Premierminister Andy Burnham reist zum Treffen der Commonwealth-Regierungschefs nach Antigua, wo die Downing Street Pläne für einen Schuldenerlass im Commonwealth ankündigte, während Regierungsbeamte sich offen für eine offizielle Entschuldigung für die Sklaverei im kommenden Jahr zeigten.
Premierminister Andy Burnham plant Schuldenerlass und Entschuldigungsdebatte in Antigua
Im Vorfeld des Gipfels, an dem Vertreter aus 56 Mitgliedstaaten teilnehmen, stehen die historischen Lasten des Sklavenhandels im Mittelpunkt der diplomatischen Bemühungen. London kündigte an, dass ein von der Regierung als debt reset
bezeichnetes Programm zur Entlastung hochverschuldeter Commonwealth-Nationen auf den Weg gebracht werden soll der Pläne der Regierung.
Die Debatte über finanzielle Reparationen hat die Vorbereitungen des Treffens stark dominiert. Burnham äußerte sich in einem Beitrag für den Guardian kritisch über den bisherigen Umgang Londons mit dem Thema und räumte ein, dass die Haltung der britischen Regierung in der Vergangenheit das Funktionieren des Bündnisses belastet habe der Aussagen des Premierministers. Begleitet wird der Premierminister von Außenminister Ed Miliband und dem früheren Premierminister Gordon Brown, um den festgefahrenen Dialog zu reformieren.
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Außenminister Ed Miliband signalisiert offene Haltung zu offizieller Entschuldigung
Trotz der Initiative für einen Schuldenerlass und Gespräche über historische Verantwortung lehnt die britische Regierung finanzielle Entschädigungen strikt ab. In einer Videobotschaft erklärte Außenminister Ed Miliband, dass die Regierung zwar offen für eine formelle Entschuldigung sei, Geldzahlungen an Opfernachfahren jedoch nicht infrage kämen der Erklärung des Außenministers.
„Eine offizielle Entschuldigung“, so Miliband in einem Social-Media-Video, sei etwas, „demgegenüber die britische Regierung offen ist“.
Ed Miliband, Außenminister
Miliband bezeichnete diesen Schritt als significant step
, betonte jedoch gleichzeitig die Grenzen der britischen Bereitschaft der Äußerungen des Außenministers.
wir glauben nicht, dass finanzielle Reparationen die richtige oder machbare Antwort auf den transatlantischen Sklavenhandel sind. Wir glauben nicht, dass die richtige Reaktion darin besteht, die britischen Steuerzahler von heute zu bitten, finanzielle Zahlungen für diese historischen Taten zu leisten.
Ed Miliband, Außenminister
Kritik aus der Opposition und neue Taskforces für Rohstoffversorgung
Die Pläne der Regierung stoßen in der britischen Politik auf scharfe Kritik. Die konservative Parteichefin Kemi Badenoch warnte den Premierminister davor, sich für den Sklavenhandel zu entschuldigen der Warnung der Oppositionsführerin.
Ich bin nicht der Meinung, dass wir irgendwelches Geld geben sollten, um Menschen für den Sklavenhandel zu entschädigen, und ich bin nicht der Meinung, dass sich Andy Burnham entschuldigen muss, da dies ein Hebel ist, um die Tür für die Forderung nach Bargeld aufzustoßen.
Kemi Badenoch, Konservative Parteichefin
Ungeachtet der innenpolitischen Spannungen setzen britische Diplomaten auf das Commonwealth als strategisch wichtigen Raum, der ohne die Beteiligung von Staaten wie China, den Vereinigten Staaten oder Russland funktioniert der Einschätzung britischer Diplomaten. Downing Street kündigte an, bis Jahresende zwei neue Taskforces einzurichten: eine zur Absicherung kritischer Mineralstofflieferketten und eine weitere zur Stärkung von Handel und Investitionen innerhalb der Staatengruppe der Regierungspläne.
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