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Gesundheit

Why fermented foods are so good for your gut, and 5 ways to eat more of them

Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt und Kimchi gewinnen aufgrund ihrer positiven Wirkung auf das Mikrobiom und die Entzündungshemmung an wissenschaftlicher Bedeutung. Laut Yahoo nutzen diese Lebensmittel Mikroorganismen zur Umwandlung von Komponenten, was das Risiko chronischer Krankheiten senken und die Nährstoffaufnahme verbessern kann.

Die präzise Definition fermentierter Lebensmittel

Nicht jeder Prozess, bei dem Lebensmittel biologisch verändert werden, gilt als Fermentation. Ein Expertenpanel definierte im Jahr 2021 fermentierte Lebensmittel als

„Lebensmittel, die durch gewünschtes mikrobielles Wachstum und enzymatische Umwandlungen von Lebensmittelkomponenten hergestellt werden.“

Die präzise Definition fermentierter Lebensmittel
Diese Abgrenzung ist entscheidend, um bewusst gesteuerte Prozesse von unabsichtlichem Verderb zu unterscheiden. Während die Fermentation historisch primär der Konservierung vor der Erfindung der Kühlung diente, steht heute der gesundheitliche Mehrwert im Vordergrund. Die Bandbreite reicht von Kulturmilchprodukten und fermentierten Bohnen bis hin zu Gemüse, Wein und Bier. In westlichen Ländern dominieren Produkte mit lebenden Mikroorganismen wie Joghurt, Kombucha und Kefir. Bei Joghurt beispielsweise wandeln Bakterien wie Lactobacillus bulgaricus und Streptococcus thermophilus die Laktose der Milch in Milchsäure um, was die typische dickflüssige Textur und den säuerlichen Geschmack erzeugt.

Auswirkungen auf das Mikrobiom und die systemische Gesundheit

Im menschlichen Verdauungstrakt leben etwa 100 Billionen Bakterien und Mikroorganismen. Diese bilden das Mikrobiom, das laut Harvard Health zunehmend mit einer Vielzahl von Zuständen in Verbindung gebracht wird, die von Adipositas bis hin zu neurodegenerativen Erkrankungen reichen. Fermentierte Lebensmittel liefern Probiotika – lebende Mikroorganismen, die für eine gesunde Verdauung essenziell sind. Diese Mikroben produzieren wichtige Nährstoffe wie die Vitamine K und B sowie gesundheitsfördernde kurzkettige Fettsäuren. Zudem steigern sie die Bioverfügbarkeit von Mineralien wie Eisen und Zink und erleichtern die Verdaulichkeit bestimmter Lebensmittel. Klinische Studien belegen zudem, dass diese Lebensmittel Entzündungen reduzieren und die Blutzuckerkontrolle verbessern können. Ein besonderer Fokus liegt auf den Polyphenolen.

„Ihr Körper ist nicht besonders gut darin, diese Polyphenole aufzunehmen, wenn Sie sie einfach so zu sich nehmen. Wenn Lebensmittel jedoch fermentiert werden, werden ihre Polyphenole in Verbindungen umgewandelt, die bioaktiver und bioverfügbarer sind.“

Natürliche Fermentation versus industrielle Einlegungen

Why live culture fermented foods are good for your gut | Kathryn Lukas | TEDxUniversityofNevada
Ein häufiger Fehler beim Kauf von „gesunden“ Lebensmitteln ist die Verwechslung von Fermentation und einfachem Einlegen in Essig. Dr. David S. Ludwig, Professor für Ernährung an der Harvard School of Public Health, betont, dass nur Lebensmittel, die durch natürliche Prozesse fermentiert wurden, die gewünschten Probiotika enthalten. Viele im Supermarkt erhältliche Essiggurken werden mit Essig und nicht durch natürliche Fermentation hergestellt, wodurch sie keine lebenden Organismen enthalten. Um echte Probiotika zu finden, empfiehlt Dr. Ludwig zwei einfache Prüfungen:
  • Etiketten-Check: Achten Sie auf die Bezeichnung natürlich fermentiert.
  • Visueller Check: Suchen Sie nach kleinen Bläschen in der Flüssigkeit, die ein Signal für aktive lebende Organismen sind.
  • Dieser Unterschied ist für die gesundheitliche Wirkung fundamental, da nur die lebenden Kulturen die Darmflora aktiv beeinflussen und intestinale Pathogene hemmen können.

    Die Rolle von Kaffee und Schokolade als fermentierte Produkte

    Die Rolle von Kaffee und Schokolade als fermentierte Produkte
    Photo: yahoo.com
    Nicht alle fermentierten Lebensmittel liefern lebende Probiotika beim Verzehr. Schokolade und Kaffee sind Beispiele für Produkte, bei denen die Fermentation primär dem Geschmack und der Textur dient. Kakaobohnen werden durch natürliche Hefen und Bakterien fermentiert, doch diese Mikroben werden während des anschließenden Röstvorgangs abgetötet. Ähnlich verhält es sich beim Kaffee. Die Fermentation beeinflusst hier maßgeblich das Geschmacksprofil, insbesondere bei Single-Origin-Produkten. Chris Damman Während diese Lebensmittel also nicht direkt zur Probiotika-Zufuhr beitragen, unterstreichen sie die universelle Bedeutung der mikrobiellen Umwandlung in der globalen Ernährung. Stanford Medicine weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man bei kommerziellen „Darmgesundheits-Versprechen“ vorsichtig sein sollte und sich an wissenschaftlich fundierten Leitfäden orientieren sollte. Die Integration einer Vielfalt an fermentierten Lebensmitteln – von Kefir über Sauerkraut bis hin zu Kimchi – bietet das größte Potenzial, da jedes Produkt ein einzigartiges Nährstoffprofil und unterschiedliche Mikrobenstämme bereitstellt. Wer die Vorteile maximieren möchte, sollte sowohl auf lebende Kulturen für das Mikrobiom als auch auf die geschmackliche Tiefe fermentierter Genussmittel setzen. Bitte konsultieren Sie Ihren Gesundheitsdienstleister, bevor Sie wesentliche Änderungen an Ihrer Ernährung vornehmen, insbesondere bei bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen.

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    Dr. Lena Hartmann

    Über den Autor

    Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

    Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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