Universal Pictures hat als erstes Studio im Jahr 2026 die Marke von drei Milliarden US-Dollar im internationalen Einspielvolumen durchbrochen. Angetrieben vom weltweiten Erfolg des Epos The Odyssey
unter der Regie von Christopher Nolan, führt das Studio die internationalen Kinocharts an, während Ridley Scotts The Dog Stars
einen schwachen Kinostart hinnehmen musste.
Universal bricht internationale Kinojunioren-Rekorde mit Christopher Nolans Epos
Im tiefsten Sommer lieferten sich an den Kinokassen Odysseus und eine freundliche Spinne aus der Nachbarschaft ein enges Rennen um die globale Spitze. Am Ende behielt die Comic-Fortsetzung Spider-Man: Brand New Day
in ihrer fünften Spielwoche mit 66,2 Millionen US-Dollar knapp die Oberhand über den antiken Krieger, der 62,9 Millionen US-Dollar einspielte. Doch der eigentliche Meilenstein gehört Universal Pictures.
Christopher Nolans Homer-Adaption The Odyssey
steht weltweit inzwischen bei 1,55B US-Dollar, aufgeteilt in 988,7 Millionen US-Dollar international und 563,8 Millionen US-Dollar in Nordamerika. Dieser Erfolg katapultierte Universal über die Schwelle von drei Milliarden US-Dollar außerhalb der USA. Damit ist das Studio laut aktuellen Branchenberichten das erste in diesem Jahr, das diesen ausländischen Meilenstein erreicht. Zuvor hatte das Studio im selben Jahr bereits die weltweite Vier-Milliarden-Dollar-Grenze geknackt.
Globale Einspielergebnisse und internationale Top-Märkte im Vergleich
Der weltweite Erfolg verteilt sich auf mehrere Kassenschlager, wobei Marvel und Universal die aktuellen Kinocharts dominieren. Während Spider-Man: Brand New Day
in seiner fünften Runde weltweit auf ein Gesamtergebnis von 2,33B US-Dollar kletterte – darunter 1,44B US-Dollar international und 891,5 Millionen US-Dollar im Inland –, verbucht Universal mit Nolans Film den bisher größten kommerziellen Erfolg des Regisseurs.
| Film | Globales Einspielergebnis | Internationales Ergebnis | Inländisches Ergebnis (USA) |
|---|---|---|---|
| Spider-Man: Brand New Day | $2.33B | $1.44B | $891.5M |
| The Odyssey | $1.55B | $988.7M | $563.8M |
| Insidious: Out of the Further | $110.2M | $66.6M | $43.6M |
| The End of Oak Street | $105M | $59M | $46M |
Zu den wichtigsten Auslandsmärkten für den Superhelden-Hit gehören China mit 227,4 Millionen US-Dollar, gefolgt von Großbritannien mit 125,2 Millionen US-Dollar und Mexiko mit 88,2 Millionen US-Dollar. In Südkorea zog Nolans The Odyssey
indessen an Spider-Man: Brand New Day
vorbei und stieg zum erfolgreichsten MPA-Titel des Jahres in diesem Markt auf.
Ridley Scotts The Dog Stars
enttäuscht an den Kinokassen
Nicht jeder große Studiofilm fand beim Publikum denselben Zuspruch. 20th Century Studios musste bei dem von Ridley Scott inszenierten und 70 Millionen US-Dollar teuren Drama The Dog Stars
einen deutlichen Dämpfer hinnehmen nachdem das Projekt mit Millionenaufwand beworben wurde. Der Film mit Jacob Elordi und Josh Brolin in den Hauptrollen startete weltweit lediglich mit 19,3 Millionen US-Dollar aus 49 Märkten, aufgeteilt in acht Millionen US-Dollar im Inland und 11,3 Millionen US-Dollar aus dem Ausland. Ein Start in China fand nicht statt.
In Europa und Asien blieben die Platzierungen hinter den Erwartungen zurück. In Frankreich und Großbritannien reichte es jeweils für den vierten Rang unter den MPA-Titeln, während in Italien der fünfte Platz belegt wurde. In Lateinamerika lief der Film in Ländern wie Kolumbien, Ecuador, Paraguay und Zentralamerika jeweils auf dem fünften Rang ein, während Brasilien 300.000 US-Dollar beisteuerte.
Der harte Realitätscheck für verkaufte und fast eingestellte Filmprojekte
Die Situation an den Kinokassen wirft zudem ein Schlaglicht auf den Umgang mit kommerziell riskanten Projekten aus früheren Firmenstrukturen. So gab das fast eingestellte und schließlich verkaufte Projekt Coyote vs. Acme
sein Debüt. Obwohl der Film nach wohlwollenden Kritiken eine reguläre Kinoauswertung erhielt, blieb das kommerzielle Interesse hinter den Erwartungen zurück.

Beobachter verweisen darauf, dass Internetdebatten selten das reale Massenpublikum widerspiegeln. Dennoch verdeutlichen die Einspielergebnisse, dass die rein kommerzielle Verwertbarkeit von Filmen aus früheren Studioleitungen unter dem wechselnden Einfluss von Wall-Street-Vorgaben ein anhaltendes Branchenproblem bleibt.
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