US-Finanzminister Scott Bessent hat angekündigt, dass die Vereinigten Staaten am kommenden Montag eine große Bank mit neuen Sanktionen belegen werden. Der Schritt ist Teil der verschärften wirtschaftlichen Isolierung Irans, während der über sechs Monate andauernde Konflikt im Nahen Osten zu anhaltenden Spannungen an den globalen Energiemärkten führt.
Ankündigung von US-Finanzminister Scott Bessent zu neuen Bankensanktionen
Die US-Regierung plant, den wirtschaftlichen Druck auf die Führung in Teheran in der kommenden Woche durch gezielte Sanktionen gegen ein weiteres großes Geldinstitut zu erhöhen. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte in einem Interview mit der Sendung Real America’s Voice, dass die Bekanntgabe bewusst auf den folgenden Montag gelegt worden sei. Damit wolle man den Gedenken an unsere gefallenen Bürger am 11. September ehren, so der Minister, auch wenn der genaue Name der Bank sowie das betroffene Land zunächst offen blieben.
Die Massnahme reiht sich in eine Serie wirtschaftlicher Strafmassnahmen ein, die seit Ausbruch des Konflikts im Februar ergriffen wurden. Erst kürzlich hatte das US-Finanzministerium im Rahmen der von Bessent als Operation Economic Outcast bezeichneten Kampagne nahezu 60 Unternehmen, Personen und Schiffe ins Visier genommen und die sekundären Sanktionen ausgeweitet.
Hintergrund der Kampagne und internationale Reaktionen auf die Iran-Politik
Die wirtschaftliche Druckwelle der USA zielt darauf ab, die Finanzierung von Teherans Rüstungsprogrammen, Cyberangriffen und den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) zu kappen. Nach Angaben des Finanzministeriums in Washington wurden jüngst auch Netzwerke in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, im Irak und im Libanon sanktioniert, die mit der Hisbollah und Kata’ib Hisbollah in Verbindung stehen.
Parallel dazu hat das Office of Foreign Assets Control (OFAC) seine Vergabepolitik für Ausnahmegenehmigungen drastisch verschärft. In einer offiziellen Mitteilung wurde erklärt, dass die überwältigende Mehrheit der ausstehenden Lizenzanträge im Zusammenhang mit Iran sofort abgelehnt worden sei. Diese Linie soll solange beibehalten werden, bis Iran sein Verhalten ändert, einschließlich der Behinderung der Straße von Hormus, Angriffen auf US-Personal und Partner im Golf sowie dem Streben nach nuklearen und konventionellen Waffen.
Operation Economic Outcast richtet sich gegen diejenigen, die weiterhin das scheiternde iranische Regime unterstützen. Egal ob sie Terrorismus finanzieren, Geld waschen oder Iran helfen, Sanktionen zu umgehen – wir werden sie finden, sie vom US-Finanzsystem abschneiden und die Netzwerke zerschlagen, die das Regime an der Oberfläche halten. Scott Bessent, US-Finanzminister, via Reuters
Lage an den Energiemärkten und militärische Spannungen in der Region
Die wirtschaftlichen Massnahmen treffen auf eine angespannte geopolitische und militärische Realität. Während US-Streitkräfte vor Kurzem iranische Raketenwerfer an der Straße von Hormus angriffen, bleibt die Region ein Brennpunkt für die weltweite Ölversorgung. Laut Berichten von Schifffahrts- und Analysediensten wurden zuletzt zwei saudi-arabische Supertanker beim Verlassen des Nadelöhrs von unbekannten Projektilen getroffen, was die Sorgen vor anhaltenden Versorgungsstörungen anheizte wie das Portal Algemeiner berichtete.

Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Baqer Qalibaf betonte in iranischen Medien: Wenn der Feind will, dass wir kein Öl aus dem Persischen Golf exportieren, wird niemand in der Lage sein, Öl zu exportieren.
Auswirkungen auf die globale Wirtschaft und politische Debatten beim G20-Gipfel
Die internationalen Verflechtungen und der Konflikt standen auch im Mittelpunkt von Gesprächen am Rande des Treffens der G20-Finanzminister und Notenbankchefs im nordkarolinischen Asheville wie die AP berichtete. Dort suchte Bessent den Austausch mit Verbündeten, um eine breitere internationale Unterstützung gegen Teheran zu organisieren.

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