Ein natürlicher Wirkstoff aus Seescheiden und Jakobsmuscheln zeigt in neueren Untersuchungen bemerkenswerte Anti-Aging-Effekte im Gehirn. Während Forscher bei alten Mäusen eine deutliche Verbesserung von Gedächtnis und Fellstruktur beobachteten, liefert eine kontrollierte Humanstudie aus dem Jahr 2026 erste Hinweise auf positive Effekte bei Menschen.
Plasmalogene aus Seescheiden im Tiermodell
Graue Haare, ein nachlassendes Gedächtnis und weniger belastbare Nervenzellen gehören zu den typischen Spuren des Älterwerdens. Bei alten Mäusen ist es Forschern nun gelungen, einige dieser Alterserscheinungen zumindest teilweise umzukehren. 16 Monate alte weibliche Mäuse erhielten über einen Zeitraum von zwei Monaten den Wirkstoff aus der Seescheide Halocynthia roretzi. Die Dosis lag an fünf Tagen pro Woche bei 300 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht – lange genug, um Veränderungen im alternden Organismus sichtbar zu machen.
Verantwortlich für die beobachteten Veränderungen sind Plasmalogene. Dabei handelt es sich um spezielle Fettmoleküle, die einen Teil der Zellhüllen bilden und besonders im Gehirn, im Herzen sowie in bestimmten Immunzellen vorkommen. Da ihre Konzentration im Körper mit dem Alter abnimmt, stehen sie im Fokus der Altersforschung. Niedrige Werte wurden zudem bei Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson festgestellt.
Die Spur führt zu einer bereits 2022 veröffentlichten Untersuchung eines internationalen Forscherteams mit Beteiligung der Stanford University.
Kognitive Verbesserung und dunkleres Fell bei Mäusen
Die Effekte der Behandlung zeigten sich sowohl im Verhalten als auch im Gewebe der Tiere. Nach zwei Monaten schnitten die behandelten alten Mäuse im Gedächtnistest deutlich besser ab. In einem Wasserbecken mussten die behandelten Mäuse eine versteckte Plattform finden. Am vierten und fünften Trainingstag fanden die behandelten Tiere den Weg schneller und schwammen kürzere Strecken. Auch nachdem die Plattform entfernt worden war, suchten sie häufiger an der richtigen Stelle. Dies spricht für eine bessere räumliche Lern- und Gedächtnisleistung.
Noch auffälliger war eine äußerlich sichtbare Veränderung. Unbehandelte alte Mäuse hatten graues Fell und zeigten deutlichen Haarverlust. Bei den mit Plasmalogenen behandelten Tieren wurde das Fell dagegen dichter und glänzender. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit berichten die Forscher, dass ab der dritten Woche sogar neues schwarzes Haar mit bloßem Auge erkennbar gewesen sei. Mit fortgesetzter Behandlung wurde es dichter und glänzender. Im Gehirn entstanden zudem mehr synaptische Verbindungen.
Ergänzende Strategien und biologischer Hintergrund der Hautalterung
Klar denken, konzentriert arbeiten und kreative Lösungen finden – wer möchte seine geistigen Fähigkeiten nicht bis ins hohe Alter erhalten? Zum Glück haben wir es zu großen Teilen selbst in der Hand: Neueste Studien zeigen, dass Fitness für die grauen Zellen machbar ist. Mit der richtigen Ernährung und einem bewussten Lebensstil kann jeder sein Gedächtnis stärken, Demenz vorbeugen und Alterungsprozessen entgegenwirken. Dank Blaubeeren arbeitet das Oberstübchen effektiver, Vitamin C beschleunigt Entscheidungen, Eier erhalten die Hirnmasse. Aus solchen und vielen anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen haben die TV-Ernährungs-Docs ein Programm entwickelt, das auf natürliche Lebensmittel als Mind Food setzt. Daneben gehören auch Entspannung und gezielte Bewegung zu den Säulen ihrer Anti-Aging-Strategie fürs Gehirn – und über 70 leckere Brain-Power-Rezepte! Die Publikation dazu erschien am 02.09.2023 im Edel/ZS Verlag GmbH unter dem Titel "Anti-Aging fürs Gehirn" (EAN/UPC-Code: 9783965843493).
Auch die Hautalterung stellt einen komplexen biologischen Prozess dar, der von einer Kombination endogener (genetischer, zellulärer Stoffwechsel, Hormon- und Stoffwechselprozesse) und exogener Faktoren (chronische Lichtbelastung, Umweltverschmutzung, ionisierende Strahlung, Chemikalien, Toxine) beeinflusst wird. Da Hautgesundheit und -schönheit als einer der Hauptfaktoren für das allgemeine Wohlbefinden und die Wahrnehmung von Gesundheit gelten, wurden in den letzten Jahren verschiedene Anti-Aging-Strategien entwickelt. Dermatologen greifen dabei auf präventive Maßnahmen, kosmetologische Strategien, topische und systemische Therapeutika sowie invasive Verfahren zurück.

Während die Anzeichen innerer Organe unsichtbar bleiben, zeigt die Haut die ersten offensichtlichen Spuren der Zeit. Sie unterliegt einem natürlichen Alterungsmosaik, das in verschiedenen Organen, Geweben und Zellen unterschiedlichen Bahnen folgt. Während intrinsisch gealterte Haut dünn, atrophisch, fein gewellt und trocken ist, zeigt vorzeitig lichtgealterte Haut typischerweise eine verdickte Epidermis, unregelmäßige Pigmentierung, tiefe Falten, Erschlaffung, Mattigkeit und Rauheit. Der allmähliche Verlust der Elastizität führt zum Phänomen des Herabhängens. Eine Verlangsamung der Zellerneuerungsrate in der Epidermis und eine Verlängerung des Zellzyklus gehen zudem mit einer langsameren Wundheilung und einer weniger effektiven Schuppung bei älteren Erwachsenen einher, was bei ästhetischen Eingriffen berücksichtigt werden muss. Umgekehrt sind viele dieser Merkmale das Ziel von Produktanwendungen oder Verfahren zur Beschleunigung des Zellzyklus in der Annahme, dass eine schnellere Erneuerungsrate das Hautbild verbessert.
Neue Humanstudien mit Meeresextrakten bieten weitere Einblicke, wobei Leser bezüglich der Übertragbarkeit auf den Menschen und konkreter therapeutischer Anwendungen stets vorsichtig sein sollten. Für fundierte Schritte bezüglich Nahrungsergänzungsmitteln, Hautpflege oder Anti-Aging-Maßnahmen wird empfohlen, qualifizierte medizinische Fachkräfte oder Dermatologen zu konsultieren.
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