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Unternehmen

VW-Chef Oliver Blume plant Personalabbau zur Hälfte in Deutschland

Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume hat bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg am 25. August 2026 angekündigt, dass etwa die Hälfte von möglicherweise rund 50.000 weltweit zu streichenden Stellen in Deutschland entfallen soll. Die Ankündigung löste unter den anwesenden Mitarbeitern heftigen Protest und scharfe Kritik der Betriebsratsführung aus.

Stellenabbau und Verteilung auf Deutschland

Der Volkswagen-Konzern treibt seine Restrukturierungspläne voran. Bei einer Betriebsversammlung im Stammwerk Wolfsburg erklärte Konzernchef Oliver Blume, wie sich der von Kostenstrukturen angetriebene Personalabbau geografisch verteilen wird. Aus heutiger Sicht entfällt etwa die Hälfte des Anpassungsbedarfs auf Deutschland, während die andere Hälfte international in rund 170 Gesellschaften realisiert werden soll.

Die oft genannte Gesamtzahl von rund 50.000 Arbeitsplätzen weltweit sei laut Blume keine feste Zielgröße. Vielmehr handele es sich dabei um eine theoretische Rechengröße, die sich aus den internen Kosten ableite. Nach Angaben des Unternehmens liegt der Konzern derzeit rund 30 Prozent über dem Durchschnitt vergleichbarer Wettbewerber in der Branche.

Geplante Personalinstrumente und offene Standorte

Um den Umbau sozialverträglich zu gestalten, will der Vorstand nach Blumes Angaben so weit wie möglich auf freiwillige Personalinstrumente setzen. Dazu zählten Renteneintritte, einvernehmliche Vereinbarungen, natürliche Fluktuation sowie eine restriktive Einstellungspolitik. Zusätzlich solle die Altersteilzeit für weitere Jahrgänge geöffnet werden.

Konkrete Perspektiven für die kommenden sechs bis zwölf Monate fehlen jedoch weiterhin für mehrere Werke. Für die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm könne das Unternehmen zum aktuellen Zeitpunkt noch keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre darstellen. Dennoch betonte Blume, dass Werksschließungen damit keineswegs beschlossen seien. Sie blieben stets die letzte und teuerste Lösung.

Widerstand der Belegschaft und Kritik der Betriebsratsführung

Die Rede des Konzernchefs stieß bei den Beschäftigten auf massiven Unmut. Teilnehmerkreisen zufolge reagierten die mehr als 10.000 VW-Mitarbeiter in und vor der Halle mit lautem Pfeifen. Auch Betriebsratschefin Cavallo übte nach der Ansprache scharfe Kritik an der Unternehmensführung. Das Vertrauen sei schwer beschädigt, da sich mit einem Vorstandsvorsitzenden, der der Belegschaft nicht offen sage, was Sache sei, nicht arbeiten lasse.

Angesichts der unübersichtlichen Lage sind in den kommenden Tagen an insgesamt acht VW-Standorten weitere Betriebsversammlungen geplant. Niedersachsens Ministerpräsident Lies appellierte an die Konzernleitung, die Verantwortung für die Belegschaft zu tragen und Werksschließungen aktiv zu vermeiden. Unter den Mitarbeitern herrsche eine tiefe Verunsicherung, da viele Familien um ihre wirtschaftliche Zukunft bangten.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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