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Warner Bros $111bn sale to Paramount approved by US justice department

Das US-Justizministerium hat am Freitag, den 12. Juni 2026, die 111 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance genehmigt. Die Antitrust-Behörde kam zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb nicht erheblich beeinträchtigt, obwohl kalifornische Behörden und Branchenvertreter die massive Konsolidierung der Medienlandschaft weiterhin scharf kritisieren.

Die Entscheidung des US-Justizministeriums

Die Entscheidung des US-Justizministeriums
Photo: latimes.com
Die Antitrust-Abteilung des Justizministeriums gab grünes Licht für die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance, ohne dass Asset-Verkäufe oder andere Zugeständnisse gefordert wurden. Laut Berichten der BBC stützte sich die Entscheidung auf eine achtmonatige Untersuchung, bei der über zwei Millionen Dokumente von mehr als 80 Personen geprüft wurden. Die Behörde stellte fest, dass die Transaktion nicht wahrscheinlich zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs oder der amerikanischen Verbraucher führen werde. Im Gegenteil argumentierte das Ministerium, dass der Deal den Wettbewerb im gesamten Medien- und Unterhaltungsökosystem wahrscheinlich sogar erhöhen werde. David Ellison, der Chef von Paramount, hatte in mindestens zwei Treffen mit Antitrust-Beamten dargelegt, dass das neue Unternehmen besser gerüstet sei, um gegen die dominanten Technologieplattformen im Streaming-Bereich zu bestehen. Trotz des Bundes-Urteils bleibt die rechtliche Lage volatil. In Kalifornien prüft Generalstaatsanwalt Rob Bonta weiterhin die rechtliche Grundlage für eine mögliche Klage, um die Fusion zu blockieren. Sein Büro bestätigte diese Woche, dass die Akquisition eine aktive Untersuchung bleibe.

Milliardengewinne und die Kontroverse um David Zaslav

Milliardengewinne und die Kontroverse um David Zaslav
Photo: jamaicaobserver.com
Die finanziellen Dimensionen des Deals sind massiv. Paramount bietet den Warner-Investoren 31 US-Dollar pro Aktie, was fast das Vierfache des Aktienkurses vom Vorjahr entspricht. Die Finanzierung wurde maßgeblich durch Larry Ellison, den Mitbegründer von Oracle und Vater von David Ellison, garantiert. Während die Aktionäre der Übernahme zustimmten, löste die Entschädigung des Warner-CEOs David Zaslav heftige Reaktionen aus. Wie die Los Angeles Times berichtete, stimmten 82 Prozent der Abstimmenden symbolisch gegen das sogenannte „Golden Parachute“-Paket für Zaslav. Die Details der Abfindung sind beachtlich:
Posten Betrag (geschätzt)
Gesamtwert der Abfindung bis zu 887 Millionen US-Dollar
Bargeld, Aktien und Optionen über 550 Millionen US-Dollar
Übernahme der Steuerlast durch den Vorstand ca. 330 Millionen US-Dollar
Obwohl die Abstimmung nicht bindend war, wird erwartet, dass der Vorstand die Zahlungen dennoch leistet.

Widerstand aus Hollywood: Angst vor Stellenabbau

Justice Department approves Paramount-Warner Bros. merger
In der Unterhaltungsindustrie wird die Fusion mit großer Sorge betrachtet. Die Befürchtung ist, dass die Konsolidierung die Anzahl der großen US-Filmstudios auf nur vier reduzieren würde. Dies habe direkte Auswirkungen auf die Beschäftigungslage in einer Branche, die bereits unter den Folgen der Streiks von 2023 und massiven Entlassungen seit der Übernahme von Fox durch Disney leidet. Über 4.000 Filmschaffende, darunter Namen wie Ben Stiller, Jane Fonda und J.J. Abrams, unterzeichneten einen offenen Brief an die Regulierungsbehörden. Laut einem Bericht von The Guardian warnen die Unterzeichner vor den Folgen der Fusion: Das Ergebnis werden weniger Möglichkeiten für Kreative, weniger Arbeitsplätze im gesamten Produktionsökosystem, höhere Kosten und weniger Auswahl für das Publikum in den Vereinigten Staaten und weltweit sein.Michele Mulroney, Präsidentin der Writers Guild of America West Die wirtschaftliche Logik von Paramount steht im direkten Kontrast zu diesen Ängsten. Die Unternehmensführung verspricht Synergieeffekte in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar, was in der Praxis fast zwangsläufig tiefgreifende Stellenkürzungen bedeutet. Bereits bei der Fusion von Skydance und Paramount im Jahr 2025 wurden etwa 10 Prozent der Belegschaft entlassen.

Globale Hürden und politische Einflussnahme

Globale Hürden und politische Einflussnahme
Photo: theguardian.com
Während Australien den Deal bereits genehmigt hat, gibt es international noch Hürden. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob die Fusion zu einer erheblichen Einschränkung des Wettbewerbs im Vereinigten Königreich führen würde. Eine Entscheidung hierüber wird bis zum 7. August erwartet. Gleichzeitig prüfen europäische Regulierungsbehörden die Finanzierung des Deals, wie der Jamaica Observer unter Berufung auf AFP übermittelte. Drei Staatsfonds aus den Golfstaaten haben sich zu einer kombinierten Summe von 24 Milliarden US-Dollar verpflichtet, was eine genaue Prüfung der Kapitalherkunft erforderlich macht. Besonders brisant ist die politische Dimension. Larry Ellison gilt als enger Verbündeter von Präsident Donald Trump. Dies schürt innerhalb der Redaktionen von CNN und CBS News die Sorge, dass die journalistische Unabhängigkeit gefährdet sein könnte. Zwar versprach David Ellison im März, die redaktionelle Freiheit von CNN zu schützen, doch spekulieren Beobachter über eine Neuausrichtung des Senders in eine für die Trump-Administration günstigere Richtung.

Das neue Medienimperium: Von CNN bis Nickelodeon

Sollte die Transaktion vollständig abgeschlossen werden, entsteht eine der mächtigsten Medienentitäten der Geschichte. Paramount würde seine bestehenden Assets mit dem Portfolio von Warner Bros. Discovery verschmelzen und damit eine beispiellose vertikale und horizontale Integration erreichen.
  • Nachrichten & TV: CNN, CBS, HBO, TBS, TNT und TCM.
  • Filmstudios: Paramount Pictures, Warner Bros. Pictures, DC Studios und New Line Cinema.
  • Kinder & Familie: Nickelodeon.
  • Streaming & Franchises: HBO Max sowie die Rechte an Harry Potter und den DC Comics.
Die kommenden Wochen werden entscheiden, ob die kalifornischen Behörden oder die europäischen Regulierer den Deal noch stoppen können. Für die Belegschaften von CNN und CBS News steht viel auf dem Spiel: Eine mögliche Zusammenlegung der Nachrichtendivisionen würde die bereits angekündigten Kosteneinsparungen massiv beschleunigen.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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