par beendete der Nordire das Turnier in einer großen Gruppe auf dem geteilten vierten Platz.

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Zu dieser siebenköpfigen Verfolgergruppe gehörten neben McIlroy auch der Engländer Alex Fitzpatrick – der mit einer 66er-Runde das Tagesbestergebnis des Siegers egalisierte –, Chris Gotterup, Jacob Bridgeman, Min Woo Lee, Russell Henley und der Schwede Ludvig Aberg.

Für emotionale Glanzpunkte abseits des Titelkampfs sorgte unterdessen Justin Rose. Der englische Routinier schlug auf dem neunten Loch mit einem perfekten Eisen den Ball direkt zum Hole-in-one ein. Trotz dieses spektakulären Schlags konnte Rose das Turnier nicht mehr von vorn aufrollen und beendete die Woche nach einer 7er-Runde unter Par auf dem geteilten 18. Platz.

Blick auf die Saisonbilanz und anstehende Auszeichnungen

Mit dem Triumph in Atlanta schließt der Weltranglistenerste eine Spielzeit ab, die in ihrer sportlichen Dominanz kaum Wünsche offen lässt.

Scottie Scheffler with the Fedex Cup
Photo: bbc.co.uk

Durch diesen konstanten Erfolg und den zweiten FedEx-Cup-Titel nach 2024 untermauert er seine aussichtsreiche Position für die Wahl zum Jack Nicklaus Award als PGA Tour Player of the Year. Da er diese Auszeichnung in den vergangenen vier Jahren in Serie gewonnen hat, würde eine erneute Ehrung durch die Spieler-Kollegen ihn in die Nähe weiterer historische Rekorde rücken.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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