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Technik und Wissenschaft

Waymo plant den Start eines Robotaxi-Dienstes in Singapur

Waymo plant die Einführung eines Robotaxi-Dienstes in Singapur und strebt für das Jahr 2028 den regulären Betrieb für die Öffentlichkeit an. Nach Angaben des zum Alphabet-Konzern gehörenden Unternehmens sollen erste Fahrzeuge in den kommenden Monaten eintreffen, um ab 2027 mit menschlichen Sicherheitsfahrern zu testen und Kartierungen durchzuführen.

Der Alphabet-Konzern treibt seine internationale Expansion im Bereich des autonomen Fahrens weiter voran. Nach Plänen für Europa und Asien hat Waymo angekündigt, im Stadtstaat Singapur einen kommerziellen Robotaxi-Dienst aufzubauen. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen die Fahrzeuge in den nächsten Monaten vor Ort ankommen, damit im Jahr 2027 erste Testfahrten mit menschlichen Fahrern hinter dem Steuer sowie die notwendige Kartierung des Straßennetzes stattfinden können. Der reguläre, voll autonome Fahrdienst für die breite Öffentlichkeit ist laut Waymo für das Jahr 2028 anvisiert.

Regulatorische Hürden und Tests im Stadtstaat

Bevor Waymo tatsächlich Fahrgäste in Singapur befördern darf, ist eine offizielle Genehmigung der dortigen Land Transport Authority (LTA) erforderlich. Das Land schreibt vor, dass alle autonomen Fahrzeuge vor dem Einsatz auf öffentlichen Straßen eine strenge Sicherheitsprüfung absolvieren müssen. Diese Tests finden im Centre of Excellence for Testing and Research (CETRAN) statt und wurden von der LTA gemeinsam mit dem CETRAN sowie unter Mitwirkung der Verkehrspolizei entwickelt.

Ganz neu betritt Waymo den Markt in Singapur indes nicht. Das Unternehmen hat bereits zu Beginn dieses Jahres eine lokale Firmenniederlassung gegründet und beteiligt sich aktiv am Lenkungsausschuss für autonome Fahrzeuge (Steering Committee on Autonomous Vehicles) des Stadtstaates. Singapur gilt seit Jahren als internationaler Hotspot für Tests mit selbstfahrenden Systemen. Örtliche Behörden haben bereits den Weg frei gemacht für autonome Frachtlieferungen, Straßenkehrmaschinen und selbstfahrende Busse für den Einsatz von Flughafenmitarbeitern. Bereits im Jahr 2016 führte Motional, ein US-amerikanisches Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung von Hyundai, einen ersten Robotaxi-Piloten in Singapur durch.

Waymo co-CEO Tekedra Mawakana betonte in einer Aussage, dass Singapur eines der sichersten, effizientesten und zukunftsorientiertesten Transportökosysteme der Welt aufgebaut habe. Er erklärte, dass die Fokussierung auf Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und humanzentrierten Fortschritt der Technologie und Dienstleistung von Waymo entspreche.

Globale Expansionswelle von London bis Tokio

Die Bekanntgabe für Singapur reiht sich in eine Serie internationaler Ankündigungen von Waymo ein. Das Unternehmen plant den Start von Robotaxi-Diensten in mehreren weltweiten Metropolen. Bis Ende 2026 soll der Dienst in London starten, gefolgt von Tokio im Jahr 2027. Für Ende 2027 ist zudem die Einführung in München in Aussicht gestellt, was gleichzeitig den ersten Markteintritt des Unternehmens in der Europäischen Union markieren würde.

Auch im Heimatmarkt wächst die Präsenz des Unternehmens. In diesem Jahr wurden neue kommerzielle Standorte wie Nashville, Denver, San Diego und Las Vegas bekannt gegeben. Nach Unternehmensangaben betreibt Waymo derzeit rund 4.000 Fahrzeuge in etwa 15 US-Städten. Dennoch stoßen die Pläne im Heimatland weiterhin auf Widerstände. Regulatorische Hürden und politische Opposition verhindern bislang den Marktzugang in einigen der wichtigsten US-Metropolen, darunter New York City, Chicago und Washington, D.C. Angesichts dieser nationalen Debatten treibt der Betreiber seine internationale Expansion vorangetrieben.

Vor dem Cybercab-Start: Waymo kommt nach München und Tesla weitet den Robotaxi-Dienst aus
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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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