Die Rohölpreise sind am Donnerstag gesunken, nachdem Investoren die Unsicherheit über erneute Militärschläge zwischen den USA und dem Iran bewerteten.
Der Ölmarkt zeigt sich in dieser Woche stark volatil, angetrieben von den jüngsten militärischen Eskalationen im Nahen Osten. Der im siebten Monat befindliche Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgte in den vorangegangenen Handelssitzungen für heftige Ausschläge, bei denen die Benchmark-Preise jeweils um bis zu zwei Dollar zulegten oder einen Dollar verloren. Beide Indizes hatten zuvor ihre höchsten Stände seit dem 24.
Marktbewegungen und Analystenreaktionen auf Entspannungssignale
Die aktuellen Kursrückgänge an den Terminmärkten resultieren aus vorsichtigen Anzeichen einer Entspannung. Nach Angaben von Tony Sycamore, Analyst bei IG, gab es seit Mittwochmittag (Sydney-Zeit) keinen bestätigten Schusswechsel mehr zwischen den Konfliktparteien. Trotz dieser Beruhigung der Lage bleiben Marktteilnehmer äußerst wachsam.
Militärische Lage und Schifffahrt im Persischen Golf
US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, dass die jüngsten amerikanischen Militäroktionen gegen den Iran nicht zu lange andauern würden. Die Streitkräfte der USA hätten gezielt Radaranlagen und Raketensysteme ins Visier genommen.

US-Präsident Donald Trump erklärte über Reuters, sie hätten die gesamte neue Ausrüstung zerstört, die dort entlang der Straße von Hormus versucht worden sei aufzubauen – teils defensiver, teils offensiver Natur.
Die Straße von Hormus bleibt der zentrale Engpass für die globale Energieversorgung. Vorläufigen Schifffahrtsdaten von Kpler zufolge passierten am Mittwoch lediglich vier Handelsschiffe die Meerenge, was deutlich unter dem Zehntagesdurchschnitt von rund 13 Schiffen liegt. Gleichzeitig verschärfte Teheran den Druck auf die Schifffahrt und erweiterte die Liste jener Schiffe, die von den iranischen Behörden als nicht konform eingestuft werden und bei einer Durchfahrt mit Geldstrafen, Beschlagnahmungen oder Festsetzungen rechnen müssen.
Rekordvolumina und Transportvolumina zu Wochenbeginn
Ungeachtet der aktuellen Spannungen meldeten offizielle Stellen massive Transportmengen unmittelbar vor den jüngsten Angriffen. Die US-Regierung teilte am Dienstag mit, dass am Montag 17 Millionen Barrel Rohöl durch die Straße von Hormus transportiert wurden. Dies stellt das größte Volumen dar, das seit Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran durch die strategische Wasserstraße geflossen ist.

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