Ein griechisches Kampf vom Typ F-4 Phantom ist am Samstag während der Flugschau Athens Flying Week auf dem Militärflugflughafen Tanagra abgestürzt. Bei dem Unglück nördlich von Athen kamen die beiden Offiziere der griechischen Luftwaffe ums Leben. Die Rettungskräfte mussten vor Ort einen großflächigen Brand bekämpfen.
Ein regulärer Luftfahrt-Höhepunkt endete am Samstag, den 5. September 2026, in einer Tragödie. Ein zweisitziges Kampfflugzeug vom Typ F-4 Phantom der griechischen Luftwaffe stürzte während einer Flugvorführung im Rahmen der Athens Flying Week nördlich von Athen ab. Bei dem Absturz auf dem Militärflugplatz Tanagra starben die beiden Insassen. Tausende Zuschauer verfolgten das Flugprogramm, als das Unglück geschah.
Das Unglück auf der Tanagra Air Base
Das Flugzeug zerschellte während eines Tiefflugmanövers. Augenzeugen berichteten gegenüber dem staatlichen Sender ERT von dem plötzlichen Hergang: Wir waren alle fassungslos. Es war keine drei Minuten in der Luft, schilderte ein Zeuge die dramatischen Sekunden nach dem Start. Nach Angaben der griechischen Streitkräfte handelte es sich um eine Maschine der 338. Staffel der 117. Kampf-Flügelgruppe, die rund drei Seemeilen südöstlich der 114. Kampf-Flügelgruppe in den Boden stürzte.
Bei dem Aufprall entzündete sich sofort ein heftiger Brand, der dichte schwarze Rauchsäulen in den Himmel steigen ließ. Das Feuer breitete sich auf ein umliegendes Waldgelände aus und erschwerte in der Anfangsphase die Rettungsarbeiten der alarmierten Einsatzkräfte erheblich. Die zuständigen Behörden schickten insgesamt 85 Feuerwehrleute mit 36 Fahrzeugen sowie elf Löschflugzeuge und Hubschrauber an den Brandort, um die Flammen einzudämmen.
Die Opfer der griechischen Luftwaffe
Das Generalstabskommando der Luftwaffe bestätigte den Tod der beiden Besatzungsmitglieder. Bei den Getöteten handelt es sich um den 40-jährigen Oberstleutnant (Pilot) Ioannis Blesias und den 37-jährigen Hauptmann (Pilot) Dimitrios Petrou. Ihre sterblichen Überreste wurden im Zuge der Bergungsarbeiten getrennt von der Absturzstelle entdeckt.

Besonders die persönlichen Hintergründe des verunglückten Hauptmanns Petrou sorgten in seiner Heimat für tiefe Trauer. Berichten zufolge sollte er am kommenden Samstag seine fünf Monate alte Tochter taufen. Der Bürgermeister der Gemeinde Voria Tzoumerka, Nikos Vaitsis, und der Gemeindepräsident von Polistafilo in Preveza, Konstantinos Karavidas, drückten in öffentlichen Erklärungen ihr Entsetzen über den plötzlichen Verlust aus.
Reaktionen und offizielle Trauer
Die politischen Führungspersönlichkeiten des Landes reagierten bestürzt auf den Unfall. Premierminister Kyriakos Mitsotakis erklärte:
Das Gefühl der Trauer ist tiefgreifend, und unsere Gedanken sind bei den Familien der beiden Piloten, die wir verloren haben. Kyriakos Mitsotakis, Premierminister von Griechenland

Aus dem benachbarten Zypern übermittelte Verteidigungsminister Vasilis Palmas sein Beileid und telefonierte mit seinem griechischen Amtskollegen Nikos Dendias. Letzterer brach seinen Aufenthalt auf der Internationalen Messe in Thessaloniki ab und kehrte umgehend nach Athen zurück. Die griechische Luftwaffe ordnete nach dem Unglück eine dreitägige Trauerzeit an.
Sicherheitsmaßnahmen und Ermittlungen
Unter den Zuschauern der Flugschau gab es keine Verletzten, da sich das Unglück in sicherer Entfernung von den Publikumsbereichen ereignete. Die Veranstalter der Athens Flying Week reagierten sofort und sagten alle weiteren für das Wochenende geplanten Programmpunkte ab.
Wegen der Rauchentwicklung und des Waldbrandes veranlassten die Behörden zeitweise Evakuierungen in der Umgebung des Stützpunkts. Die Polizei sperrte zudem die Servicestraße der Nationalautobahn Athen-Lamia sowie die Provinzstraße von Oinoi ab, während über den Notruf 112 Warnungen an die Bevölkerung im Umland verschickt wurden.
Eine Untersuchungskommission der griechischen Luftwaffe hat die Arbeit aufgenommen, um die genauen Ursachen für den Absturz des Kampfjets zu ermitteln.