Der psychedelische Popkünstler Peter Max ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Seine farbenfrohen, in den 1960er-Jahren entstandenen Werke prägten die Flower-Power-Ära und zierten Plakate, Alltagsgegenstände sowie Flugzeuge. Sein Sohn Adam Max bestätigte die Nachricht am Mittwoch nach seinem Tod am Montag, dem 14. September.
Das bunte Erbe der Flower-Power-Ära
Peter Max, der mit seinen leuchtenden und wirbelnden Designs den Optimismus der 1960er-Jahre einfing, starb im Alter von 88 Jahren. Wie sein Sohn Adam Max mitteilte, verstarb der Künstler am Montag. Eine genaue Todesursache wurde von der Familie nicht genannt, allerdings litt der Maler zuletzt an fortgeschrittener Demenz, wie aus Berichten hervorgeht.
In den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren schien die Bildsprache des Künstlers allgegenwärtig zu sein. Seine muralartigen Tableaus mit Blumen, kosmischen Symbolen und comichaften Figuren – gehalten in Türkis, Orange und Neongrün – prägten das visuelle Gedächtnis einer ganzen Generation. Studentenzimmer zierten seine Poster, während Haushaltswaren wie Uhren und Bettwäsche seine unverkennbaren Muster trugen.
Sein Einfluss erstreckte sich weit über die traditionelle Kunstwelt hinaus. Max fungierte als offizieller Künstler für bedeutende Großereignisse wie die Olympischen Spiele, den Super Bowl, das Indianapolis 500, die Fußball-Weltmeisterschaft und die World Series. Seine Handschrift fand sich zudem auf ungewöhnlichen Leinwänden wieder: Eine Boeing 777 und ein Schiff der Norwegian Cruise Line wurden in riesige, leuchtende Kunstwerke verwandelt.
Von Berlin nach New York: Der Weg einer Pop-Art-Ikone
Der Künstler kam 1937 als Peter Max Finkelstein in Berlin in einer jüdischen Familie zur Welt. Noch als Kleinkind floh er mit seinen Angehörigen vor den Nationalsozialisten nach Shanghai. Über Zwischenstationen in Tibet, Israel und Paris gelangte die Familie nach New York, wo sich der damals 16-Jährige niederließ und zu einem großen Bewunderer der amerikanischen Kultur wie Comics, Filmen und Jazzmusik wurde.

Er studierte an namhaften Instituten wie der Art Students League, der School of Visual Arts und dem Pratt Institute in New York. Nach der Gründung eines Grafikdesignstudios im Jahr 1961 erlebte seine kommerzielle Karriere einen rasanten Aufstieg. Seine Motive wurden auf rund 70 Produktlinien verwendet, darunter Tassen, Kleider, Schals und Krawatten. Im Jahr 1969 schaffte er es sogar auf das Cover des US-Magazins Life.
Der enorme kommerzielle Erfolg führte jedoch dazu, dass er nach eigener Aussage kaum noch Zeit zum Malen fand. Er stoppte das Geschäft vorübergehend in den frühen 1970er-Jahren, um sich wieder ganz der reinen Malerei zu widmen. Zu seinen späteren Arbeiten gehörte eine Serie von Porträts der Freiheitsstatue, die er 1981 im Weißen Haus auf Einladung der damaligen First Lady Nancy Reagan anfertigte.
Familiäre Abschiedsworte und Erinnerungen an den Menschen
Die Familie würdigte das Schaffen und das Wesen des Künstlers in einer emotionalen Erklärung.

Wir werden uns an seine außergewöhnliche Kreativität, seine Wärme, seine Neugier und die Art erinnern, wie er überall Schönheit und Möglichkeiten sah. Seine Kunst wurde Teil der amerikanischen Kultur, aber der Mensch hinter dieser Kunst – der Vater, den wir kannten und liebten – ist derjenige, den wir am meisten vermissen werden. Adam Max, über den Nachrichtendienst Page Six
Neben seinem Sohn Adam hinterlässt der Künstler auch seine Tochter Libra Astro. Seine zweite Frau Mary Max war im Jahr 2019 verstorben, während seine erste Ehe mit Elizabeth Nance geschieden worden war.
Trotz gelegentlicher Kontroversen im Laufe seines Lebens – darunter ein Steuerverfahren im Jahr 1997 sowie spätere familiäre Auseinandersetzungen – blieb das Werk von Peter Max untrennbar mit einer friedvollen und optimistischen Weltsicht verknüpft. Seine Arbeiten sind heute in namhaften Museen wie dem Museum of Modern Art in New York vertreten, das sieben seiner Werke in seiner Sammlung bewahrt.
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