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Unterhaltung

Barbara Barrie wählt assistierten Suizid in New York

Die Oscar-nominierte US-Schauspielerin Barbara Barrie ist im Alter von 95 Jahren in ihrem Haus in Manhattan gestorben. Nach einer unheilbaren Krebsdiagnose entschied sich die Darstellerin für einen ärztlich begleiteten, medizinisch assistierten Tod, wie ihre Tochter Jane Harnick der New York Times bestätigte.

Eine Karriere, die mehr als sechs Jahrzehnte umspannte, endete im Oktober 2026 im privaten Kreis in New York City. Barbara Barrie prägte das amerikanische Theater, das Kino und das Fernsehen mit einer Präsenz, die von kraftvollen Charakterrollen bis hin zu präzisen Familiendarstellungen reichte. Ihre Tochter Jane Harnick wandte sich an die Öffentlichkeit, um den Tod ihrer Mutter zu bestätigen, nachdem bei der Schauspielerin Krebs im Endstadium festgestellt worden war.

Vom Broadway-Debüt zu den großen Leinwandrollen

Geboren wurde Barrie am 23. Mai 1931 als Barbara Ann Berman in Chicago. Nach ihrer Ausbildung an der University of Texas zog es sie in den 1950er-Jahren nach New York, wo sie im Jahr 1955 mit The Wooden Dish ihr Broadway-Debüt gab. Nur ein Jahr später stand sie für das Hollywood-Drama Giganten neben Elizabeth Taylor, Rock Hudson und James Dean vor der Kamera.

Ihr internationaler Durchbruch folgte 1964 mit dem Low-Budget-Drama One Potato, Two Potato. Darin verkörperte sie eine geschiedene weiße Frau, die einen Schwarzen heiratet, was einen heftigen Sorgerechtsstreit auslöst. Die Regiearbeit setzte sich offen mit Rassismus auseinander. Für diese Darstellung wurde Barrie bei den Filmfestspielen in Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet.

Barrie erinnerte sich später in der New York Times an die Veröffentlichung des Films:

Es war ein seltsamer, unheimlicher Tag, als dieser Anruf in Flint einging. Es war genau derselbe Tag, an dem in Alabama Polizeihunde und Wasserwerfer eingesetzt wurden. Ich bin keine Aktivistin, aber es war ein unheimlicher Zufall.

Barbara Barrie, zitiert via New York Times

Oscar-Nominierung für Breaking Away und Erfolge am Broadway

Einem breiten Kinopublikum im In- und Ausland blieb Barrie vor allem durch die Tragikomödie Breaking Away aus dem Jahr 1979 im Gedächtnis. Sie spielte Evelyn Stohler, die fürsorgliche Mutter eines jungen Radrennfahrers aus Indiana. Diese Leistung brachte ihr eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin ein. Die Trophäe ging damals zwar an Meryl Streep für Kramer gegen Kramer, doch Barrie schlüpfte für die anschließende Fernsehfassung der Geschichte erneut in dieselbe Rolle.

Auch auf den Theaterbühnen New Yorks blieb sie eine feste Größe. Im Jahr 1970 spielte sie die Sarah in der Uraufführung von Stephen Sondheims Musical Company, was ihr eine Nominierung für einen Tony Award eintrug. Ihre Theaterlaufbahn erstreckte sich über Jahrzehnte bis zu ihrem letzten Auftritt im Jahr 2017 in Joshua Harmons Stück Significant Other.

Barbara barrie jahre alt
Foto: GMX

Jahrzehntelange Fernsehpräsenz und literarisches Schaffen

Im US-Fernsehen verkörperte Barrie über Generationen hinweg vertraute Familienfiguren. Sie spielte die Ehefrau des Polizeicaptains in der Sitcom Barney Miller und trat in Serien wie Suddenly Susan als Großmutter der von Brooke Shields gespielten Hauptfigur auf. Ihre Fernsehkarriere umfasste Auftritte von klassischen Formaten der 1960er-Jahre bis hin zu Rollen in Nurse Jackie und Enlightened. Zudem erhielt sie Emmy-Nominierungen für Gastauftritte in Law & Order und Law & Order: Special Victims Unit.

Abseits der darstellenden Künste betätigte sich Barrie als Autorin. Nachdem bei ihr in den 1990er-Jahren Darmkrebs diagnostiziert worden war, verfasste sie Sachbücher wie Second Act und Don’t Die of Embarrassment, in denen sie offen über ihre Erkrankung und das Leben mit einem künstlichen Darmausgang sprach, um gesellschaftliche Stigmata abzubauen. Im Jahr 2014 machte sie zudem öffentlich, dass sie an einer idiopathischen Lungenfibrose litt.

Der letzte Lebensabschnitt in New York

Barries Ehemann, der TheaterWorksUSA-Gründer Jay Harnick, war bereits 2007 verstorben. Sie hinterlässt ihre Kinder Jane und Aaron Harnick sowie drei Enkelinnen. Ihre letzten Lebensjahre waren von gesundheitlichen Herausforderungen geprägt, ehe sie sich nach der unheilbaren Krebsdiagnose für den medizinisch assistierten Tod entschied, den der Bundesstaat New York seit dem Sommer nach der Unterzeichnung des Medical Aid in Dying Act durch Gouverneurin Kathy Hochul rechtlich ermöglicht.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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