Xabi Alonso übernahm nach einem turbulenten 6:3-Sieg gegen Leeds United im EFL Cup die volle Verantwortung für den schwachen Start von Chelsea an der Stamford Bridge. Nach Rückständen und Pfiffen zur Halbzeit drehten eingewechselte Stars das Spiel im zweiten Durchgang komplett.
Chelsea hat am Dienstagabend im Carabao Cup die vierte Runde erreicht, nachdem ein spektakuläres Aufbäumen in der zweiten Halbzeit einen Rückstand wettgemacht hatte. Gegen Leeds United feierten die Londoner vor heimischem Publikum einen 6:3-Erfolg, der allerdings von einer schmerzhaften Anfangsphase überschattet wurde. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel zog das Team in die nächste Runde ein, wie berichtet wurde.
Pfiffe an der Stamford Bridge: Ein turbulenter erster Durchgang
Head Coach Xabi Alonso hatte seine Startaufstellung auf gleich neun Positionen verändert, um dem breiten Kader Spielpraxis zu verschaffen. Dieser massive Umbau brachte jedoch den Rhythmus komplett durcheinander. Leeds United nutzte die Gunst der Stunde eiskalt aus: Tarik Muharemovic brachte die Gäste in Führung, ehe Brenden Aaronson kurz nach Wiederanpfiff nachlegte.
Zur Halbzeitpause verließen die Chelsea-Profis das Feld unter vernehmlichen Pfiffen der eigenen Anhänger. Beobachter sprachen von der bislang schwächsten ersten Halbzeit unter Alonsos kurzer Amtszeit. Die Rotation hatte junge Spieler und Neuzugänge vor extreme Herausforderungen gestellt. Der erst 16-jährige Reggie Watson erlebte bei seinem Debüt eine schwierige Premiere und wurde nach einer Gelben Karte zur Pause ausgewechselt. Auch die jungen Angreifer Estevao Willian und Jamie Gittens mussten den Platz vorzeitig räumen.
Alonso übernimmt die volle Verantwortung für den Fehlstart
Angesichts des drohenden Ausscheidens reagierte der Head Coach umgehend. Alonso wechselte zur Pause gleich vier prominente Kräfte ein: Cole Palmer, Morgan Rogers, Pedro Neto und Reece James betraten den Rasen und veränderten das Gesicht der Partie grundlegend.
„I need to take my own blame and my own responsibility on the things that happen,“ he said. „I need to be able to help them better so they are not responsible, and after you need to react and think what’s better for the team.“
Xabi Alonso
Alonso erklärte im Anschluss, er habe es seinen Spielern mit den zahlreichen Umstellungen zunächst hard gemacht. Dennoch lehnte er es ab, eine zynische Sichtweise auf das Leistungsgefälle zwischen etablierten Leistungsträgern und den Ersatzspielern einzunehmen. Er wolle aus den Fehltritten lernen, wie die Berichterstattung darlegt.
Die Joker schlagen zu: Palmer und Rogers drehen die Partie
Die Einwechslungen zeigten sofort Wirkung. Morgan Rogers kurbelte das Offensivspiel an und war direkt an vier Toren aus dem Spiel heraus beteiligt. Cole Palmer übernahm das Kommando im Mittelfeld und steuerte zwei Treffer zum furiosen Comeback bei. Auch Pedro Neto und Valentin Barco trugen sich in die Torschützenliste ein.
Am Ende stand ein torreiches 6:3 auf der Anzeigetafel, das Chelsea den Einzug in die vierte Runde sicherte. Das Weiterkommen ist für den Club von enormer Bedeutung, da in dieser Saison die europäischen Wettbewerbe fehlen und der 27 Spieler umfassende Kader dringend Pflichtspiele benötigt, um alle Akteure im Rhythmus zu halten.