Hurrikan Lowell hat sich am Mittwoch, dem 2. September 2026, zu einem extrem gefährlichen Sturm der Kategorie 4 aufgeweitet. Das teilte das Central Pacific Hurricane Center nach Daten von NOAA-Wetteraufklärern mit. Während der Kern des Sturms hunderte Meilen südlich an Hawaii vorbeizieht, drohen der Inselkette lebensgefährliche Brandung und extreme Strömungen.
Der gewaltige Wirbelsturm befand sich am Mittwochnachmittag um 17:00 Uhr rund 440 Meilen südlich von Hilo, wie Bigislandnow berichtet. Dabei führte das System maximale anhaltende Winde von 250 km/h (155 mph) mit sich, begleitet von noch höheren Böen. Orkanartige Winde mit Geschwindigkeiten ab 119 km/h (74 mph) erstrecken sich bis zu 35 Meilen vom Zentrum, während Sturmböen bis zu 90 Meilen weit nach außen reichen.
Gefährliche Brandung und stürmische Winde für die Inseln
Obwohl der Wirbelsturm auf einem westlichen Kurs bleibt und vorerst keine direkten Landabwürfe drohen, spürt die Inselgruppe die Randbereiche des Wettersystems deutlich. Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes in Honolulu zieht das System mit rund 16 km/h (10 mph) nach Westen, während ein in der Nähe liegendes Hochdruckgebiet die Passatwinde drastisch anheizt.
Die Auswirkungen auf die Küsten sind unmittelbar. Meteorologen teilten mit, dass von Lowell erzeugte Wellen ab Mittwoch voraussichtlich Teile der hawaiianischen Inseln betreffen werden, wie hawaiitribune-herald.com dokumentiert. Diese Wellen führen zu lebensgefährlichen Brandungen und reißenden Strömungen an den Süst- und Ostküsten.

Der Nationale Wetterdienst teilte mit, dass diese Wellen wahrscheinlich lebensgefährliche Brandungs- und Strömungsbedingungen verursachen werden.
Zusätzlich erließen Behörden Windwarnungen für alle Inseln vom Big Island bis nach Oahu. Örtlich werden kräftige Ostwinde mit Geschwindigkeiten von 40 bis 56 km/h (25 bis 35 mph) und heftigen Böen von bis zu 88 km/h (55 mph) erwartet. Honolulu-Bürgermeister Rick Blangiardi betonte in einer Mitteilung, dass aktuell kein Grund zur Panik bestehe, aber die zusätzliche Zeit unbedingt zur Vorbereitung genutzt werden müsse. Laut der Honolulu Star-Advertiser erklärte Blangiardi, dass es im Moment keinen Grund zur Beunruhigung gebe und sich bei diesem Sturm in den nächsten Tagen noch viel ändern könne.
Unsicherer Wochenendkurs und der Einfluss des Nordtrogs
Wie sich Lowell in den kommenden Tagen entwickeln wird, hängt stark von einer atmosphärischen Störung im Norden ab. Laut den Analysen der Vorhersagemodelle wird der Sturm vorerst durch einen Hochdruckrücken auf seinem westlichen Kurs gehalten. Gegen Ende der Woche soll jedoch ein oberer Trog den Kurs verändern.

Die Unsicherheiten bei der langfristigen Prognose sind nach Angaben des Central Pacific Hurricane Centers höher als üblich. Die Experten hielten fest, dass die Details zu Lowells langfristiger Zugbahn- und Intensitätsvorhersage unsicherer als gewöhnlich seien.
Global agierende Wettermodelle zeigen eine leichte Verschiebung des prognostizierten Kurses nach Osten. Demnach könnte der Hurrikan über das Wochenende seine Vorwärtsbewegung verlangsamen und Anfang nächster Woche einen markanten Schwenk nach Norden vollziehen, um sich den westlichen Inseln zu nähern. Dennoch herrscht Einigkeit darüber, dass das System trotz einer langsam einsetzenden Abschwächung das gesamte Wochenende über ein schwerer Hurrikan bleiben wird.
Parallele Tropenstürme im östlichen Pazifik
Meteorologen beobachten im östlichen Pazifik derweil zwei weitere Sturmsysteme. Karina wird im weiteren Verlauf über kühlerem Wasser schrittweise an Kraft verlieren.
Gleichzeitig verstärkte sich der frühere Tropensturm Marie vor der Küste Mexikos zu einem Hurrikan der Kategorie 1. Weder Karina noch Marie stellen derzeit eine direkte meteorologische Bedrohung für das hawaiianische Festland dar, tragen jedoch zur Gesamtunruhe im ozeanischen Strömungsbild bei.
Behörden mahnen zur Vorbereitung auf den Ernstfall
Angesichts der unvorhersehbaren Zugbahn rufen die Zivilschutzbehörden in den Landkreisen dazu auf, Notfallpläne zu überprüfen.
Auch die mauinow.com vorliegenden Berichte unterstreichen, dass die genauen Auswirkungen rund um das kommende Labor-Day-Wochenende stark von der Wechselwirkung zwischen Lowell und den umliegenden Wettersystemen abhängen. Inselbewohner und Touristen sind angehalten, die amtlichen Durchsagen des Nationalen Wetterdienstes kontinuierlich zu verfolgen und Wanderungen in der Nähe von Flüssen oder steilen Küstenabschnitten vorerst einzuschränken.
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