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Citroën e-C3 Van

Citroën verwandelt den e-C3 in den Citroën e-C3 Van für das Jahr 2026 und bietet damit eine kompakte, rein elektrische Transportlösung für Zusteller und Handwerker. Mit einer Reichweite von bis zu 322 Kilometern nach WLTP und Preisen ab 19.890 Euro schließt das Modell die Lücke zwischen Microcars und großen Kastenwagen.

Früher machten es sich Automobilhersteller bei leichten Lieferfahrzeugen im städtischen Raum recht einfach. Man riss einfach alles aus VW Golf und Polo raus, was nicht gebraucht wurde, schraubte Trenngitter und grobe Rahmenkonstruktionen ins Heck und lackierte ihn gelb. Heute stehen Betriebe vor einer anderen Herausforderung. Große Kastenwagen wie VW Caddy, Fiat Doblo oder Opel Combo sind im engen Stadtverkehr oft zu groß, während ein Microcar mit Ladeaufbau zu klein oder mit zu wenig Reichweite ausgestattet ist. Genau an dieser Schnittstelle setzt der Citroën e-C3 Van an, der eines der günstigsten Elektroautos auf the Markt als kompakten Lademeister neu interpretiert.

Laderaum, Trennwand und Ladekapazität des e-C3 Van

Für den Umbau zum Nutzfahrzeug fliegt die kuschelige Rückbank des Personenkraftwagens gnadenlos raus. An ihrer Stelle entsteht eine völlig ebene Ladefläche, die die Sitzbank bis kurz vor die Vordersitze ersetzt. Eine massive Trennwand direkt hinter den Sitzen in Reihe eins sorgt für Sicherheit, während ein schützendes Gepäckgitter die Insassen auch vor hoher Beladung absichert. Das Angebot umfasst im Heck ein Volumen von 1.220 Litern, sofern die etwas stur verschraubte Ladeabdeckung ausgebaut wird. Verbleibt die Abdeckung im Fahrzeug, stehen immerhin noch 710 Liter zur Verfügung. Während der hintere Teil noch easy ausgehängt werden kann, müsste die vordere Abdeckung abgeschraubt werden, wobei mehrere Schrauben Richtung Trenngitter zeigen.

Die maximale Zuladung ist auf bescheidene 302 Kilo begrenzt. Schwere Maschinenteile oder massives Baumaterial gehören daher nicht in den Laderaum. Für Pakete, Blumen oder Werkzeugkisten im Lieferdienst reicht die Kapazität jedoch vollkommen aus. Dank der erhalten gebliebenen fünftürigen Pkw-Karosserie mit robusten Hartplastik-Radläufen und Anbauteilen lässt sich das Frachtgut auch bequem über die hinteren Türen einladen. Die erhöhte Bodenfreiheit sorgt für Komfort und für Zugänglichkeit auf unbefestigten Wegen, während eine Dachreling zusätzlichen Packraum schafft.

Antrieb, Reichweite und Ladeleistung im Alltag

Den Vortrieb übernimmt der Frontmotor mit 83 kW (113 PS), der ein Drehmoment von 125 Nm liefert. Als Energiespeicher dienen wahlweise eine 30- oder 44-kWh-Batterie. In der Standard-Range-Version mit dem 44-kWh-Akku ergibt sich eine WLTP-Reichweite von bis zu 322 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 132 km/h, während der Sprint von 0 bis 100 km/h in 11,0 Sekunden absolviert wird.

Citroën e-C3 Van
Schnelle DatenCitroën e-C3 Van Standard-Range (2026)
AntriebFrontantrieb
Systemleistung / Max Drehmoment83 kW (113 PS) / 125 Nm
Höchstgeschwindigkeit132 km/h
0 – 100 km/h11,0 Sekunden
Stromverbrauch / Reichweite (WLTP)17,3 kWh / 322 km
Akku44 kWh
Maximale Ladeleistung / 10 – 80 Prozent100 kW / ca. 26 Min

Im städtischen Alltag zeigt sich der elektrische Kleinwagen als extrem komfortabler Begleiter. Die Lenkung ist butterweich und wird auf Landstraße und Autobahn angenehm straff, bis zur Höchstgeschwindigkeit bleibt das Fahrgefühl satt und stabil. Der kombiniert errechnete reale Verbrauch im Test lag bei rund 15,0 bis 15,5 kWh auf 100 Kilometern. An der Ladesäule nimmt der Wagen maximal 100 kW entgegen, wobei die Kurve recht schnell abfällt.

Software-Macken und digitale Hürden im Praxistest

Trotz der gelungenen mechanischen Konzeption offenbart der kompakte Stromer im Testbetrieb deutliche digitale Schwächen. Im Test fror das Infotainment mehrfach komplett ein. Zudem klappten die Außenspiegel beim Entriegeln nicht immer zuverlässig aus, was in manchen Fällen ein Ausklappen über die Spiegelverstellung oder Warten und mehrmals Auf-und-Zu-Schließen erforderte, während die Spiegel nach dem Ausfahren oftmals verstellt waren und eine Neujustierung verlangten.

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Besonders irritierend agierte die Autohold-Funktion. Sie ließ den Wagen trotz eingelegter Fahrstufe „D“ zeitweise langsam rückwärts rollen. Solche Kinderkrankheiten im harten Arbeitsalltag erfordern laut Beobachtungen dringend ein Nachbessern per Software-Update seitens des Herstellers.

Preise, Ausstattung und optionale Extras

Preislich positioniert sich der französische Kasten-Umbau fair und auf dem Teppich. Die Version mit kleinerem Akku startet bei 19.890 Euro, für die große Batterie werden mindestens 23.200 Euro fällig.

Wegen der durch Trennwand und Gitter extrem eingeschränkten Sicht nach hinten empfiehlt sich die Investition. Die viel zu breiten C-Säulen, das hintere Bullauge, das Gitter und die viel zu kleinen Spiegel machen Rangieren ohne Rückfahrkamera nicht leichter, weshalb Extras wie eine Rückfahrkamera für 462 Euro angesichts der Sicht fast schon Pflicht sind. Damit wird der e-C3 Van trotz kleinerer digitaler Mängel zu einem konkurrenzordnenden Geheimtipp für clevere Dienstleister.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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