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Welt

Himalaya-Sturzflut: Zahl der Todesopfer in Nepal und Tibet auf 750 gestiegen

Nach einer verheerenden Sturzflut im Himalaya ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 750 gestiegen. Der Katastrophenschutz in Nepal barg 734 Leichen, während chinesische Behörden 16 Tote in Tibet meldeten. Rund 3.000 Menschen werden weiterhin vermisst, darunter zahlreiche ausländische Staatsangehörige.

Die Naturkatastrophe hat eine breite Schneise der Verwüstung im Grenzgebiet zwischen China und Nepal hinterlassen. Ausgelöst wurde die Sturzflut nach bisherigen Erkenntnissen durch den Abbruch an einem Gletscher. Die Wassermassen bahnten sich anschließend über den Fluss Bhotekoshi ihren Weg von nepalesischem Territorium aus über den Südwesten Tibets zurück nach Nepal.

Bergungsarbeiten und Fundorte flussabwärts

Die Rettungskräfte stehen vor einer gewaltigen logistischen Herausforderung, da sich die Fundorte der Opfer teils Dutzende Kilometer vom eigentlichen Ursprung der Katastrophe entfernt befinden. Die meisten Leichen wurden im Bezirk Chitwan an der Grenze zu Indien entdeckt, wo die Behörden bisher 259 Tote zählten. In den unmittelbar angrenzenden Bezirken Ost-Nawalparasi und West-Nawalparasi bargen Helfer weitere 184 beziehungsweise 82 Leichen.

Insgesamt zeichnet sich bei der offiziellen Bilanz ein deutliches Gefälle zwischen den betroffenen Staaten ab. Während der Katastrophenschutz in Nepal 734 Tote registrierte, gaben die chinesischen Behörden an, dass die Opferzahl im betroffenen Gebiet im Südwesten der Region Tibet bei 16 liegt. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesopfer laut den übereinstimmenden Berichten auf 750.

Tausende Vermisste und unklare Lage bei Ausländern

Neben den geborgenen Opfern läuft die Suche nach den Verbleibenden auf Hochtouren. Behördenangaben zufolge gelten rund 2.500 Menschen in Nepal weiter als vermisst. Darunter befinden sich nach Angaben der Rettungskräfte auch 589 Ausländer. Rechnet man die Vermissten aus Tibet hinzu, suchen Einsatzkräfte noch nach rund 3.000 Personen.

Unter den Vermissten befinden sich dem Vernehmen nach Hunderte ausländische Staatsangehörige. Zu betroffenen österreichischen Staatsbürgern liegen den zuständigen Stellen bis dato keine Informationen vor.

Neue Warnungen für den Fluss Bhotekoshi

Die Gefahr ist noch nicht gebannt. Nepals Katastrophenschutz hat über die Online-Plattform X eine Warnung vor einer möglichen weiteren Katastrophe herausgegeben. Die Behörden richteten den Appell zur Vorsicht an die Bewohner in der Region um den Fluss Bhotekoshi, insbesondere in den Bezirken Rasuwa, Nuwakot und Dhading.

Himalaya-Sturzflut: Zahl der Todesopfer in Nepal und Tibet auf 750 gestiegen
Photo: Derstandard
Sturzflut im Himalaya: Zahl der Toten steigt
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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