Stan Wawrinka verpasst zum Ende seiner Karriere die erhoffte letzte Grand-Slam-Teilnahme. Wie die Veranstalter am Samstag bekannt gaben, erhält der 41-jährige Schweizer keine Wildcard für die US Open in New York, die Ende August beginnen. Wawrinka hatte im Juli einen entsprechenden Antrag gestellt, um ein letztes Mal auf der Major-Bühne zu spielen.
Das Ende eines grossen Traums in Flushing Meadows
Die sportliche Laufbahn von Stan Wawrinka geht ohne einen letzten Auftritt in New York zu Ende. Der 41-jährige Waadtländer, der sein Karriereende für das Ende der Saison 2026 angekündigt hat, wird bei der Vergabe der letzten Wildcards übergangen. Stattdessen entschieden sich die Organisatoren dazu, die verbleibenden Startplätze im Hauptfeld an heimische Talente zu vergeben.

Wawrinka hatte sich in den vergangenen Tagen in Übersee aufgehalten und nach Angaben seines Managements nur noch auf das grüne Licht aus New York gewartet. Eine Verletzung oder eine eigenständige Absage lagen nicht vor. Der Romand hatte zuvor auf eine Teilnahme am Masters-1000-Turnier in Cincinnati verzichtet und stattdessen ein Challenger-Turnier in Cancun bestritten, wo er in der zweiten Runde gegen den Russen Roman Safiullin ausschied, wie die Berichterstattung aus der Schweiz dokumentiert.
Junge US-Talente erhalten den Vorzug
Die Verantwortlichen in Flushing Meadows verteilten die verbleibenden Freikarten überwiegend an Spielern aus den Vereinigten Staaten. Die letzten beiden direkten Plätze im Hauptfeld gehen an Darwin Blanch und Patrick Kypson. Weitere Wildcards im Herreneinzel wurden an Akteure wie Michael Zheng, J.J. Wolf, Sebastian Gorzny und Jack Kennedy vergeben, während Gael Monfils über eine Vereinbarung mit dem französischen Verband und Dane Sweeny aus Australien berücksichtigt wurden, wie die vollständige Meldeliste zeigt.

Für Wawrinka bedeutet diese Entscheidung, dass er die Reise nach New York ohne Turnierteilnahme antreten muss. Da er auch nicht für die Qualifikation gemeldet ist, die am Montag beginnt, bleibt ihm der Weg auf die grosse Major-Bühne verwehrt.
Rückblick auf den Triumph von 2016
Das verpasste Turnier in New York markiert das Ende einer Ära. Wawrinka feierte in Flushing Meadows vor genau zehn Jahren seinen grössten Erfolg an diesem Ort. Im Finale des Jahres 2016 bezwang er Novak Djokovic in vier Sätzen mit 6:7 (1:7), 6:4, 7:5, 6:3.
Insgesamt stand Wawrinka 17-mal im Hauptfeld der US Open. Seinen letzten Grand-Slam-Match bestritt der dreifache Major-Sieger im vergangenen Juli, als er in der ersten Runde von Wimbledon nach über vier Stunden gegen den Italiener Matteo Berrettini ausschied.
Prominente Absagen auch im Damenfeld
Nicht nur Wawrinka fehlt auf der offiziellen Liste der Wildcard-Empfänger. Auch bei den Damen sorgte die Vergabe für Gesprächsstoff, da Serena Williams keine Freikarte für das Einzel erhalten hat. Die sechsfache US-Open-Siegerin wird stattdessen voraussichtlich im Doppel antreten und im Mixed-Wettbewerb gemeinsam mit Carlos Alcaraz ein prominentes Duo bilden.
Die letzten Einzel-Wildcards der Damen gingen unter anderem an Venus Williams, Sloane Stephens und Sofia Kenin, während Wawrinka seine Karriere nun ohne ein letztes Grand-Slam-Turnier ausklingen lässt.
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