Jelena Rybakina hat am 12. September 2026 zum ersten Mal die US Open gewonnen und damit Aryna Sabalenka an der Spitze der Weltrangliste abgelöst. Nach einem umkämpften Finale im Arthur Ashe Stadium feierte die Kasachin ihren dritten Grand-Slam-Titel und kassierte ein Rekordpreisgeld von 5,5 Millionen US-Dollar.
Jelena Rybakina krönte eine bemerkenswerte Phase im Damentennis mit ihrem ersten Triumph in New York. Im Endspiel der US Open setzte sie sich am 12. September 2026 mit 6:4, 5:7 und 6:2 gegen die Titelverteidigerin Aryna Sabalenka durch. Schon vor dem Finale stand fest, dass die 27-jährige Kasachin die Weltranglistenspitze übernehmen würde. Sabalenka hatte diesen Platz zuvor 99 Wochen nacheinander innegehabt.
Ein enges Endspiel und die neue Weltranglistenerste
Jelena Rybakina triumphiert bei US Open
Das Duell im vollbesetzten Arthur Ashe Stadium bot den prominenten Zuschauern – darunter Schauspieler Brad Pitt, Sängerin Pink und Paris Hilton – hochklassigen Tennissport. Rybakina startete fast fehlerlos, dominierte ihr Aufschlagspiel und entschied den ersten Satz nach einer Dreiviertelstunde für sich. Im zweiten Durchgang zeigte sich Sabalenka deutlich stabiler, kämpfte sich mit hohem Risiko zurück und erzwang den Entscheidungssatz. Dort behielt Rybakina jedoch die Nerven und verwandelte ihren zweiten Matchball per Ass durch die Mitte.

Für Rybakina ist es nach Wimbledon 2023 und den Australian Open zu Jahresbeginn der dritte Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. Bei der Siegerehrung nahm sie den Scheck über das Rekordpreisgeld von 5,5 Millionen US-Dollar (4,74 Millionen Euro) entgegen. Sabalenka verfolgte mit leerem Blick, wie ihre Dauerrivalin geehrt wurde. „Genieß es“, sagte die 28-Jährige zu Rybakina, nachdem sie im ersten Frust über die Niederlage einen Schläger zerhackt hatte. Zudem verscheuchte sie eine Kamera mit unflätiger Beleidigung. In ihrer Rede hatte sie sich wieder gefangen und riet augenzwinkernd ihrer Gegnerin: Hab Spaß heute, morgen und bis zum Ende der Saison, so dass ich auch ein paar Titel gewinnen kann.
Der harte Weg nach New York
US Open: Rybakina feiert Grand-Slam-Triumph gegen Sabalenka
Der Erfolg in New York war keineswegs absehbar. Noch gut drei Wochen vor Turnierbeginn hatte eine Knöchelverletzung Rybakinas Teilnahme stark gefährdet, als sie sich aus dem Cincinnati-Vorbereitungsturnier zurückziehen musste. Sie verbrachte sieben Tage damit, von ihrem Hotelzimmer zum Fitnessstudio zu gehen, verbrachte dort drei Stunden pro Tag mit viel Erholung und Behandlungen, während Ärzte und MRT-Befunde keine Gewissheit gaben.

Ich war so aufgeregt. Ich wusste eigentlich nicht, wie es Tag für Tag sein würde. Wir kamen in New York an. Wir machten ein MRT. Es sah nicht so toll aus. Wir mussten mit vielen Ärzten sprechen, um Meinungen einzuholen, was wir tun sollten, erklärte sie. Im Turnierverlauf steigerte sich die Kasachin kontinuierlich, bezwang unter anderem die zweimalige Siegerin Naomi Osaka und überwand im Halbfinale die Gewinnerin von 2023, Coco Gauff.
Statistiken und die Begegnung mit Maria Sharapova
From injury fears to triumph, 'everything aligned' at US
Das Finale in New York war bereits das 18. Aufeinandertreffen der beiden Top-Spielerinnen. Die Rivalität zwischen Rybakina und Sabalenka könnte das Frauentennis auch in den kommenden Jahren bestimmen. Ich habe das Gefühl, dass wir uns in solch harten Kämpfen gegenseitig zu Höchstleistungen
antreiben, hieß es. Zu den bemerkenswerten Zahlen des Spiels zählten für Rybakina 85% gewonnene Punkte beim ersten Aufschlag, obwohl sie nur 47% davon ins Feld brachte, 36 geschlagene Winner bei nur 24 unforced errors sowie 12 Asse.
Nach ihrem Sieg erhielt Rybakina die US-Open-Trophäe von Maria Sharapova, die anlässlich des 20. Jahrestages ihres Triumphs von 2006 in New York anwesend war. Die normalerweise stoicistische Rybakina erklärte, dass dies das erste Mal war, dass sie jemals mit der ehemaligen Weltranglistenersten und Hall-of-Famerin gesprochen hatte, und dass die Interaktion viel mehr Substanz hatte als damals, als sie sich zu Beginn ihrer professionellen Karriere zum ersten Mal kreuzten.

Ich sah sie ganz nah in der Umkleidekabine, sie war im Begriff, zu ihrem Match zu gehen, sagte sie. Ich weiß nicht, ich hatte das Gefühl, dass so viel Energie von ihr ausgeht, und sie ist einfach jemand, den ich im Fernsehen beobachtet habe, als sie spielte, natürlich, als sie große Titel gewann, und es war ein besonderer Moment, sich mit ihr zu unterhalten. Ich habe den Faden verloren, aber wenn es um Maria geht, war das einfach etwas, von dem ich nie gedacht hätte, dass es passieren könnte, ein Gespräch wie dieses zu führen. Sie war auch sehr nett.
Mit dem Titel im Rücken blickt die neue Nummer eins optimistisch auf die kommenden Monate und äußerte ihre wachsende Begeisterung für New York, nachdem sie vor zehn Jahren erstmals als Juniorin dorthin gereist war.