Ein schwerer Sturm hat am Wochenende im Baltikum zu zwei Todesfällen und massiven Ausfällen in der Stromversorgung geführt. Allein in Litauen waren laut Angaben des nationalen Versorgers zeitweise mehr als 250.000 Haushalte ohne Strom, während heftiger Starkregen vielerorts schwere Überschwemmungen verursachte.
Nach Angaben von Wetterdiensten und regionalen Medien traf das Unwetter besonders die Regionen an der Ostseeküste hart. Neben den verheerenden Stromausfällen, die Hunderttausende Haushalte betrafen, legte der Sturm den Straßen-, Bahn-, Schiffs- und Flugverkehr teilweise lahm.
Todesopfer in Litauen und Lettland
Die Unwetter fordern nach offiziellen Angaben zwei Menschenleben. Im litauischen Dorf Mazionys wurde ein Mann tot unter einem umgestürzten Baum gefunden. Im lettischen Jelgava starb ein weiterer Mann, nachdem herabstürzende Gebäudeteile ihn trafen. Darüber hinaus mussten nach Angaben der Rettungskräfte mehrere weitere Personen mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert werden.
Die gewaltigen Windgeschwindigkeiten erreichten nach Berichten vom Samstag Werte von bis zu 30 Metern pro Sekunde. Umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste beschädigten das regionale Verteilnetz schwer. Ein Meteorologe des litauischen Wetterdiensts erklärte im Rundfunk: Das ist definitiv der schwerste Sturm, den wir in diesem Sommer verzeichnet haben
.
Hunderttausende Haushalte ohne Strom und historische Dimensionen
Die Dimensionen des Ausfalls der Energieversorgung treffen die Infrastruktur der betroffenen Regionen schwer. Allein in Litauen waren laut dem nationalen Versorger zeitweise mehr als 250.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. In Lettland meldeten die Behörden ein ähnlich großes Ausmaß an betroffenen Haushalten.
Die lettische Nachrichtenagentur Leta stützte sich auf Wetterdaten und bezeichnete das Unwetter als den zerstörerischsten Sturm, der das Land seit 2005 getroffen
habe. Die Behörden in beiden Staaten hatten bereits vor dem Einsetzen der Stürme offizielle Warnungen herausgegeben.
Überschwemmungen durch Starkregen und anhaltende Wetterwarnungen
Zusätzlich zu den zerstörerischen Sturmböen sorgte heftiger Dauerregen vielerorts für flächendeckende Überschwemmungen. Die Wassermassen setzten zahlreiche Gebiete unter Wasser und behinderten den Transportsektor erheblich. Neben dem Individualverkehr auf den Straßen kam es zu massiven Störungen und Totalausfällen im Bahn-, Schiffs- und Flugverkehr.
Meteorologen prognostizieren für den kommenden Sonntag weiterhin kräftige Regenfälle und starke Windböen in der gesamten Region, weshalb die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft bleiben.
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