Das aktuelle statistische Jahrbuch "Migration und Integration" verzeichnet für das Jahr 2025 einen Ausländeranteil von 47,7 Prozent unter den Tatverdächtigen in Österreich. Gleichzeitig zeigt ein aktueller ADAC-Test an 50 unbewirtschafteten Rastplätzen auf deutschen Autobahnen, dass fast jede zweite Anlage durchfällt und sich die Qualität seit 2022 mehrheitlich verschlechtert hat.
Das statistische Jahrbuch "Migration und Integration", herausgegeben von der Statistik Austria und dem Österreichischen Integrationsfonds, legt umfassende Zahlen zu Kriminalität, Verurteilungen und Haftquoten vor. Die Daten zeigen spürbare Veränderungen bei den Tatverdächtigen und der Betroffenheit durch Straftaten.
Kriminalitätsstatistik und Verurteilungen im Jahr 2025
Im Laufe des Jahres 2025 registrierte die Polizei insgesamt 345.100 Tatverdächtige. Darunter hatten 47,7 Prozent keinen österreichischen Pass, wobei 30,6 Prozent der Tatverdächtigen ohne österreichischen Pass fest in Österreich wohnhaft waren. Zum Vergleich lag der entsprechende Ausländeranteil im Jahr 2020 noch bei 39,5 Prozent.
Bei den rechtskräftigen Verurteilungen zeigt sich ein differenziertes Bild: Im Jahr 2025 wurden 0,2 Prozent der strafmündigen österreichischen Staatsbürger verurteilt, während die Quote bei ausländischen Staatsangehörigen bei 0,7 Prozent lag. Im Jahr 2020 lag diese Vergleichsquote für Ausländer noch bei 0,8 Prozent. Unter allen Verurteilten des Jahres 2025 waren 46,9 Prozent keine österreichischen Staatsbürger.
- EU-Staaten vor 2004, EFTA-Staaten und das Vereinigte Königreich: 4,2 Prozent
- EU-Beitrittsstaaten ab 2004: 7,9 Prozent
- EU-Beitrittsstaaten ab 2007: 8,1 Prozent
- Ehemaliges Jugoslawien: 7,4 Prozent
- Türkei: 3,1 Prozent
- Afghanistan, Syrien und der Irak: 7,2 Prozent
- Drittstaatsangehörige sowie Personen ohne Pass: 9,1 Prozent
Auch bei der Jugendkriminalität dokumentiert die Statistik Abweichungen zwischen den Gruppen. Aus der Altersgruppe der 18- bis 20-jährigen Österreicher wurden im Jahr 2025 0,5 Prozent rechtskräftig verurteilt, verglichen mit 1,4 Prozent in der entsprechenden Gruppe ausländischer Staatsangehöriger.
Haftquoten und Opferzahlen im statistischen Vergleich
Der Ausländeranteil unter den Neuinhaftierten lag 2025 bei 59.9 Prozent, was unter anderem daran liegt, dass Untersuchungshäftlinge eingerechnet werden und Untersuchungshaft bei ausländischen Tatverdächtigen aufgrund von Fluchtgefahr häufiger verhängt wird. Zum Jahresbeginn 2026 befanden sich 0,06 Prozent der österreichischen Bevölkerung in Haft, während die Quote bei Nicht-Staatsbürgern bei 0,28 Prozent lag. Die höchste Haftquote wiesen Angehörige afrikanischer Staaten mit 1,07 Prozent auf.
Gleichzeitig stieg auch der Anteil von Opfern aus dem Ausland. Im Jahr 2025 waren 36.6 Prozent der Opfer ausländische Staatsbürger, während der Wert 2020 bei 31.9 Prozent gelegen hatte. Bei einem Bevölkerungsanteil von 20,3 Prozent waren Ausländer damit nach den vorgelegten Zahlen statistisch fast doppelt so häufig von Straftaten betroffen wie die Gesamtbevölkerung. Besonders häufig traf es dabei Personen aus afrikanischen Ländern, Afghanistan, Syrien und dem Irak.
Testergebnisse für unbewirtschaftete Rastplätze in Deutschland
Völlig andere Sorgen stehen im Zentrum eines aktuellen Infrastruktur-Tests, den der ADAC an unbewirtschafteten Autobahnrastplätzen mit WC-Häuschen durchgeführt hat. Die Tester untersuchten 50 solcher Anlagen entlang der 15 längsten deutschen Autobahnen und kamen zu einem ernüchternden Ergebnis: Fast jede zweite Anlage fällt im Test durch. Im Vergleich zu einer vorherigen Untersuchung aus dem Jahr 2022 hat sich die Qualität bei 64 Prozent der Anlagen verschlechtert, während sich lediglich 8 Prozent verbessern konnten.
Verkehr, Parken und Sicherheitsdefizite an den Anlagen
Deutlich besser schnitten die Außenbereiche in der Kategorie Verkehr und Parken
ab, wo zwei Drittel der Rastplätze mit gut
oder sehr gut
bewertet wurden. Allerdings bemängelten die Prüfer fehlende Parkflächen für Wohnmobile und Anhänger sowie verlassene Schrottfahrzeuge, die auf insgesamt acht Rastplätzen angetroffen wurden. In der Kategorie Außenanlagen gab es im Schnitt nur ein ausreichend
, da Spazierwege fast durchgehend fehlen und Kinderspielplätze lediglich auf zwei der fünfzig untersuchten Plätze existieren (Oberfeld an der A5 sowie Linsenbühl an der A6).

Die Persönliche Sicherheit
schnitt ebenfalls mit gerade noch ausreichend
ab. Zwar gab es auf allen Anlagen Handyempfang und nachts beleuchtete Toilettengebäude, jedoch monierten die Tester bei 54 Prozent der Pkw- und Lkw-Parkplätze eine unzureichende nächtliche Beleuchtung. Zudem war Vandalismus in Form von Graffiti, Aufklebern oder beschädigten Einrichtungen auf 48 der 50 getesteten Rastplätze sichtbar.