Belinda Bencic und Flavio Cobolli haben den Titelgewinn im Mixed-Doppel bei den US Open verpasst. Das Schweizerisch-italienische Duo unterlag im Endspiel dem tschechischen Team Karolina Muchova und Jakub Mensik in drei Sätzen mit 3:6, 6:1 und 6:10 im entscheidenden Match-Tiebreak.
Das Warten auf den ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel im Mixed bleibt für Belinda Bencic und ihren Doppelpartner Flavio Cobolli vorerst bestehen. Nachdem das Duo im März dieses Jahres bereits das Mixed-Doppel in Indian Wells gewonnen hatte, reichte es in New York nach einer umkämpften Partie knapp nicht für den ganz grossen Triumph.
Für das Duo Belinda Bencic/Flavio Cobolli gibt es keinen ersten Grand-Slam-Titel. Die Ostschweizerin und der Italiener verlieren den Final im Mixed-Doppel an den US Open.
Publiziert: 07:06 Uhr|Aktualisiert: vor 42 Minuten Gian-Andri Baumgartner Redaktor Sport
Belinda Bencic (29, WTA 12) und Flavio Cobolli (24, ATP 6) harmonieren auch in New York gut – für den US-Open-Sieg im Mixed-Doppel reicht es aber knapp nicht: Das Duo verliert in der Nacht auf Donnerstag den Final gegen Karolina Muchova (30, WTA 7) und Jakub Mensik (20, ATP 18).
Nach sieben Siegen in Folge (vier in Indian Wells, drei in New York) verliert das Duo erstmals.
Der Finalverlauf gegen Karolina Muchova und Jakub Mensik
Mixed-Final an den US Open
Im Endspiel auf der Hartplatzanlage in Flushing Meadows standen Bencic und Cobolli dem rein tschechischen Paar Karolina Muchova und Jakub Mensik gegenüber. Nach einem verhaltenen Start mussten die Ostschweizerin und der Italiener den ersten Satz mit 3:6 abgeben. Im zweiten Durchgang zeigten sie jedoch eine deutliche Leistungssteigerung und dominierten das Geschehen mit 6:1.
Zum Sieg fehlt Bencic/Cobolli in New York wenig: Gegen das rein tschechische Duo machen sie den mit 3:6 verlorenen Startsatz durch ein 6:1 im zweiten Durchgang wieder wett, ehe das Match-Tiebreak mit 6:10 verloren geht.
Im Final wird ein Satz wie gewohnt auf sechs Games gespielt – anders als in den Runden zuvor, wo schon vier Games für einen Satzgewinn gereicht haben.
Die Entscheidung musste folglich im Match-Tiebreak fallen. Anders als im Halbfinal, in dem Bencic und Cobolli gegen das Tennis-Ehepaar Elina Switolina (31, WTA 9)/Gaël Monfils (39, ATP 309) mit 4:5, 4:1 und 10:5 durchgesetzt noch die Wende schafften, behielten Muchova und Mensik im Champions-Tiebreak mit 10:6 die Oberhand.
Anders als noch im Halbfinal, als sie gegen das Ehepaar Jelina Switolina und Gaël Monfils nach verlorenem Startsatz zurückfanden und schliesslich im Champions-Tiebreak siegten, zogen Belinda Bencic und Flavio Cobolli im Final in der Kurzentscheidung den Kürzeren.
Nach der Final-Niederlage bleibt Bencic aber ein zweiter Turniersieg an der Seite von Cobolli nach demjenigen in Indian Wells im März verwehrt.
Emotionale Worte nach dem Endspiel
US Open: Bencic und Cobolli verlieren Mixed-Final
Trotz der bitteren Niederlage überwogen nach dem Match die positiven Emotionen bei der Schweizerin und ihrem italienischen Partner. Bencic blickte stolz auf ihre erste Endspielteilnahme auf Grand-Slam-Stufe zurück.

Es war mein erster Grand-Slam-Final, und es war ein besonderer Moment. Ich habe jedes Spiel genossen. Danke, Flavio, für all die positive Energie, die du mitgebracht hast
, sagte die 29-jährige Bencic.
Trotz der Niederlage schwärmt Cobolli im Nachgang erneut von seiner Doppelpartnerin: «Belinda, du bist ein Geschenk. Ich liebe, es mit dir zu spielen. Danke für alles und viel Glück im Einzel. Du verdienst es, eines Tages einen Grand Slam zu gewinnen.»
Für einen Lacher sorgt der Italiener, als er sagt, dass er gerne bei Bencic bleiben würde – aber «not in this sense», wie er in Richtung Bencics Box sogleich klarstellt.
Auch Bencic findet nur lobende Worte für Cobolli: «Du gibst so viel Energie, wir haben so eine positive Stimmung. Du darfst nun mit niemand anderem spielen, bis meine Karriere endet. Ich hoffe, wir können das erneut probieren und auch gewinnen.»
Wichtiger Formtest nach Verletzungspause
Für Bencic diente der Auftritt im Mixed vor allem als willkommene Standortbestimmung im Hinblick auf das Einzelturnier. Die 29-jährige St. Gallerin musste zuvor das Turnier in Toronto absagen und jenes in Cincinnati abbrechen, weil sie aufgrund von Hüftschmerzen geplagt worden war. Der Weg bis in den Final zeigt jedoch, dass die körperliche Verfassung für die anstehenden Aufgaben im Einzel hält.
US Open: Bencic verliert Mixed-Doppel-Final
Bandecchis US-Open-Traum lebt weiter

Susan Bandecchi (28, WTA 152) darf weiterhin auf ihre zweite Hauptfeld-Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier hoffen: Die Tessinerin übersteht mit einem souveränen 6:3 und 6:2 gegen die Slowakin Viktoria Hruncakova (28, WTA 224) die zweite Qualifikationsrunde.
Damit fehlt ihr noch ein Sieg zur ersten Teilnahme an den US Open – Bandecchi trifft am Donnerstagabend Schweizer Zeit in der dritten Runde auf die Holländerin Arantxa Rus (35, WTA 203).
In der zweiten Runde der Qualifikation ausgeschieden sind dagegen die beiden Schweizer Männer.
Rémy Bartola (27, ATP 174) muss sich dem Briten Harry Wendelken (34, ATP 196) mit 7:5, 6:7 und 4:6 knapp geschlagen geben.
Auch Jérôme Kym (23, ATP 178) verliert gegen den US-Amerikaner Colton Smith (23, ATP 221) in drei Sätzen mit 6:7, 6:2 und 4:6.
Damit steht fest: Stan Wawrinka (41, ATP 127), der nachträglich doch noch eine Wildcard erhalten hat, wird in diesem Jahr die einzige Schweizer Vertretung im Männer-Hauptfeld der US Open sein.
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