Der Continental AllSeasonContact 2 geht als einziger Reifen im großen Ganzjahresreifentest des Touring Club Schweiz als Gesamtsieger hervor. Während das Modell in der Dimension 185/65 R15 88H glänzt, fallen zahlreiche der getesteten Fabrikate wegen Schwächen im Winter durch.
Continental AllSeasonContact 2 dominiert den Test des Touring Club Schweiz
Der Touring Club Schweiz (TCS) und der ADAC nahmen in ihren Prüfungen für das Jahr 2026 insgesamt 16 Ganzjahresreifen der Dimension 185/65 R15 88H unter die Lupe. Diese Reifengröße ist vor allem bei kompakten Stadtautos wie der Peugeot 208, der Renault Clio oder der VW Polo weit verbreitet. Alle überprüften Modelle trugen das vorgeschriebene 3PMSF-Symbol für wintertaugliche Bereifung. Das Ergebnis fällt jedoch ernüchternd aus: Lediglich ein einziges Fabrikat überzeugte die Tester auf ganzer Linie und erhielt die begehrte Bestnote.
Der Testsieger Continental AllSeasonContact 2 sicherte sich mit einer Bewertung von 68 Prozent als einziges Modell das Urteil très recommandé
oder im deutschen Sprachraum die Gesamtnote gut mit 2,3. Der Automobilclub hob hervor, dass der Reifen im Handel für etwa 84 Euro erhältlich ist und bei der Fahrsicherheit mit der Teilnote 2,1 überzeugte.

Pirelli und Michelin sichern sich die Podestplätze
Hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter komplettieren zwei bekannte Konkurrenten das Podium. Der Pirelli Cinturato All Season SF3 und der Michelin CrossClimate 2 teilen sich mit jeweils mehreren Prozent der Punkte den zweiten Platz. Beide Fabrikate erzielten beim ADAC eine einheitliche Gesamtnote von 2,6, wobei für das Pirelli-Modell ein Preis von rund 86 Euro ermittelt wurde. Der Pirelli zeigt sich auf trockener wie nasser Fahrbahn äußerst verlässlich, während seine winterlichen Eigenschaften leicht hinter denen des Continental-Siegers zurückbleiben.
Der Michelin CrossClimate 2 punktet vor allem beim Umweltaspekt und erzielt hier den Bestwert von mehreren Prozent. Die Tester lobten den geringen Abrieb der Lauffläche, die hohe Energieeffizienz sowie ein stabiles Fahrverhalten auf trockener Straße, Schnee und verglasten Pisten. Leichte Abstriche müssen Fahrer allerdings bei Nässe und der absoluten Kilometerlaufleistung hinnehmen.
Strenge Kriterien und kritische Mängel bei der Wintersicherheit
Die Prüfer legten strenge Maßstäbe an. Die Fahrsicherheit fließt mit 70 Prozent in das Gesamtergebnis ein, während das Umweltbilanz-Kto mit 30 Prozent gewichtet wird. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die strenge Regel des Minimums: Wer in einer Disziplin – insbesondere auf winterlichem Untergrund – versagt, wird hart abgestraft. Genau das wurde mehreren bekannten Marken zum Verhängnis.
Insgesamt stuften die Prüfer die Hälfte der 16 getesteten Reifen als mangelhaft oder lediglich ausreichend ein. Fünf Modelle erhielten sogar die schlechteste Bewertung. Zu dieser Gruppe gehören der Norauto 4 Seasons 2 als Eigenmarke von A.T.U, der Bridgestone Weather Control A005-Evo, der Mastersteel All Weather 2, der Roadhog RGAS02 sowie der Tomason Allseason. Bei allen diesen Ausführungen stellten die Prüfer erhebliche Mängel auf winterlichen Straßen fest, weshalb die grundsätzliche Eignung für den Ganzjahreseinsatz angezweifelt wird.
| Modell | Gesamtergebnis | Besonderheiten laut Test |
|---|---|---|
| Continental AllSeasonContact 2 | 68% / Gesamtnote 2,3 | Einziger Testsieger, Bestnoten bei Sicherheit und Verschleiß |
| Pirelli Cinturato All Season SF3 | Einzelfall / Gesamtnote 2,6 | Ausgewogene Leistung auf trockener und nasser Strecke |
| Michelin CrossClimate 2 | Einzelfall / Gesamtnote 2,6 | Stärkster Umweltwert, geringster Gummiabrieb |
| Dunlop All Season 2 | Reihenfolge im Mittelfeld | Stärkster Winterwert (76%), aber Schwächen auf trockener Fahrbahn |
Worauf Autofahrer bei der Reifenwahl achten sollten
Die Testergebnisse zeigen, wie unterschiedlich die Kandidaten abschneiden. Der Bridgestone Weather Control A005 Evo glänzt auf nasser Fahrbahn mit starken 72 Prozent, fällt wegen mangelhafter Traktion auf Eis und Schnee im Gesamtranking jedoch drastisch ab.
Zudem unterstreichen die Prüfer, dass ein ganzjähriger Kompromiss niemals die spezialisierten Fähigkeiten reiner Winterreifen in echten Hochgebirgsregionen ersetzen kann. Regelmäßige Reifendruckkontrollen und eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern im Winter bleiben unerlässlich, um die Sicherheitsreserven aufrechtzuerhalten.
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