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Welt

Iran droht Friedrich Merz und Europa mit massiven Militärschlägen

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat Bundeskanzler Friedrich Merz und Europa mit massiven Militärschlägen gedroht. Nach Äußerungen von Merz über die hohen wirtschaftlichen Kosten des Konflikts erklärte Araghtschi auf der Plattform X, dass rote Linien der Vergangenheit angehören und ein vernichtender Schlag drohe.

Wirtschaftliche Konfliktkosten in Südkorea beziffert

Bundeskanzler Friedrich Merz hat während seines Besuchs in Südkorea an alle Konfliktparteien appelliert, den Nahostkonflikt auf diplomatischem Wege zu beenden. Der Kanzler betonte, dass sich die Auseinandersetzung nicht militärisch lösen lasse und Deutschland ein starkes wirtschaftliches Interesse an einer raschen Deeskalation habe.

Allein die Verteuerung der Energiepreise hat Europa in den vergangenen Monaten mehr als 100 Milliarden Euro gekostet. Deutschland und seine europäischen Partner drängen deshalb auf diplomatische Kanäle, um die Belastungen für Verbraucher und Unternehmen zu begrenzen. Die Asienreise des Bundeskanzlers, die ihn neben Südkorea auch nach Singapur und Japan führte, betonte stets die engen Handelsbeziehungen.

BM Wadephul in Genf
Foto: Blick

Irans Außenminister droht mit vernichtendem Schlag

Die Reaktionen aus Teheran ließen nicht lange auf sich warten. Irans Außenminister Abbas Araghtschi konterte die Aussagen des Bundeskanzlers scharf und stellte klar, dass Teheran im Falle einer erneuten Eskalation massiv zurückschlagen werde. Dabei bezog er sich direkt auf die in Seoul genannte Summe und warnte vor möglichen materiellen Schäden, die weit über 100 Milliarden Dollar betragen könnten.

100 Milliarden Euro sind nichts im Vergleich zu dem vernichtenden Schlag, den die mächtigen Streitkräfte des Iran gegen diejenigen austeilen werden, die es wagen, unserem Volk Schaden zuzufügen.

Abbas Araghtschi, Außenminister des Iran

In seinem Beitrag auf der Plattform X erklärte Araghtschi zudem unmissverständlich, dass rote Linien der Vergangenheit angehören. Im Falle eines neuerlichen Konflikts werde der Iran außerdem selbst den Zeitpunkt und die Bedingungen für dessen Beendigung diktieren.

Alte Zitate über israelische Luftangriffe im Fokus

Neben den aktuellen Kosten des Konflikts warf Araghtschi dem Bundeskanzler vor, frühere Militäroperationen gegen den Iran gutgeheißen zu haben. Der iranische Außenminister erinnerte an Äußerungen, die Merz am 17. Juni 2025 während des G7-Gipfels im kanadischen Kananaskis in einem Interview mit dem ZDF getätigt hatte.

Damals hatte Merz die Luftangriffe der USA und Israels mit den Worten kommentiert, dass dies die Drecksarbeit, die Israel macht – für uns alle sei. In demselben Interview zollte der Kanzler der israelischen Armee und der Staatsführung seinen größten Respekt für den bewiesenen Mut, da man andernfalls möglicherweise noch jahrelang den Terror des Regimes und das Aufstreben einer Atomwaffe hätte hinnehmen müssen. Diese Wortwahl hatte Kritik hervorgerufen, woraufhin der Kanzler seine Formulierung später relativierte und einräumte, dass man sich auch anders hätte ausdrücken können.

Iran droht Friedrich Merz und Europa mit massiven Militärschlägen
Foto: T-Online

Strategische Anordnungen und diplomatische Krisengespräche

Parallel zu den diplomatischen Spannungen berät die Führung in Teheran über ihr weiteres Vorgehen. Der Oberste Führer des Irans, Modschtaba Chamenei, wandte sich per offizieller Mitteilung an feindlich gesinnte Staaten und betonte, dass eine Konfrontation mit den Feinden die Voraussetzung für maximale Abschreckung sei. Dabei warnte er, dass jeder Art und jedem Ausmaß von Bedrohung eine sofortige, wirksame und geografisch uneingeschränkte Reaktion folgen müsse.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.