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Kalifornischer Senat verabschiedet Bußgelder für politische Influencer

Der kalifornische Senat hat am 24. August einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Content Creator mit Geldstrafen von bis zu 5.000 US-Dollar pro Verstoß belegt, wenn sie bezahlte politische Inhalte auf Social-Media-Plattformen nicht kennzeichnen. Die Regelung zielt auf eine strengere Durchfassung bestehender Offenlegungspflichten ab.

Marc Berman

Kalifornien verschärft den Druck auf politische Influencer. Wie die Gesetzgebung von dem demokratischen Abgeordneten Marc Berman vorsieht, soll die ahndende Instanz gestärkt werden. Bislang musste die staatliche Wahlkampfwachsamkeitsbehörde mühsam über Monate hinweg gerichtliche Schritte einleiten, um Influencer zur Offenlegung monetärer Verbindungen zu zwingen. Mit der neuen Regelung erhält die Fair Political Practices Commission die direkte Befugnis, sowohl die Ersteller von Inhalten als auch politische Komitees bei Zuwiderhandlungen unmittelbar zur Kasse zu bitten.

Der Entwurf, der von der Fair Political Practices Commission unterstützt wird, wurde am Montag vom Senat in Sacramento verabschiedet. Wie Assemblyman Marc Berman am 17. Juni 2024 bei einer Präsentation vor dem Senate’s Appropriations Committee des Kapitols betonte, sollen Wähler wissen, wer hinter den Kampagnen steht.

Marc Berman, demokratisches Mitglied der Staatsversammlung, erklärte, Wähler sollten ein Recht darauf haben zu wissen, ob Wahlkampagnen für die Botschaften bezahlen, die sie sehen.

Dustin Torreverde

Hohe Bußgelder und Sorgen kleiner Creator

Bei Verstößen drohen den betroffenen Personen spürbare Konsequenzen. Content Creator können nach Angaben der Kommission mit Geldstrafen von bis zu 5.000 US-Dollar pro Verstoß belegt werden. Während sowohl Kalifornien als auch Texas bereits vorschreiben, dass politische Beiträge mit entsprechenden Hinweisen versehen sein müssen, fehlte bislang ein schneller, administrativer Durchsetzungsmechanismus.

In der Kreativbranche stößt das Vorhaben jedoch nicht nur auf Zustimmung. Der südkalifornische Content Creator Dustin Torreverde, der nach eigenen Angaben keine bezahlten politischen Inhalte erstellt, hält zwar Transparenz für wichtig, warnt aber vor den wirtschaftlichen Folgen für kleinere Akteure.

Dustin Torreverde, Content Creator aus Südkalifornien, führte aus, dass viele von ihnen sehr kleine Creator seien, sodass es für sie sehr schwierig werden würde, wenn sie bestraft würden und sich Anwälte oder Ähnliches nehmen müssten.

Der Entwurf muss nun noch einmal die Zustimmung der State Assembly finden, bevor er dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom zur Unterzeichnung oder Veto-Entscheidung bis Ende September vorgelegt werden kann. Berman begründete die Initiative im vergangenen Monat mit dem grundlegenden Informationsrecht der Wählerschaft.

Adam Schiff und Mark Takano

Parallelen zu föderalen Initiativen in Washington

Die kalifornische Initiative fällt zeitlich mit Bemühungen auf nationaler Ebene zusammen. Rund einen Monat vor der Abstimmung im Senat brachten der kalifornische Senator Adam Schiff und der Abgeordnete Mark Takano ein entsprechendes Bundesgesetz ein. Der sogenannte PAID Act (Promoting Authenticity with Influencer Disclaimers Act) soll die Federal Election Commission ermächtigen, bundesweit strengere Transparenzstandards für politische Werbung im Bereich neuer Kommunikationskanäle durchzusetzen. Senator Adam Schiff betonte in einem Statement die Notwendigkeit dieser Maßnahme für die digitale Ära.

Senator Adam Schiff (D-Calif.) äußerte, dass angesichts der Tatsache, dass immer mehr Informationen im amerikanischen Leben über informelle Kommunikatoren wie Influencer geteilt werden, die Risiken einer Ausbreitung bezahlter politischer Rede ohne die Schutzvorkehrungen erkannt werden müssen, die für alle anderen Formen politischer Werbung gelten.

California political campaigns scrutinized for paying social media influencers for endorsements

Auch Rep. Mark Takano (D-Calif.), der die Begleitgesetzgebung im Repräsentantenhaus anführte, unterstrich die Dringlichkeit angesichts der aktuellen Entwicklung im Netz.

Der Abgeordnete Mark Takano (D-Calif.) erklärte, dass unsere Social-Media-Feeds repariert werden müssten, da Nutzer es verdienten zu wissen, ob ein Creator von einer Kampagne dafür vergütet wurde, Beiträge für sie zu veröffentlichen, und fügte hinzu, dass Senator Schiff und er den PAID Act eingebracht hätten, weil die aktuellen Gesetze zur Offenlegung von Wahlkampagnen nicht mit dieser neuen Creator-Ökonomie Schritt gehalten hätten und Wähler es verdienten zu wissen, wer ihre Feeds finanziert, bevor sie wählen.

Federal Election Commission

Bundesweite Vorschriften stehen jedoch vor einer ungewissen Zukunft. Während das kalifornische Landesgesetz kurz vor dem Abschluss steht, hat das föderale Pendant im Kongress bisher keine Abstimmung erfahren.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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