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New Hampshire: Wähler bestimmen Senatskandidaten nach Shaheen-Rückzug

Wähler in New Hampshire stimmen am Dienstag, den 8. September 2026, über die Partei-Nominierungen für den US-Senat ab. Nach der angekündigten Pensionierung der bisherigen Senatorin Jeanne Shaheen kämpfen in den umkämpften Vorwahlen prominente Rückkehrer und Kongressabgeordnete um die Nachfolge in dem politisch stark umstrittenen Bundesstaat.

Die politischen Weichen für die US-Zwischenwahlen im November sind gestellt. Am Dienstag, dem 8. September 2026, gehen die Wähler im US-Bundesstaat New Hampshire an die Urnen, um ihre Kandidaten für den Kongress, den Gouverneursposten und das Landesparlament zu bestimmen. Im Mittelpunkt steht das Rennen um den Sitz im US-Senat, der durch den Rückzug der langjährigen demokratischen Amtsinhaberin Jeanne Shaheen frei wird. Beide großen Parteien messen dem Sitz entscheidende Bedeutung bei, da die Mehrheit im Senat auf dem Spiel steht.

Das umkämpfte demokratische Feld: Moderate Kraft gegen den linken Flügel

Bei den Demokraten gilt der Kongressabgeordnete Chris Pappas als der klare Favorit für die Nominierung. Er genießt die Unterstützung von Shaheen und hochrangigen Parteifolgen, darunter die aus Massachusetts stammende Senatorin Elizabeth Warren.

Herausgefordert wird Pappas von der Wissenschaftlerin Karishma Manzur, einer Anhängerin der Demokratischen Sozialisten Amerikas. Manzur setzt in ihrem Wahlkampf auf eine progressive Plattform, die unter anderem die Einführung einer universellen Gesundheitsversorgung (Medicare for All) und das Zurdrängen von Konzernspenden aus der Politik fordert.

Rückkehrversuche ehemaliger Senatoren bei den Republikanern

Auf der republikanischen Seite dominieren zwei bekannte Gesichter das Feld, die beide in früheren Jahren von Jeanne Shaheen geschlagen wurden. Der frühere US-Senator John E. Sununu, dessen Familie tief in der Politik des Bundesstaates verwurzelt ist, gilt als Favorit für die Nominierung. Sununu erhielt die offizielle Unterstützung von Präsident Donald Trump, der ihm bescheinigte, er werde unermüdlich für die America First-Agenda arbeiten.

Former U.S. Sen. Scott Brown listens to a voter in Londonderry, New Hampshire, on Thursday, Aug. 27, 2026, as he campaigns
Photo: wbur.org

Gegen ihn tritt der ebenfalls aus früheren Kongressjahren bekannte Scott Brown an, der einst Massachusetts im Senat vertrat und später als Botschafter in Neuseeland und Samoa tätig war. Brown positioniert sich im Wahlkampf als unabhängiger Kandidat und kritisierte seinen Kontrahenten Sununu scharf als von Sonderinteressen abhängig. Dennoch zeigen veröffentlichte Umfragen, dass Sununu im innerparteilichen Vergleich führt.

Ich bin seit 17 Jahren raus aus der Politik. Ich mache mir keine Sorgen um die Wiederwahl. Ich brauche weder ein Amt noch einen Job. John E. Sununu, ehemaliger US-Senator, via WBUR

Unruhe im ersten Kongressbezirk und die Lage im Gouverneursrennen

Durch den Aufstieg von Chris Pappas in Richtung Senatskandidatur ist auch sein bisheriger Sitz im ersten Kongressbezirk verwaist, was ein unruhiges Bewerberfeld auslöste. Bei den Demokraten bewerben sich unter anderem Stefany Shaheen — die Tochter der scheidenden Senatorin und ehemalige Stadträtin aus Portsmouth — sowie die früher im Pentagon und bei den Veteranenbehörden tätige Maura Sullivan.

New Hampshire: Wähler bestimmen Senatskandidaten nach Shaheen-Rückzug
Photo: CNBC

Derweil verläuft die Gouverneurswahl deutlich überschaubarer.

Die Bedeutung für die nationalen Machtverhältnisse im November

Während New Hampshire bei Präsidentschaftswahlen in den vergangenen Jahrzehnten überwiegend demokratisch stimmte — Kamala Harris gewann den Staat im Jahr 2024 mit einem Vorsprung von drei Prozentpunkten —, regieren auf Ebene des Bundesstaates seit 2017 die Republikaner. Angesichts des sinkenden Ansehens von Präsident Donald Trump sehen die Demokraten die Notwendigkeit, den Senatssitz zu verteidigen, um die Mehrheit im Senat zu kontrollieren.

NH voters get ready to pick Senate nominees in primary election

Nach den heutigen Vorwahlen bleiben den gewählten Kandidaten Zeit, um die Wählerinnen und Wähler vor dem eigentlichen Urnengang im November zu überzeugen.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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