Am frühen Freitagmorgen, dem 28. August 2026, ereignet sich über Deutschland eine partielle Mondfinsternis. Gegen 4.33 Uhr beginnt die Kernschattenphase, in der rund 93 bis 96 Prozent der Mondscheibe verdeckt werden. Das Maximum ist um 6.12 Uhr kurz vor dem Untergang des Erdtrabanten erreicht.
Früh aufstehen lohnt sich für Himmelsbeobachter in Deutschland. In den frühen Morgenstunden schiebt sich die Erde exakt zwischen Sonne und Mond, wodurch eine ausgeprägte partielle Mondfinsternis entsteht. Fast die gesamte Mondscheibe wird über Deutschland vom Erdschatten bedeckt: In der kommenden Nacht findet in den frühen Morgenstunden eine partielle Mondfinsternis statt.
Genaue Uhrzeiten und Verlauf über deutschen Großstädten
Der genaue Ablauf des Himmelsphänomens folgt einem präzisen zeitlichen Fahrplan. Bereits um 3.23 Uhr tritt der Mond in den schwächeren Halbschatten der Erde ein, wenn der Mond in den schwächeren Halbschatten der Erde eintritt. Diese erste Phase ist allerdings nur schwer mit bloßem Auge zu erkennen. Erst ab etwa 4.33 Uhr wird die Verdunkelung deutlich sichtbar. Deutlich spannender wird es ab etwa 4.33 Uhr, wenn der dunklere Kernschatten den Mond erreicht und die eigentliche partielle Finsternis einsetzt.
Den höchsten Verfinsterungsgrad erreicht das Phänomen um 6.12 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt liegen je nach Standort rund 93 bis 96 Prozent der Mondfläche im Kernschatten der Erde. Da der Mond zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits sehr tief am westlichen Horizont steht, bleibt Beobachtern in vielen Regionen nur ein kurzes Zeitfenster für das Maximum, bevor der Erdtrabant untergeht.
Über Kiel beginnt die partielle Mondfinsternis gegen 4.33 Uhr. Um 6.12 Uhr erreicht sie ihren Höhepunkt, danach bleibt der verfinsterte Mond noch kurze Zeit über dem Horizont und geht gegen 6.36 Uhr unter. In der Hansestadt Hamburg beginnt die partielle Mondfinsternis ebenfalls gegen 4.33 Uhr und erreicht um 6.12 Uhr ihre Stärke.
| Stadt | Beginn (Kernschatten) | Maximum | Monduntergang |
|---|---|---|---|
| Kiel | 4.33 Uhr | 6.12 Uhr | 6.36 Uhr |
| Hamburg | 4.33 Uhr | 6.12 Uhr | 6.30 Uhr |
| Bremen | 4.33 Uhr | 6.12 Uhr | 6.36 Uhr |
| Dortmund | 4.33 Uhr | 6.12 Uhr | 6.51 Uhr |
| Köln | 4.33 Uhr | 6.12 Uhr | 6.47 Uhr |
| Düsseldorf | 4.33 Uhr | 6.12 Uhr | 6.51 Uhr |
| München | 4.33 Uhr | 6.12 Uhr | 6.32 Uhr |
| Dresden | 4.33 Uhr | 6.12 Uhr | 6.18 Uhr |
Besonders knapp bemessen ist die Zeit für Beobachter in Dresden. Dort erwartet Dresden am Freitag ein besonderes Himmelsschauspiel, und ausgerechnet die eindrucksvollste Phase spielt sich unmittelbar vor dem Monduntergang ab. Über Dresden ist in den Morgenstunden eine partielle Mondfinsternis zu sehen, bei der der Vollmond so weit in den Kernschatten der Erde wandert, dass nur ein kleiner Teil seiner Scheibe außerhalb des dunklen Schattens bleibt. Dort geht der Mond bereits um 6.18 Uhr unter, wodurch das Maximum nur sechs Minuten sichtbar ist. Wer das Maximum verfolgen will, benötigt deshalb vor allem einen freien Blick bis hinunter zum westlichen Horizont. Die sogenannte Magnitude der Finsternis beträgt 0,930, und dieser Wert beschreibt, welcher Anteil des Monddurchmessers maximal vom Kernschatten bedeckt wird. Vom Beginn der Halbschattenphase bis zum Monduntergang dauert es zwar zwei Stunden und 54 Minuten, sehen kann man die partielle Mondfinsternis in Dresden aber nur wenige Minuten, da das astronomische Ereignis bereits um 3.23 Uhr losgeht.
Optimale Beobachtungsorte und freie Sicht nach Westen
Wer das Maximum der Mondfinsternis verfolgen möchte, braucht einen ungestörten Blick. In München wartet auf Münchner gut zwei Wochen nach der Sonnenfinsternis das nächste Himmelsschauspiel, und wer das Maximum sehen will, muss früh aufstehen. Zahlreiche Menschen beobachten am Olympiaberg in München eine Mondfinsternis, und eine Brille braucht er hierfür nicht. Laut NASA erreicht die Finsternis eine Magnitude von rund 0,93, womit zum Höhepunkt etwa 93 Prozent des Monddurchmessers im Kernschatten liegen und zu einer totalen Mondfinsternis also nicht viel fehlt. Das Maximum wird in München um 6.12 Uhr erreicht, wenn der fast vollständig verfinsterte Mond allerdings schon sehr tief steht: nur noch gut zwei Grad über dem Horizont im Westsüdwesten. Um 6.32 Uhr geht er unter, weshalb das Ende der partiellen Finsternis um 7.51 Uhr von München aus nicht mehr zu beobachten ist. Damit sich das Himmelsereignis gut sehen lässt, muss das Wetter mitspielen.

Hintergrund des astronomischen Phänomens
Bei einer Mondfinsternis schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond, und die Erde wirft dabei ihren Schatten auf den Mond. Eine Mondfinsternis entsteht, wenn Sonne, Erde und Mond exakt auf einer Linie stehen – und die Erde dabei ihren Schatten auf den Mond wirft. Bei einer totalen Mondfinsternis taucht der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde ein, wobei er nicht einfach im Dunkeln verschwindet, sondern in einem tiefen Rotton leuchtet, weil das Sonnenlicht an der Erdatmosphäre gebrochen wird und nur die roten Anteile des Lichts noch den Mond erreichen.

Während in Deutschland am Freitag eine partielle Mondfinsternis stattfindet, zog an einem früheren Datum am 3. März ein „Blutmond“ über den Himmel, der hierzulande allerdings unsichtbar blieb. Himmelsbegeisterte erwartete damals ein seltenes Schauspiel einer totalen Mondfinsternis, bei der besonders gute Karten Menschen im Westen der USA und im Osten Russlands hatten. Diese totale Mondfinsternis fand damals tagsüber statt – zu einer Zeit, zu der der Mond in Deutschland noch gar nicht am Himmel stand –, weshalb das kosmische Schauspiel um 9:44 Uhr MEZ begann, als der Mond in den Halbschatten der Erde eintrat, ab 10:50 Uhr sich der Erdschatten sichtbar über die Mondoberfläche schob, um 12:04 Uhr die Totalität begann und das Maximum der Verdunklung um 12:33 Uhr erreicht wurde, bevor die Finsternis um 15:23 Uhr ausklang.”
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