Hurrikan Lowell hat den westlichen Teil von Hawaii am Montag und Dienstag mit heftigen Winden und sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Das Zentrum des Sturms zog nach Angaben der BBC früh am Dienstag westlich an den Inseln vorbei, was zu Stromausfällen, Evakuierungswarnungen und Flutgefahr führte.
Der Sturm zog im Laufe der Woche an den hawaiianischen Inseln vorbei und brachte extreme Wetterbedingungen in die Region. Nach Angaben der BBC traf Lowell den westlichen Teil Hawaiis am Montag und Dienstag mit starken Winden und schweren Regenfällen, wodurch Stromausfälle sowie Sorgen vor Sturzfluten und Erdrutschen ausgelöst wurden.
Evakuierungen und Schließungen auf Kauai und Niihau
Die Behörden reagierten auf die herannahende Gefahr mit umfangreichen Schließungen. Laut Berichten verhängte das National Hurricane Center eine Hurrikan-Warnung für das Kauai County, zu dem die Inseln Kauai und Niihau gehören, mit Hurrikan-Bedingungen, die für den späten Montag erwartet wurden. Eine Tropical Storm Warning war zudem für Oahu, einschließlich Honolulu, in Kraft. Der Gouverneur von Hawaii, Josh Green, erklärte in einer Mitteilung vom späten Montag: Kauaʻi County is most vulnerable to Hurricane Lowell, and we are not going to take chances with people’s safety.
Due to expected impacts from Hurricane Lowell, public schools on Kauaʻi, County of Kauaʻi offices, and State of Hawaiʻi offices on Kauaʻi will be closed on Tuesday, Sept. 8,
gab die Kauai Emergency Management Agency in einer Erklärung spät am Montag bekannt.
Zusätzlich riefen die Behörden in Poipu, einer Ferienortschaft an der Südküste von Kauai, die Bewohner dazu auf, die Straßen zu meiden, während Touristen dringend angehalten wurden, in ihren Unterkünften zu bleiben. Auch Campingplätze und Parks mussten schließen, und die Kauai Emergency Management Agency riet den Einwohnern, lose Gegenstände rund um ihr Eigentum zu sichern, den Benzintank zu füllen, elektronische Geräte zu laden, Rezepte aufzufüllen und sicherzustellen, dass der Haushalt über ausreichend Wasser, Nahrungsmittel und Notfallvorräte verfügt.
Regenmengen, Windböen und die Entwicklung des Sturms
Lowell schwächte sich am Montag ab 17 Uhr Eastern Time zu einem Hurrikan der Kategorie 2 ab. Der Kern des Sturms passierte die westlichen Hauptinseln zwischen Montagnacht und Dienstagmorgen, wobei die heftigsten Auswirkungen zwischen 18 Uhr am Montag und 6 Uhr am Dienstag Ortszeit erwartet wurden. Die prognostizierte Zugbahn verlagerte sich leicht nach Osten, wodurch die Wahrscheinlichkeit signifikanter Auswirkungen auf das Kauai County stieg, wenngleich die Stärke des Sturms beim Passieren der Inseln im Vergleich zu 24 Stunden zuvor leicht abnahm.
Die meteorologischen Bedingungen brachten enorme Niederschlagsmengen mit sich. Für Kauai wurden zusätzliche Regenmengen von 6 bis 10 Zoll vorhergesagt, mit einem möglichen Höchstwert von 16 Zoll. Auf der Big Island wurden 4 bis 8 Zoll Regen erwartet, mit isolierten Werten von bis zu 12 Zoll. Die Hawaii Emergency Management Agency (HEMA) wies darauf hin, dass diese Niederschläge erhebliche Sturzfluten und Erdrutsche auslösen könnten, insbesondere im Kauai County und in Teilen der Big Island. Windböen von bis zu 74 Meilen pro Stunde waren im Kauai County möglich, während auf Oahu Windböen von bis zu 40 Meilen pro Stunde am Montag und Dienstag auftreten konnten.
Warnungen vor Tornados und extreme Küstenbedingungen
Neben Wind und Regen sahen sich die Inseln mit weiteren Gefahren konfrontiert. HEMA warnte vor extrem gefährlicher Brandung, die die südlichen und westlichen Küstenbereiche von Kauai, Niihau und Oahu treffen sollte. Darüber hinaus hielten die Behörden das Auftreten einzelner Tornados von Montagnachmittag bis Montagnacht Ortszeit für möglich, insbesondere auf den Inseln Kauai und Niihau.
Offizielle Stellen baten alle Personen, die an der Küste oder in tiefer gelegenen Gebieten leben, sich auf Evakuierungen vorzubereiten. Hawaii-Beamte warnten zudem vor möglichen Stromausfällen infolge von Höhenwinden oder Sturzfluten, während ABC News-Reporter Kenton Gewecke und Kayna Whitworth zu den Berichten über das Sturmereignis beitrugen.