Warren Buffett hat die milliardenschwere Investition von Berkshire Hathaway in Alphabet persönlich initiiert, wie er kürzlich gegenüber CNBC bestätigte. Trotz seines Rücktritts als CEO im vergangenen Jahr steuert der Investor weiterhin maßgebliche Kapitalallokationen, während das Unternehmen unter Greg Abel ein starkes zweites Quartal 2026 mit einem operativen Gewinn von 12,98 Milliarden US-Dollar verzeichnete.
Die Machtverhältnisse bei Berkshire Hathaway sind klarer, als es die offiziellen Titel vermuten lassen. Zwar übernahm Greg Abel die Rolle des CEO, doch die Entscheidung, die Beteiligung am Google-Mutterkonzern Alphabet massiv auszubauen, stammte direkt vom „Oracle of Omaha“. In einem Interview mit CNBC stellte Buffett klar: Ich habe es initiiert.”
Die 30-Milliarden-Wette auf Alphabet
Buffett korrigierte mit dem Alphabet-Engagement einen Fehler, den er bereits 2017 öffentlich eingeräumt hatte: das Versäumnis, frühzeitig in Google zu investieren. Die Strategie zur Aufholung verlief in mehreren Etappen. Zunächst kaufte Berkshire im dritten Quartal 2025 rund 17,8 Millionen Aktien. Im ersten Quartal 2026 wurde diese Position mehr als verdoppelt.
Juni 2026. Alphabet gab bekannt, dass Berkshire insgesamt 10 Milliarden US-Dollar in einer Privatplatzierung investieren würde.
Insgesamt hat Berkshire über 30 Milliarden US-Dollar auf Alphabet gesetzt.
Kapitalallokation und die Rolle von Greg Abel
Die Dynamik zwischen dem ehemaligen CEO und seinem Nachfolger Greg Abel ist durch gegenseitige Zustimmung geprägt. Buffett betonte, dass er nichts tue, was Abel nicht billige, und dass Abel ebenso nichts tue, was Buffett nicht gutheiße. Obwohl Buffett Abel als den Entscheider bezeichnete, belegt die Alphabet-Investition, dass die Ära nach Buffett noch nicht vollständig angebrochen ist.

Die materiellen Rückkäufe geben den Aktionären die Gewissheit, dass einige der besten Allokatoren von Unternehmenskapital den aktuellen Wert sehen. Nicht genannter Analyst, via Reuters
Konzentration im 263-Milliarden-Dollar-Portfolio
Berkshires Anlagestrategie bleibt extrem konzentriert. Diese Fokussierung ist kein Zufall, sondern eine bewusste Strategie, die Buffett bereits in einem Aktionärsbrief von 1993 begründete: Eine Konzentration könne das Risiko senken, sofern sie die Intensität des Nachdenkens über ein Geschäft erhöhe.
| Unternehmen | Portfoliogewichtung (ca.) | Wert (ca.) |
|---|---|---|
| Apple | 22 % | 58 Mrd. USD |
| American Express | 17 % | 46 Mrd. USD |
| Coca-Cola | 12 % | 30 Mrd. USD |
| Bank of America | 10 % | 25 Mrd. USD |
| Chevron | 7 % | 17,5 Mrd. USD |
Während Apple die größte Position bleibt, ist Alphabet nun die fünfgrößte Holding im Portfolio. Diese aggressive Gewichtung wird durch ein massives Sicherheitsnetz gestützt: Ende März hielt Berkshire etwa 397 Milliarden US-Dollar in Barmitteln und Schatzwechseln – ein Betrag, der mittlerweile das gesamte Aktienportfolio übersteigt.
Finanzielle Performance im zweiten Quartal 2026
Die operative Entwicklung unter Greg Abel zeigt eine positive Tendenz. Gewinne aus dem Eisenbahngeschäft, Dienstleistungen und einigen Versicherungssparten konnten steigende Unfallansprüche und höhere Werbeausgaben bei Geico kompensieren.
Das Nettoeinkommen mehr als verdoppelte sich auf 25,67 Milliarden US-Dollar, wobei Buchgewinne aus Investments in Alphabet und Apple eine wesentliche Rolle spielten.
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