Aaron Sorkin kehrt mit dem Spielfilm The Social Reckoning
zu Facebook zurück und beleuchtet ab dem 9. Oktober 2026 im Kino die Rolle von Whistleblowerin Frances Haugen, den Enthüllungen der Facebook Files sowie dem Sturm auf das US-Kapitol.
Jeremy Strong als Mark Zuckerberg im Kino
Sechzehn Jahre nach The Social Network bringt der US-Filmemacher Aaron Sorkin eine neue filmische Auseinandersetzung mit dem Internetgiganten auf die große Leinwand. In der Hauptrolle als Meta-Chef Mark Zuckerberg ist diesmal der aus Succession
bekannte Schauspieler Jeremy Strong zu sehen. Strong versicherte dem Magazin GQ, er habe die Aufgabe sehr ernst genommen, den Unternehmer zu verkörpern. Im Film sitzt Zuckerberg mit toten Augen und durchgestrecktem Rücken auf einem Bürosessel in seinem lichtdurchfluteten Panzerglaspalast in Menlo Park, Kalifornien, und wird als gefühlskaltes Oberhaupt dargestellt, das Profit über das Wohl der Nutzer stellt.
Der Film zeigt den Vorstandschef mit einer kurzen, an den römischen Kaiser angelehnten Frisur, die der echte Zuckerberg nach Angaben von Beobachtern zeitweise getragen hatte. Zu den weiteren Darstellern des Ensembles gehören Wunmi Mosaku, Betty Gilpin, Billy Magnussen sowie Bill Burr. Produziert wird das Werk von Todd Black, Peter Rice, Aaron Sorkin und Stuart Besser, während Lauren Lohman, Roger McNamee, Ellen Goldsmith-Vein, Broderick Johnson und Andrew A. Kosove als Executive Producers fungieren.
Die wahren Hintergründe der Facebook Files
Dramaturgisch stützt sich das Werk auf die im Herbst 2021 im Wall Street Journal veröffentlichten Facebook Files. Die einstige Facebook-Datenanalystin Frances Haugen wandte sich damals mit internen Konzernunterlagen an die Öffentlichkeit, um zu belegen, dass das Unternehmen Profit über den Schutz und die Sicherheit seiner Nutzer stellte. Die Handlung springt über verschiedene Zeitebenen, die sich auf die Jahre 2019 bis 2021 konzentrieren.
Sorkin inszeniert diese Enthüllungen als Countdown, der direkt zu den Ausschreitungen und dem Sturm auf das Kapitol in Washington im Januar 2021 führt, als Demonstranten Barrikaden umstießen und Sicherheitsbeamte niederpürtzen, während soziale Netzwerke bei der Mobilisierung eine zentrale Rolle spielten.

Aaron Sorkins Verzicht auf den Namen Trump
„Ich möchte deutlich machen: Ich wurde nie darum gebeten, Trump nicht beim Namen zu nennen.“
Aaron Sorkin, Regisseur und Drehbuchautor, via Spielfilm
Kurz nach der Fertigabe des Drehbuchs traf Sorkin mit Sony-Pictures-Chef Tom Rothman zusammen, der das Projekt unterstützte. Ohne Aufforderung sicherte der Filmemacher zu, dass weder Trump-Symbole noch der Slogan Make America Great Again
in dem Film auftauchen sollen. Stattdessen rücke die Rolle von Facebook und die zunehmende politische Polarisierung in den Mittelpunkt.
Kinostart und Reaktionen der Tech-Branche
Der Film läuft ab dem 9. Oktober 2026 in den österreichischen Kinos an, während der deutsche Kinostart für den 8. Oktober 2026 angesetzt ist.