Nach dem Schuldspruch gegen Manchester City in 114 von 115 Finanzverstößen durch ein unabhängiges Gremium hat US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino ein hartes Urteil gefällt. Der ehemalige Premier-League-Coach sprach von einer Zeit der Täuschung
, die den Fussball schwer beschädigt habe.
Die Entscheidung eines unabhängigen Schiedsgerichts, Manchester City in der vergangenen Woche in fast allen Punkten der finanziellen Unregelmäßigkeiten für schuldig zu befunden, erschüttert die englische Fußball-Landschaft. Zwischen 2009 und 2018 soll der Verein massiv gegen die Regularien verstoßen haben. Während der Club die Vorwürfe – die nach Angaben von Reuters auch von Clubchef Khaldoon Al Mubarak in einem offenen Brief an Fans zurückgewiesen wurden – weiterhin vehement bestreitet und auf eine Entlastung im anstehenden Berufungsverfahren hofft, blicken ehemalige Weggefährten und Konkurrenten fassungslos auf die Tragweite der Enthüllungen. Laut Sky Sports News geht der Prozess nun in die Berufungsphase über, wobei Chief Executive Ferran Soriano bei einem Treffen in Kopenhagen erklärte, dass der Rechtsstreit Jahre dauern könnte.

Mauricio Pochettino beklagt mangelnde sportliche Fairness
Besonders deutlich äußerte sich Mauricio Pochettino, der während des untersuchten Zeitraums und darüber hinaus jahrelang in der englischen Eliteliga an der Seitenlinie stand. Als ehemaliger Verantwortlicher von Southampton – wo er laut BBC Sport 15 Monate verbrachte –, Tottenham Hotspur (fünf Jahre) und dem FC Chelsea (eine Saison) betonte der Argentinier in St. Louis vor dem Länderspiel gegen Chile, dass die sportliche Integrität über Jahre hinweg beschädigt worden sei.
Reaktionen und offene Fragen im englischen Profifussball
Während die sportliche und juristische Aufarbeitung erst am Anfang steht, formieren sich im Hintergrund bereits weitere Konsequenzen. Vereinsvertreter erwägen nach Angaben von Medienberichten rechtliche Schritte und Schadensersatzforderungen, sollte das Urteil im Berufungsverfahren Bestand haben. Manchester City plant derweil, alle juristischen Mittel auszuschöpfen, um den Schuldspruch abzuwenden.
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